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Testbericht

Holger Holzer/SP-X, 18. Mai 2020
SP-X/Stuttgart. Gut ein Jahr nach Coupé und Cabrio bringt Porsche nun die Targa-Variante des neuen 911 an den Start. Wie schon beim Vorgänger folgt sie dem klassischen Konzept mit starrem Überrollbügel und fester Heckglasscheibe, öffnen lässt sich nur ein kleiner Teil des Dachs. Zunächst gibt es zwei Motorisierungen mit 283 kW/385 PS und 331 kW/450 PS, Allradantrieb ist Standard. Die Preisliste startet bei 128.486 Euro. Beim Dach vertraut Porsche dem klassischen Targa-Konzept. Wie beim Original-Targaaus den späten 60er-Jahren wird nicht ein Verdeck komplett zurückgeklappt, sondern lediglich das mittlere Dachteil zwischen A- und B-Säule entfernt. War dazu früher Handarbeit nötig, funktionierte das nun rein elektrisch. Wollen die Insassen den Himmel sehen, klappt und schiebt sich die komplette Heckglasscheibe spektakulär nach hinten, so dass sich das Dach-Mittelteil unter ihr zusammenlegen kann. So war das auch schon beim direkten Vorgänger, dem 911 der Generation 991. Mit ihm feierte das Targa-Dach sozusagen Renaissance, nachdem es bei 997, 996 und 993 zu einem besseren Panorama-Schiebedach verkommen war. Die Rückbesinnung zu den Ursprüngen hat sich für Porsche gelohnt. Das neue alte Dachkonzept habe geholfen, den Targa aus der Nische zu führen, so Baureihenleiter Frank-Steffen Walliser. Wurden in früheren Elfer-Generationen nur wenige Tausend Targas verkauft, kommt die halboffene Karosserievariante nun auf einen Anteil von 20 bis 25 Prozent – und damit auf ein ähnliches Niveau wie das Cabrio. Für Porsche ist das ein gutes Geschäft, sind die Open-Air-Varianten doch höher eingepreist als das Coupé. Weil es den Targa nur mit Allradantrieb gibt, liegt er was den Basispreis angeht sogar noch über dem ansonsten ähnlich positionierten Cabrio, das auch mit reinem Hinterradantrieb zu haben ist. Der Allrad-Standard hat vor allem marketingtechnische Gründe, ist die Targa-Kundschaft doch noch weniger preissensibel als Käufer der anderen Karosserievarianten. Auch bei den Ausstattungs-Extras langen die Käufer kräftig zu. Beim Antrieb haben sie zunächst nur eine eingeschränkte Auswahl. Ab Start bereit stehen die beiden 3,0-Liter-Turbo-Boxer mit 283 kW/385 PS (Targa 4) und 331 kW/450 PS (Targa 4S). Standardmäßig ist eine Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe an Bord, auf Wunsch gibt es ohne Aufpreis einen Siebengang-Handschaltung. Künftig könnte außerdem eine stärkere GTS-Version folgen, eine Turbo-Ausführung ist zumindest denkbar. Beim Gewicht liegt der Targa mit mindestens 1.640 Kilogramm leicht über dem Cabrio, was vor allem am aus dem höheren Glasanteil und der zusätzlichen Mechanik und Hydraulik resultiert. Trotz der Extra-Pfunde soll es keine Kompromisse bei der Fahrdynamik geben, die Beschleunigung (höchstens 4,4 Sekunden bis Tempo 100) und die Höchstgeschwindigkeit (289 km/h) liegen auf einem ähnlichen Niveau wie bei den anderen Elfer-Modellen. Auch bei der Technik-Ausstattung orientiert sich der Targa an Cabrio und Coupé. Die variablen Dämpfer und die Nässe-Erkennung „Wet Mode“ zählen zum Serienumfang. Und auch der jüngst eingeführte verbesserte Abstandsregeltempomat sowie die Niveauregulierung zur Anhebung der Bodenfreiheit sind zu habenVor rund sechs Jahren kehrte Porsche beim Targa zum ursprünglichen Dachkonzept mir Überrollbügel zurück. So erfolgreich, dass die neue Generation des Halbcabrios nun daran festhält. 
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Fazit
Vor rund sechs Jahren kehrte Porsche beim Targa zum ursprünglichen Dachkonzept mir Überrollbügel zurück. So erfolgreich, dass die neue Generation des Halbcabrios nun daran festhält. 

Quelle: Autoplenum, 2020-05-18

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