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Testbericht

7. Dezember 2014

Mit seinen Vorgängern hat der neue Ford Fiesta ST so gut wie nichts mehr gemein. Bei der neuesten Generation haben sich die Ford-Designer am Rennsport orientiert und zeigen sich mit dem athletischen Exterieur von ihrer bisher sportlichsten Seite. Die Schweller an den Seiten, der außergewöhnliche Heckspoiler sowie der Diffusor verleihen dem kleinen Sportwagen ein markantes Äußeres.

Dank des Ford Key-Free-System kann der Schlüssel beim Einsteigen bequem in der Jackentasche bleiben. Der neue Fiesta entriegelt und schließt das Auto, sobald man sich mit dem Schlüssel in der Tasche nähert und entfernt. Auch im Interieur geht es sportlich weiter. Die Recaro-Sportsitze im Rallye-Style passen gut zum Auto,  an kräftigere Leute haben die amerikanischen Autobauer allerdings nicht gedacht. Durch die eng konzipierten Sportsitze kann es durchaus vorkommen, dass große Passagiere Platzangst bekommen. Trotz des Platzmangels sitzt man bequem im Sportwagen. Start-Stopp-Taste drücken und schon jagt der ST los.

Mit seinen Vorgängern hat der neue Ford Fiesta ST so gut wie nichts mehr gemein.

Mit 281 Liter Kofferraumvolumen ist der ST zwar kein Raumwunder, für den Alltag und einen mittelgroßen Einkauf reicht der Platz dennoch völlig aus. Einen kleinen Punktabzug gibt es aber für die Licht-Konzeption, denn die neue Fiesta-Generation besitzt keine automatische Lichteinschaltung.

Der Fiesta ST startet bei 20.190 Euro*. Mit einigen Extras, wie beispielsweise Metallic Lava-Rot (850 Euro) oder Sony Navigationssystem mit Ford SYNC (705 Euro) liegen wir am Ende bei 23.330 Euro.

Den neuen Ford Fiesta gibt es auch mit dem neuen Ford PowerShift 6-Gang-Automatik-Getriebe mit Doppelkupplungstechnologie - endlich. Der Ford Fiesta ST muss bis auf weiteres leder darauf verzichten. Unser Testwagen hat das serienmäßige 6-Gang-Schaltgetriebe, inklusive Spaßfaktor. Denn der ST kann richtig loslegen: Die 183 PS katapultieren den kleinen, 1.163 Kilogramm leichten Sportler in nur 6,9 Sekunden auf Tempo 100. Für 20 Sekunden kann der Motor im Overboost-Modus sogar 200 Pferdestärke aktivieren. Das drückt dann schon "porsche-like" im Rücken. Der Polo GTI mit 192 PS ist im Vergleich nur 0,2 Sekunden schneller. Erst bei 223 km/h ist Schluss mit Speed. Wir haben gem. Tacho mehrmals auch 240 km/h notiert.


Der kleine Sportwagen hat auf einer fast 3.000 Kilometer langen Pressefahrt bewiesen, dass er Ausdauer, Kraft und Komfort vorweisen kann und damit voll urlaubstauglich ist.

Long-Run-Trip
Der kleine Sportwagen hat auf einer fast 3.000 Kilometer langen Pressefahrt bewiesen, dass er Ausdauer, Kraft und Komfort vorweisen kann und damit voll urlaubstauglich ist. Für einen Kleinwagen ist das keine schlechte Leistung.

Der Ford Fiesta ST macht einfach gute Laune. Klasse, mit welcher Leichtigkeit er davon sprintet, auch wenn schon Tempo 180 anliegt. Hinzu kommt der "Composer", den Ford – warum auch immer – in der Pressemappe totschweigt. Der Sound ist klasse. Er ist nicht so angeberisch wie beim Ford Escort RS, aber der ST darf ja auch keinen 5-Zylinder als Soundmaschine benutzen.

Man glaubt es kaum, aber wenn man ihn lässt, kommt der Fiesta ST mit sechs Litern aus. Auch wenn er am liebsten Super Plus bekommt, darf er sich das als Benziner durchaus erlauben. Damit erreicht er einen Rekord auf der Autoplenum-Vergleichsrunde:  mit nur 5,3 Litern auf 100 km ist der Ford-Neuling sehr sparsam, auf der Minimal-Runde verbraucht er sogar nur 4,5Liter auf 100 km. Damit haben wir die Vorgabe von Ford außerstädtisch von 4,8 Liter auf 100 km glatt unterboten. Damit sammelt der ST Punkte!

Welcher Motor? Kraftstoffverbrauch:
Da gibt es nur eine Antwort, den 1,6 Liter EcoBoost. Wer einen anderen Motor haben will, muss auf den "normalen" Ford Fiesta umsteigen. 

Modus Strecke [km] Geschw. [km/h] Verbrauch [l/100km]
Autoplenum-Vergleichsrunde 55 74 5,3
Super-Spar 14 60 4,5
Landstraße sparsam 36 74 6,1
BAB sparsam 61 108 5,9
BAB normal 146 121 6,5
BAB schnell 131 130 7,0
Stadt, BAB, Landstraße 145 68 6,4

Testverbrauch nach 2459 km, 8,0 l/100km

Der Ford Fiesta ST hat richtig viel Spaß gemacht. Mal wieder ein Auto, dem man beim Abschied etwas traurig hinterher schaut.

Fazit
Der Ford Fiesta ST hat richtig viel Spaß gemacht. Mal wieder ein Auto, dem man beim Abschied etwas traurig hinterher schaut. Im Vergleich mit dem Skoda Fabia RS ist der Fiesta ST preiswerter. Der getestete Citroen DS3 mit 156 PS ist ebenfalls deutlich teurer. Der neue VW Polo GTI, den wir vermutlich im zweiten Quartal 2015 vorstellen, startet auch schon bei fast 23.000 Euro. Daher hat der ST sich auch für den Preis seine 3,5 Sterne redlich verdient.

* Alle Preise ohne Gewähr, gerundet Stand Oktober, 2014
Text und Fotos © 2014 Redaktionsbüro Kebschull

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Testwertung
3.5 von 5
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