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Testbericht

Holger Holzer/SP-X, 4. August 2011

„Grün“ gibt sich die Automesse IAA schon seit geraumer Zeit. Doch erst in diesem Herbst sprießt es richtig in Sachen Öko-Auto. Die wichtigsten Saubermänner kommen aus Rüsselsheim, München und Wolfsburg.

An die Spitze der E-Autobewegung setzt sich Opel. Mit dem Debüt des Ampera tritt das erste wirklich auch käuflich zu erwerbende Modell eines deutschen Herstellers an. Der windschnittige Viersitzer im Format des kompakten Opel Astra bringt auch gleich eine pfiffige Lösung für das bekannte Reichweitenproblem mit: den Range-Extender, einen kleinen Benziner, der bei niedrigem Batteriefüllstand während der Fahrt als Generator für Stromnachschub sorgt. So bleibt der Fünftürer nicht nach maximal 80 Kilometern mit leeren Batterien liegen, sondern kommt noch einmal mehr als 400 Kilometer weit. Das dann allerdings nicht mehr emissionsfrei; der Spritverbrauch liegt bei rund 7 Litern.

Mit 111 kW/150 PS Leistung und einer Höchstgeschwindigkeit von 161 km/h muss der Ampera auch die Autobahn nicht meiden. Ein typisches E-Auto-Problem bleibt trotzdem bestehen: der hohe Preis. Mindestens 42.900 Euro werden fällig. Ein bisschen billiger fährt man mit dem technisch identischen Schwestermodell Chevrolet Volt, der ab 41.950 Euro zu haben ist. Beide IAA-Debütanten stehen ab November beim Händler. Im kommenden Jahr bekommt der Ampera bereits Gesellschaft. Dann gibt es auch den Smart Electric Drive nach jahrelangen Feldtests endlich zu kaufen. Der 30 kW/45 PS starke Zweisitzer soll pro Füllung seiner Lithium-Ionen-Akkus rund 115 Kilometer weit fahren können.

Auf den elektrischen VW Up muss man noch ein wenig länger warten. Zwar steht der sauberste Vertreter der neuen Kleinstwagenfamilie auch in Frankfurt, auf den Markt kommt er aber wohl erst 2013. So lange müssen sich umweltinteressierte Kunden mit den konventionell motorisierten Versionen begnügen. Unter diesen ist die Erdgasversion der Verbrauchsstar – mit einem CO2-Ausstoß von deutlich unter 90 Gramm pro Kilometer.

Ebenfalls noch Zukunftsmusik ist der BMW i3. Doch nach langen Entwicklungsjahren in der Top-Secret-Abteilung der Münchner, gibt auf der IAA eine Studie erstmals einen konkreten Ausblick auf die für 2013 erwartete Serienversion. Und BMW setzt dabei gleich ambitioniert neue Standards: Um das hohe Gewicht der Akkus zu kompensieren ist die Karosserie des 3,85 Meter langen Fünftürers aus dem Hightech-Material Karbon gefertigt – extrem teuer, aber auch extrem leicht. Angetrieben wird der Viersitzer über die Hinterräder von einem 170 PS starken E-Motor, der eine Maximalgeschwindigkeit von 160 km/h möglich macht. Die Reichweite soll bei 150 Kilometern liegen. Einen Preis nennt der Hersteller noch nicht, unter 40.000 Euro dürfte aber nichts gehen.

Dem Hybridauto sind Reichweitenprobleme hingegen fremd. Und auch der Preis ist mittlerweile konkurrenzfähig. Doppelmotor-Pionier Toyota zeigt das mit dem Kleinwagen Yaris Hybrid, dem ersten seiner Klasse, der auf kurze Distanz auch rein elektrisch fahren kann. Die Technik stammt vom Prius, wurde aber für den engeren Raum des Yaris modifiziert. Die Preise für das ab Frühjahr erhältliche Modell dürften deutlich unter 20.000 Euro liegen. Mehrere Klassen höher bringt Toyotas Premiumtochter Lexus die Businesslimousine GS Hybrid an den Start. Dort arbeitet der E-Motor mit einem V6-Benziner zusammen, gemeinsam kommen sie auf rund 350 PS und einen Verbrauch von sechs bis sieben Litern.

Bislang fällt es den Benzin-Hybriden in Europa aber schwer, an der Vormachtstellung der Diesel zu kratzen. Der PSA-Konzern arbeitet daher schon seit Jahren an der Kombination beider Welten. In Frankfurt zeigen sich die ersten Früchte in Form gleich mehrerer Diesel-Hybridmodelle. Peugeot zeigt den 508 RXH, eine Offroad-Variante des Mittelklassekombis 508 mit höher gelegtem Fahrwerk und Anbauteilen im Geländewagen-Stil. Dank der neuen Hybridtechnik gibt es sogar Allradantrieb: Denn während ein 120 kW/163 PS starker Diesel wie gewohnt die Vorderräder antreibt, wirkt ein Elektromotor auf die Hinterachse. Die Triebwerks-Kombination macht laut Hersteller einen Verbrauch von nur 4,2 Litern möglich. Und auch das rein elektrische Fahren soll auf kurzen Etappen machbar sein. Die gleiche Technik gibt ihr Debüt in Frankfurt auch in den Crossover-Modellen Peugeot 3008 Hybrid sowie Citroen DS5.

„Zukunft serienmäßig“ lautet das Motto der diesjährigen IAA in Frankfurt. Anders als in den zurückliegenden Messen ist das diesmal mehr als ein Lippenbekenntnis.

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Fazit
„Zukunft serienmäßig“ lautet das Motto der diesjährigen IAA in Frankfurt. Anders als in den zurückliegenden Messen ist das diesmal mehr als ein Lippenbekenntnis.

Quelle: Autoplenum, 2011-08-04

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