Erlebte Taste mit Effekt: Notruf im Auto

Testbericht
Ein Mobiltelefon bei sich zu haben, erweist sich ohne Frage in vielen Situationen als nützlich. Die gelegentliche Erkenntnis, ohne Handy unterwegs zu sein, ist dagegen einigermaßen unbehaglich. Regelrecht verunsichern kann inzwischen der Gedanke, gegebenenfalls nicht spontan telefonieren oder angerufen werden zu können. Es ist schon merkwürdig, wie schnell für unverzichtbar gehalten wird, was es über Generationen hinweg überhaupt nicht gab! An Annehmlichkeiten gewöhnt sich der Mensch schnell. Und so lässt sich durchaus voraussagen, dass jene zwei hilfreichen Tasten im Auto eines Tages nicht mehr wegzudenken sind, mit denen sich auf kürzestem Wege im Pannen- oder Notfall überall und jederzeit Hilfe anfordern lässt. Zu den ersten Automobilmarken, die ihren Modellen nach und nach derartige „Nottasten“ serienmäßig verordneten, gehören Peugeot und Citroën.Allein solche Tasten an Bord zu wissen, ist ein gutes Gefühl. Fortan freilich mag beschäftigen, was wohl passiert, wenn sie gedrückt werden. Auf Tour mit einem Citroën-Testwagen gab es jetzt Veranlassung, von der mit dem Doppelwinkel gekennzeichneten Taste Gebrauch zu machen. Grund war ein ungewöhnlicher Reifenschaden, der sich mit dem Pannen-Set im Kofferraum nicht beheben ließ. Kurz nach Drücken der Taste meldete sich die Leitstelle der Citroën-Assistance. Voraussetzung für die Verbindung zur Leistelle ist das Navi-Drive-System, das zudem ermöglicht, die genaue GPS-Position des Fahrzeugs zu übermitteln. Wichtig ist das vor allem dann, wenn nach einem Unfall die rote SOS-Taste gedrückt wird. Eine präzise Standortbestimmung wird Verunglückten meist nicht möglich sein. Über die Art der Panne war die rund um die Uhr besetzte Leitstelle schnell informiert. Eine Stunde später brachte ein Abschleppdienst das Auto „huckepack“ zum nächstgelegen Citroën-Vertragshändler. Da ein Ersatzreifen, ein „flacher“ Michelin Pilot Sport 225 45 R18, nicht am Lager war, der Tag aber bereits zur Neige ging, veranlasste die Leitstelle gleich noch die Bereitstellung eines Leihwagens. Natürlich wäre in der gegebenen Situation des Reifenschadens auch Hilfe per Handy zu organisieren gewesen. Aber wer hat schon alle Adressen und Rufnummern parat, die in solchem Falle gebraucht würden! Sich per Tastenruck in die Obhut einer erfahrenen und routinierten Leitstelle begeben zu können, verschafft in misslicher Situation nicht zuletzt auch ein wenig moralische Stärkung. (Auto-Reporter.NET/Wolfram Riedel)




























