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Testbericht

28. Januar 2013
Es gibt einprägsamere Namen für ein Automodell als gerade cee’d. Doch was auch immer den koreanischen Hersteller dazu bewogen hat, einen derart kryptischen Namen für sein Angebot in der Golfklasse auszuwählen, ein Verkaufshindernis ist er trotz der Befürchtungen etlicher Marketing-Experten nicht. Im Gegenteil: Der kompakte Fünfsitzer trug seit 2007 sowohl als Limousine als auch Kombi maßgeblich zum stetigen Aufschwung der letzten Jahre bei und sorgte – noch wichtiger -  für eine Image-Veränderung des einstigen koreanischen Billiganbieters. Seit wenigen Monaten steht nun die zweite Generation bei den Händlern, und die ersten Verkaufszahlen stützen den Optimismus des Deutschland-Geschäftsführers Martin van Vugt, der vom Erfolg der Limousine aber speziell auch vom Sportswagon genannten Kombi überzeugt ist: „Der Sportswagon ist als praktisches, großzügiges Familienauto und sportlich-eleganter Geschäftswagen gleichermaßen reizvoll.“ Attraktives BlechkleidAuch nach ausgiebigen Testfahrten gibt es keinen Grund, dies anzuzweifeln. Der erste Pluspunkt ist das Design. Der gegenüber der Limousine mit 4,51 Metern um 20 Zentimeter längere Sportswagon fällt durch einen großen hinteren Überhang und eine nahtlos verlängerte Dachlinie auf. Deren sanft geschwungene Form wird durch die serienmäßige Dachreling betont, und die großzügige Fenstergrafik mit einer dynamisch aufsteigenden Unterkante lässt die Seitenansicht nicht nur elegant aussehen, sondern garantiert den Fondpassagieren auch einen guten Ausblick.Die Heckklappe ist gegenüber dem Vorgänger steiler positioniert und zieht sich bis weit ins Dach. Durch diesen nach vorn verlegten Anschlag lässt sich die groß dimensionierte Heckklappe auch auf engem Raum bequem öffnen und dank der großen Stehhöhe (1,89 Meter) ist auch das Be- und Entladen des Ladeabteils komfortabel. Der deutsche Chefdesigner Peter Schreyer und sein Team denken offensichtlich nicht nur an die Form, sondern auch an die Praktikabilität.Hochwertig ausgestatteter InnenraumDer Innenraum weist eine hohe Verarbeitungsqualität auf. Das Armaturenbrett erinnert in seinem klaren Aufbau an ein Flugzeug-Cockpit. Von der Zentralkonsole ist nur der obere Bereich in die Instrumententafel integriert, und diese betont horizontale Ausrichtung unterstreicht die Breite des Innenraums. Um die Sitzposition zu verbessern, wurden die Sitzhöhe, die Pedal-Einheit und generell die ergonomischen Bedingungen verbessert. Zudem gibt es ab dem Basismodell einen höhenverstellbaren Fahrersitz sowie ein höhen- und tiefenverstellbares Lenkrad.Das Platzangebot für Passagiere und Gepäck ist trotz der nur um 1,5 Zentimeter länger gewordenen Karosserie gewachsen. Fahrer und Beifahrer verfügen nun über mehr Beinfreiheit, und im Fond können es sich zwei Erwachsene oder drei Kinder bequem machen. Der Gepäckraum weist ein Ladevolumen von satten 528 Litern auf. Wird die Rückbank eingeklappt, stehen sogar 1.642 Liter zur Verfügung. Ein in der Testversion Spirit zur Serienausstattung gehörender Gepäckraum-Organisierer, mit dem sich mittels eines Schienensystems unterschiedliche Gepäckstücke und Gegenstände einfach fixieren lassen, ist mehr als nützlich.Topversion Spirit mit PremiumtendenzBereits die Basisversion beinhaltet unter anderem Audiosystem, Multifunktionslenkrad, Zentralverriegelung, elektrisch einstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorn, Bordcomputer und Tagfahrlicht. Bei der von uns gefahrenen Top-Version Spirit gibt es dann zum Beispiel zusätzlich 2-Zonen-Klimaautomatik, Regensensor, Parksensoren hinten, Abbiegelicht, Sitzheizung sowie Fahrer- und Beifahrersitz mit elektrisch einstellbarer Lendenwirbelstütze. Wer noch mehr möchte, kann aus sechs Sonderausstattungspaketen auswählen. Unter anderem Xenon-Scheinwerfer mit adaptivem Kurvenlicht, Spurhaltesystem, elektronische Parkbremse, Reifendruck-Kontrollsystem, Panorama-Dach und vieles mehr. Da befindet man sich schon im Premiumbereich. Man muss sicherlich nicht alles haben, angenehm sind diese kleinen Komfort-Helferlein dennoch.Für den Vortrieb sorgte ein 1,6-Liter-Selbstzünder mit 94 kW/128 PS. Mit einem Drehmoment von 260 Newtonmetern ab 1.900 Umdrehungen verfügt der Sportswagon über mehr als genügend Power. In Verbindung mit der neuen variablen Servolenkung Flex Steer, bei der man drei verschiedene Grade der Lenkunterstützung einstellen kann, und dem gut auf den Motor abgestuften manuellen Sechsganggetriebe erweist sich der Sportswagon auch in voll beladenem Zustand als komfortabler, laufruhiger und gleichzeitig sparsamer Reisewagen.Komfortables FahrverhaltenAuf den Normverbrauch von 4,4 Litern pro 100 Kilometer muss man realistisch aber selbst bei ziviler Fortbewegung anderthalb Liter draufschlagen. Wer sich von der Agilität des Wagens verführen lässt und den Sportswagon sehr flott über kurvenreiche Landstraßen pilotiert, lernt dank des überarbeiteten Fahrwerks und der stark verbesserten Karosserie-Steifigkeit auch die neuen sportiven Fähigkeiten des Kombi schätzen. Der fällige Express-Aufschlag an der Tankstelle hält sich dabei in Grenzen.Derlei Fahrleistungen und jede Menge Komfort haben natürlich auch bei Kia ihren Preis. So kostet der Sportswagon in der Topversion Spirit immerhin ab 22.545 Euro und ist dennoch ein äußerst attraktives Angebot. (Auto-Reporter.NET/Hans H. Grassmann)Daten Kia cee`d Sportswagon1,6 CRDi:Länge x Breite x Höhe (Meter): 4,51 x 1,78 x 1,49Motor (Bauart, Hubraum): Vierzylinder-Turbodiesel, 1.582 ccmMax. Leistung: 94 kW/128 PSMax. Drehmoment: 260 Nm zwischen 1.900 und 2.750 U/minDurchschnittsverbrauch (nach NEFZ, kombiniert): 4,4 l/100 kmCO2-Emission: 116 g/kmBeschleunigung von 0 auf 100 km/h: 11,2 SekundenHöchstgeschwindigkeit: 193 km/hKofferraum: 528 LiterLeergewicht/zul. Gesamtgewicht (kg): 1.420 bis 1.920Basispreis Version Spirit: 22.545 EuroPreis des Testwagens: 24.925 Euro            
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Quelle: auto-reporter.net, 2013-01-28

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