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Testbericht

21. Dezember 2011
Es geht kämpferisch zu im Segment der kompakten Limousinen. Als Peugeot vor vier Jahren den 308 an den Start brachte, war der Löwen-Marke durchaus bewusst, dass es schwer werden würde, mit diesem Auto neue Maßstäbe zu setzen. Schließlich tummelten sich in dessen Liga namhafte Konkurrenten wie Golf, Astra, Focus oder Auris, und auch Hyundai drängte mit dem i30 auffällig nach vorn. Schon länger lauerte der französische Löwe darauf, sich in dieser Formation einen achtbaren Platz sichern zu können. Nicht schlechthin anknüpfen am Erfolg des 307 sollte sein Nachfolger 308. Dem Löwen schien das Fell zu jucken, entschlossen zum Sprung anzusetzen, um langjährigen Statthaltern im Kompaktsegment Paroli zu bieten. Mit der neuen Modellgeneration des 308, seit Mai 2011 beim Händler, geht Peugeot das Vorhaben zuversichtlich an. Gefällig und aerodynamischer: Die Front des LöwenEin neues Outfit, fast ausschließlich im Frontbereich, machte den aktuellen 308 attraktiver. Gut, dass der vorher offensichtlich zu groß geratene Kühlergrill wieder schrumpfte. Dem Antlitz stehen die Chromeinfassungen ebenso gut wie das plastischer wirkende, schwarz unterlegte Löwen-Logo. Das Gesicht des aktuellen 308 wirkt gefälliger. Anteil daran haben die Scheinwerfer und das um die Nebenscheinwerfer herumgeführte LED-Tagfahrlicht. Obendrein soll die Frontgestaltung aerodynamisch von Vorteil sein. Jedenfalls verdient der cw-Wert ein Ausrufezeichen: 0,29! Innenraum: Weniger ist mehrDas Interieur gefällt. Es gewinnt dadurch, dass es ohne irgendwelche Design-Spielereien bleibt. Die unverzichtbaren Bedienelemente sind übersichtlich auf der klar gegliederten Mittelkonsole angeordnet. So kommt schlichte Eleganz zustande. Weniger ist eben oft mehr. Ein Lederlenkrad ohne jegliche Tasten oder Stellrädchen findet man heute kaum noch. Der 308 hat ein solches. Der Innenraum wird von der Van-artigen Architektur der Karosserie geprägt. Nicht wieder missen will das optionale Panorama-Glasdach, wer es einmal genießen konnte. Es beschert wahre Lichtfülle. Auch Fondpassagiere sitzen bequem, haben ausreichende Kniefreiheit. Zuerst empfinden Fahrer und Beifahrer angesichts der gediegenen Gestaltung des Cockpits und der verwendeten Materialien des Interieurs, dass sie in einem rundum anspruchsvollen Auto sitzen, das sich mit namhafter Konkurrenz durchaus anlegen kann. Fahrwerk: Bewährtes vom VorgängerDem Fahrwerk kann man im Wesentlichen Ausgewogenheit bescheinigen. Auch wenn die Verbundlenkerachse hinten gelegentlich Fahrbahnstöße markiert, gab es Grund, das an sich bewährte Konzept dieser Hinterachse und der Vorderachse mit McPherson-Federbeinen vom Vorgänger zu übernehmen, ergänzt durch die elektro-hydraulische Servolenkung und groß dimensionierte Scheibenbremsen. Triebwerk: Sieben stehen zur WahlDer neue 308 ist 25 Kilogramm leichter als sein Vorgänger. Zusammen mit dem auf Sparsamkeit getrimmten Motor des Testwagens, einem 88 kW/120 PS leistenden 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner, trug die Gewichtsabnahme sicher auch ein wenig dazu bei, dass im Schnitt mit 6,8 Liter Super auf 100 Kilometern auszukommen ist. (Es gibt auch einen 100 PS leistenden 308 1.4 16V VTi als Startformation. 156 und 200 PS sind das Spitzenangebot der Benzin-Fraktion). Beim Beschleunigen des Testwagens machte sich bemerkbar, dass das relativ bescheidene maximale Drehmoment von 160 Newtonmetern erst bei 4.250 U/min anliegt. Die Kurbelwelle muss sich schon fleißig drehen, ehe die Post zügig wie gewünscht abgeht. Drin ist der Sprint von null auf 100 km/h binnen 12 Sekunden, und bei 195 km/h ist Schluss. Mit Rücksicht auf die Art seiner Leistungsentfaltung ist der 1.6 16V VTi als einziges der sieben zur Wahl stehenden Triebwerke lediglich mit einem 5-Gang-Getriebe gekoppelt. Das 6-Gang-Getriebe bleibt den stärkeren Motoren vorbehalten. Beim Drehzahlmachen lässt das 88-kW-Triebwerk mit verhaltenem Röhren durchaus wissen, dass es was tut, aber die gediegene Atmosphäre im Auto stört dieser Sound nicht. Das der Motorenbezeichnung angefügte Kürzel „VTi“ verweist auf die moderne Vierventiltechnik mit variabler Steuerung der Ein- und Auslass-Ventile samt variablem Ventilhub auf der Einlassseite. Das Konzept kommt der Leistungsausbeute und Sparsamkeit zugute. Berechtigter KomfortanspruchFür die neue Modellgeneration des 308 wirbt Peugeot mit Begriffen, denen man sich nach vierzehntägigem Kontakt mit diesem Auto anschließen kann. Der kompakte Löwe sei „eleganter, hochwertiger, leichter und umweltfreundlicher“ als sein 2007 gestarteter Vorgänger. Der Testwagen in der mittleren Ausstattungsvariante „Active“ unterstrich seinen berechtigten Komfortanspruch u.a. mit dem Ambiente- und Sichtpaket, elektrisch anklappbaren Außenspiegeln und der Zweizonen-Klimaautomatik. Selbstverständlich gibt es in einem 308 immer auch eine Geschwindigkeitsregelanlage samt Geschwindigkeitsbegrenzer und die MP3-fähige Audioanlage WIP Sound (bei „Acitive“ mit WIP Bluetooth). Der 308er Peugeot-Löwe kann sich mit seinem frisch gebürsteten Fell nicht nur voller Stolz sehen lassen. Mit seinen Tugenden verschafft er sich im Umfeld der kompakten Pkws auch gehörigen Respekt. (Auto-Reporter.NET/Wolfram Riedel)Daten Peugeot 308 Active VTI 1.6:Länge x Breite x Höhe (Meter): 4,27 x 1,49 x 1,81Motor (Bauart, Hubraum): Vierzylinder, 1.6 16V VTi, 1.598 ccm Max. Leistung: 88 kW/120 PS Max. Drehmoment: 160 Nm bei 4.250 U/min Kraftstoffverbrauch (nach NEFZ, kombiniert): 6,4 l/100 km CO2-Emission: 147 g/km Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 10,8 sHöchstgeschwindigkeit: 195 km/h Leergewicht/zul. Gesamtgewicht: 1.439/1.815 kgGepäckraum: 348 Liter, maximal 1.201 Liter Preis (Allure): 21.150 Euro
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Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-reporter.net, 2011-12-21

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