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Testbericht

Fabian Hoberg, 1. März 2011

Während die Serienhersteller ihre politisch korrekten Öko-Fahrzeuge in Genf präsentieren, können die Sportwagenhersteller und Tuner aus dem Vollen schöpfen. Vielleicht liegt es auch an der Kfz-Steuergesetzgebung, dass in der Schweiz Benziner und Sportwagen beliebter sind als Diesel und Massenwaren – ein Dorado also für Nischenhersteller.

Doch auch bei denen ist ein, nun ja, dezent-ökologischer Aspekt zu beobachten: Die Fahrzeuge werden, Karbon sei Dank, immer leichter. Edeltuner Mansory zum Beispiel nimmt sich einen Mercedes McLaren SLS vor und kleidet ihn vollständig mit Karbon-Matten ein. Der Cormeum genannte Supersportwagen erhält aber nicht nur eine Leistungssteigerung auf 485 kW/660 PS, sondern wird auch 90 Kilogramm leichter. Das Fahrzeug ist auf 15 Exemplare limitiert. Audi-Tuner Abt setzt ebenso auf den leichten Werkstoff und veredelt damit unter anderem einen Audi R Spyder an Motorhaube, A-Säule und Heckspoiler.

Das italienische Unternehmen Touring Superleggera baut zusammen mit dem deutschen Hersteller Gumpert das Modell Tornante - mit einem 4,2-Liter-V8 und bis zu 588 kW/800 PS. Das neue Modell besitzt eine extrem leichte Verbundstoff-Karosserie, bestehend aus einem Chrom-Molybdän-Stahlrahmen und einer Karbon-Sicherheitszelle. Der Preis dürfte bei rund 300.000 Euro liegen.

Besonders exklusiv sind die Fahrzeuge der italienischen Supersportwagen-Schmiede Pagani. Der Huayra hat eine Monocoque-Kabine, die von einer elegant geschwungenen Hülle aus Kohlefaser bekleidet wird. Unter der Verkleidung arbeitet ein 6,0-Liter-V12 von Mercedes-AMG mit 515 kW/700 PS. Spitze: 370 km/h, Preis: wohl nicht unter einer Million Euro. In einer ähnlichen Preisregion befindet sich der Koenigsegg Agera R, ein Super-Supersportwagen mit wahnwitzigen 820 kW/1.115 PS und 1.000 Newtonmeter Drehmoment. Damit soll demnächst ein Geschwindigkeitsrekord für Serienfahrzeuge aufgestellt werden. Die Beschleunigungswerte lassen durchaus Positives vermuten: Von 0 auf 100 km/h rennt der Zweisitzer in 2,9 Sekunden, Tempo 200 liegt nach 7,5 Sekunden an.

Die niederländische Sportwagenmanufaktur Spyker wurde im vergangenen Jahr einem breiten Publikum durch den Kauf von Saab bekannt. Doch ebenso spektakulär sind die flotten Zweisitzer, allen voran der C8 Spyder SWB, der von einem 4,0-Liter-V8 mit 294 kW/400 PS angetrieben wird. Damit rennt der fliegende Holländer in 4,5 Sekunden auf Tempo 100, Schluss ist erst bei 300 km/h. Den Verbrauch gibt Spyder zurückhaltend mit 13 Liter auf 100 Kilometer an. Ebenso ein Exot ist der Spano von GTA Motor. Der Sportwagen hat einen 8,3-Liter-V10 mit 820 PS und erreicht nach 2,9 Sekunden die 100 km/h-Grenze. Schluss ist erst bei 350 km/h. Das Modell wird auf 99 Exemplare limitiert und garantiert damit eine zusätzliche Exklusivität.

Auch die Hersteller größerer Serien werden immer sportlicher: Aston Martin stellt seinem eleganten Einstiegsmodell V8 Vantage eine Variante zur Seite. Wichtigste Eigenschaft des neuen V8 Vantage S ist der leistungsgesteigerte 4,7-Liter-V8, der es jetzt auf 321 kW/436 PS bringt. Die Kombination aus stärkerem Motor und verbesserter Aerodynamik kostet mindestens 132.000 Euro und wird ab März als Coupé und Cabrio erhältlich sein.

Ferrari bricht dagegen mit Traditionen. Der FF tritt als Nachfolger des 612 Scaglietti nicht nur mit einer Art Kombiform an, sondern verteilt seine Kraft auch auf vier Räder - und zwar stolze 485 kW/660 PS aus einem 6,3-Liter-V12.

Vorher dankt noch der stolze Stier Murciélago ab und bekommt nach fast zehn Jahren einen Nachfolger. Der Lamborghini Aventador erhält einen 6,5-Liter-V12 mit 515 kW/700 PS, die Kraft wird dabei permanent auf alle vier Räder verteilt. Der Preis liegt bei rund 300.000 Euro. Charakteristisch sind neben den Flügeltüren das kantige Design und die extrem flache Karosserie. Darunter steckt ein Monoque-Chassis. Natürlich aus dem leichten Karbon.


Sportwagenbauer und Tuner feiern auf dem Genfer Salon nicht nur ihre Fahrzeuge, sondern auch sich selbst. Dabei ist ein klarer Trend erkennbar.

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Fazit
Sportwagenbauer und Tuner feiern auf dem Genfer Salon nicht nur ihre Fahrzeuge, sondern auch sich selbst. Dabei ist ein klarer Trend erkennbar.

Quelle: Autoplenum, 2011-03-01

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