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Testbericht

Marcel Sommer, 21. Mai 2015
Mit dem Aegea will Fiat in über 40 Ländern nach üppigen Marktanteilen greifen. Die schmucke Kompaktlimousine feiert auf der Istanbul Autoshow ihre Weltpremiere.

Aus der Türkei kommt ab sofort ein neuer Italiener auf den Markt. Der Fiat Aegea greift im Segment der Kompaktlimousinen an. Designt in Italien, entwickelt und produziert in der Türkei stellt der Viertürer zugleich eine erfolgreiche Kontinente übergreifende Kooperation dar. Der Name des Fünfsitzers ist daher kein Zufall, verbindet die Ägäis, Europa und Asien miteinander. Mit seinen 4,50 Metern ist er zwar rund 1.555,50 Meter kürzer als die eigentliche Verbindung der beiden Kontinente, die Bosporus-Brücke, doch hat er mit ihr mindestens eines gemein. Sowohl die Entwicklung der Brücke als auch die des neuen Modells aus dem Hause Fiat hat rund drei Jahre in Anspruch genommen. 2016 kommt der Aegea unter einem anderen Namen auch nach Deutschland - auch als Kombiversion.

Der 1,78 Meter breite und 1,48 Meter hohe Fiat Aegea feiert seine Weltpremiere auf der Istanbul Autoshow. Das hat neben der Geste gegenüber dem türkischen Automobilmarkt einen weiteren Vorteil: er ist eine der wenigen echten Premieren auf der international wenig wichtigen Autoschau aus der dritten Reihe und bekommt daher die volle Aufmerksamkeit. Zudem wird der von außen an die zweite Generation des Skoda Superb erinnernde Italiener mit einem Radstand von 2,63 Meter ab November zunächst in der Türkei an den Start gehen - danach folgen über 40 weitere Länder innerhalb der EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten und Afrika). Mit dieser Erweiterung will Fiat Chrysler Automobiles seine Position auf diesen Märkten stärken und zugleich seine Position im Segment der kompakten Limousinen weiter ausbauen.

Die Motorenpalette soll zum Start zwei Turbodiesel- und zwei Benzinmotoren beinhalten. Sowohl manuelle als auch automatische Getriebe und ein Leistungsspektrum von 95 bis 120 PS sollen die Limousine insbesondere für Familien interessant machen. Die Dieselaggregate geben sich gemäß Fiat mit weniger als vier Litern Treibstoff auf 100 Kilometer zufrieden; das wäre Panda-Niveau. Im Innenraum sorgt ein fünf Zoll großer Touchscreen mit Unconnect-Infotainmentsystem für zeitgemäße Unterhaltung. Auf Wunsch bietet der Fronttriebler Ausstattungsdetails wie eine Rückfahrkamera und ein TomTom-Navigationssystem. Der Kofferraum bietet mit einem Volumen von 510 Litern Gepäck ausreichend Platz. Die Preise des Türkei-Modells stehen aktuell noch nicht fest; dürften jedoch bei knapp über 12.000 Euro beginnen.
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Quelle: Autoplenum, 2015-05-21

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