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Testbericht

Patrick Broich/SP-X, 20. Oktober 2020
SP-X/Bad Driburg. Der FCA-Konzern beweist mit der Marke Abarth ein glückliches Händchen und versteht es, ein betagtes Modell ungebrochen attraktiv zu halten. Es stimmt ja: Für Fahrspaß braucht es nicht immer modernste Technologie, sondern ein knackiges Fahrwerk, geringe Abmessungen und einen Schuss Leistung unter der Haube. An exakt dieses Rezept halten sich die Abarth 595-Modelle, und damit der Kundschaft nicht langweilig wird über die Zeit, spendiert FCA in steter Regelmäßigkeit Sondermodelle. Nun sollen die recht extrovertiert anrollenden Editionen „Monster Energy Yamaha“ sowie „Scorpioneoro“ die Modellreihe aufpeppen. Sie verlassen zu Preisen ab 23.873 Euro respektive 25.822 Euro den Händlerhof. Unter der Haube beider Varianten steckt der jetzt 121 kW/165 PS starke und 1,4 Liter große Benziner mit Turboaufladung. Damit ist für Punch gesorgt angesichts lediglich rund einer Tonne Leergewicht.Zunächst einmal fallen die jeweils in einer Stückzahl von 2.000 Exemplaren aufgelegten Editionsvarianten durch extrovertiert anmutende Details auf. So rollt der „Scorpioneoro“ auf goldenen Felgen an, und ein ebenfalls goldener Skorpion prangt auf der Motorhaube. Außerdem fällt der Marken-Schriftzug in goldener Lackierung auf den Flanken auf. Die limitierte Ausführung soll mit seinem umfangreichen Gold-Zierrat an den Abarth A112 „Targa Oro“ aus dem Jahr 1979 erinnern, der ebenfalls mit viel Goldschmuck ausgerüstet war. Innen besticht der rasante Zwerg durch schwarze Sport-Integralsitze mit üppig gepolstertem Leder-Rahmen um die Mittelbahn herum.Weniger auf dem Traditions- als auf dem Highspeed-Pfad ist der „Monster Energy Yamaha“ unterwegs, der viele vom Rennsport-Motorrad Yamaha YRZ-M1 inspirierte Details aufweist. So sind die dominierenden Farben hier das tiefe Blau und ein kräftiges Schwarz; es gibt markante Querstreifen auf dem Blechkleid sowie das in grün gehaltene Monster-Logo, das auch die legendäre Yamaha-Maschine aus den Nullerjahren zierte. Schwarze Felgen und Sitze bilden einen prägnanten Kontrast zur blauen Außenlackierung.Gemein ist den 595-Sondermodellen dank Sportauspuff (beim „Monster Energy Yamaha“ vierflutig, beim „Scorpioneoro“ zweiflutig) markant klingende Vierzylinder. Er sorgt mit Hilfe des Garret-Turboladers für hurtiges Vorankommen und drückt die Passagiere bei Abruf der Leistung moderat in die konturierten Sessel. Auf das sportlich getrimmte Koni-Fahrwerk hält der Konzern so große Stücke, dass er sich ermutigt fühlt, die neuen Varianten auf dem Track am Bilster Berg in Bad Driburg zu präsentieren. Und tatsächlich entpuppt sich der 3,66 Meter-Zwerg als patenter Racer. Er witscht beflissen um die Ecken und bleibt mit frontgetrieben-typischer Untersteuerneigung selbst für Track-Neulinge gut beherrschbar. Zudem kann man sich jederzeit auf ein beherzt eingreifendes Stabilitätsprogramm verlassen. Freunde ausgeprägter Längsperformance mögen sich vielleicht noch die etwas potentere 180 PS-Ausbaustufe der Abarth-Welt wünschen, aber auch der 165er giftet recht gut aus der Kurve heraus, wenn das rechte Pedal wieder gen Bodenblech wandert. Und für den Alltag reicht die Leistung ohnehin dicke. Da könnte dann nur das Chassis etwas komfortabler ausgelegt sein, doch man kann eben nicht immer alles haben.Apropos haben: Beide Sondermodelle punkten mit serienmäßigen Feature wie Digitalradio und Smartphone-Integration. Der „Scorpioneoro“ legt ein integriertes Navigationssystem obendrauf. Gegen 1.267 Euro Aufpreis werkelt statt des präzise bedienbaren Fünfganggetriebes eine automatisierte Variante mit ebenfalls fünf Übersetzungen. Diese könnte für Interessenten spannend sein, deren Aktionsradius hauptsächlich innerhalb urbaner Gebiete liegt. Und in urbane Gebiete passen auch die heißen Cinquecento-Ableger von Abarth, wenngleich die Mundwinkel ihrer Eigner noch ein bisschen mehr nach oben zeigen dürften, falls es doch mal raus auf die kurvige Landstraße geht.Abarth 595 – Technische Daten:Kleinstwagen, Länge: 3,66 Meter, Breite: 1,63 Meter, Höhe: 1,49 Meter, Radstand: 2,30 Meter1,4-Liter-Vierzylinder-Otto mit Turboaufladung, 121 kW/165 PS, maximales Drehmoment: 230 Nm bei 2.250 U/min, Fünfgang-Schaltgetriebe, Frontantrieb, 0-100 km/h: 7,3 s, Vmax: 218 km/h, Durchschnittsverbrauch: 6,7 l, CO2-Ausstoß: 153 g/km, Effizienzklasse: F, Abgasnorm: Euro 6d, Preise: ab 23.873 EuroAbarth 595 – Kurzcharakteristik:Warum: Weil der Stadtzwerg maximal agil istWarum nicht: Weil er seine Passagiere auf längeren Routen doch gut durchrütteltWas sonst: Der Abarth ist inzwischen ziemlich einzigartigWann: sofortDer FCA-Konzern ist bei kaum einem Modell so findig wie bei den Cinquecento-Varianten. Es vergeht quasi kein Jahr, in dem nicht ein Sondermodell den Verkauf ankurbeln soll. Jetzt kommen wieder zwei Editionen von Abarth auf den Markt.
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Fazit
Der FCA-Konzern ist bei kaum einem Modell so findig wie bei den Cinquecento-Varianten. Es vergeht quasi kein Jahr, in dem nicht ein Sondermodell den Verkauf ankurbeln soll. Jetzt kommen wieder zwei Editionen von Abarth auf den Markt.

Quelle: Autoplenum, 2020-10-20

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