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Testbericht

Peter Eck/SP-X, 12. Juni 2010

Der Kleinstwagen-Spezialist Smart bringt die Elektroversion seines derzeit einzigen Modells Fortwo ab Oktober auch in den USA auf den Markt. Insgesamt 250 E-Smart sollen dort an Firmen und Privatleute verleast werden. Weltweit wird die Daimler-Tochter dann von der zweiten Generation seines elektrifizierten Zweisitzers 1.500 Fahrzeuge im Einsatz haben. Schon seit Ende 2009 laufen die ersten mit Lithium-Ionen-Batterien ausgerüsteten Modelle in Deutschland, insgesamt sollen hierzulande 380 Fahrzeuge ausschließlich vermietet werden, in Frankreich gehen 200, in Großbritannien 185 E-Smarts an den Start.

Auch wenn die elektrifizierten Zweisitzer voll einsatzfähig und mit einer offiziellen Reichweite von 135 Kilometern für den Stadtverkehr gut geeignet sind, will Smart mit diesem Projekt vor allem Informationen sammel und lernen. „Wir wollen wissen, wie der Kunde tickt, wie er im Alltag sein Fahrzeug einsetzt“, betont Pitt Moos, der für die Elektromodelle zuständige Smart-Produktmanager. „In den USA wird die Elektrifizierung von Fahrzeugen immer mehr zum Thema, denn man will sich aus politischen Gründen aus der Ölabhängigkeit befreien.“
Vielleicht wird das Leasing der 250 E-Smarts der Marke aber selbst weiterhelfen. Insgesamt haben inzwischen 44.000 Amerikaner dieses für ihre Verhältnisse winzige Fahrzeug gekauft. Allerdings gingen die Verkaufszahlen in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um zwei Drittel auf nur noch rund 2.700 Einheiten zurück. Die Elektroversionen sind daher für die Marke nicht nur eine Investition in eine fernere, sondern auch in die nahe Zukunft. Denn bei Testfahrten in New York reagierten sowohl Fußgänger als auch Fahrer von großen Limousinen und schweren SUV auf den kleinen Stromer ausgesprochen positiv.

In den USA können sowohl Firmen als auch Privatleute das Fahrzeug leasen. Die Konditionen sind dabei relativ günstig. Nach einer Anzahlung von 2.500 Dollar werden 48 Monate lang Monatsraten von 600 Dollar fällig. Ebenso lange läuft die Garantie auf Fahrzeug und Batterie. „Wir rechnen damit, dass rund 80 Prozent der Leasingnehmer Firmen sein werden“, erläutert Pitt Moos. „Für Unternehmen ist das eine Investition in ein umweltfreundliches Image“. Immerhin etwa 50 Amerikaner werden sich den E-Smart privat leisten. Meist, so Moos, seien dies extrem umweltfreundlich eingestellte Menschen. Allerdings müssen die auch das nötige Kleingeld mitbringen, um auf vier Jahre verteilt 31.300 Dollar für den Kleinstwagen aufzubringen. Hinzu kommen noch Kosten für Wartung und den Strom. In Deutschland wird der E-Smart aus Gründen der Praktikabilität nicht verleast sondern vermietet. Hier liegt die Monatsrate bei stolzen 833 Euro, inklusive eines Full-Service über die gesamten vier Jahre. Dafür erhält man einen praktikablen Stromer, der sich über jede Steckdose leicht aufladen lässt. Die Leistung beträgt 20 kW/27 PS kann aber für die Dauer von zwei Minuten auf 30 kW/41 PS gesteigert werden. Der E-Smart wiegt 150 Kilogramm mehr als der normale Fortwo. Das Mehrgewicht macht sich bei der Fahrt natürlich bemerkbar, der ohnehin nicht gerade komfortabel gefederte Smart gibt Informationen über schlechte Fahrbahnen so noch ungenierter an Fahrer und Passagier weiter. Dafür ist der Zweisitzer beim Ampelspurt praktisch unschlagbar: 6,5 Sekunden für den Spurt auf 80 km/h sind ein sehr respektabler Wert. In New York sahen auch leistungsstarke Limousinen mit V8-Motor unter der Haube zumindest auf den ersten 50 Metern alt aus.

Allerdings: Im Verkehrsgewühl der großen Städte treffen sich alle Fahrzeuge, ganz gleich ob groß oder klein, oder ob mit Diesel-, Benzin- oder Elektroantrieb motorisiert, sowieso an der nächsten roten Ampel wieder. Im E-Smart kann man die Stadtfahrt zumindest relativ umweltschonend erledigen. Im deutschen Strommix mit seinem relativ geringen Anteil an CO2-armen Atomstrom liegt der CO2-Ausstoß bei recht hohen 60 Gramm, in Frankreich wird er deutlich geringer sein. Zum Vergleich: Der Smart Fortwo mit Dieselantrieb ist mit einem Ausstoß von 86 Gramm per Kilometer derzeit das CO2-ärmste Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.


Für Smart und sein Mutternunternehmen Daimler ist der E-Smart eine Art Speerspitze in Richtung Elektromobilität. Denn die Konkurrenz schläft nicht: Mit dem Mitsubishi i-MiEV und dessen Schwestermodellen Peugeot iOn und Citroen C-Zero kommt noch in diesem Jahr eine kleine Armada von Elektro-Kleinwagen auf den Markt, die immerhin über vier Sitzplätze verfügen. Mit dem Nissan Leaf und dem Renault Fluence bringt die französisch-japanische Allianz zudem im nächsten Jahr veritable Mittelklasse-Stromer. Und ab 2013 schaltet mit Volkswagen auch der größte europäische Autohersteller den Strom ein, dann kommt die Elektro-Version des Golf. Bis dahin ist es aber auch bei Smart weitergegangen. Schon 2012 soll die nächste Generation des Elektro-Fortwo auf den Markt kommen, dann in wesentlich größerer Auflage und für fast alle 40 Länder, in denen die Marke vertreten ist. Peter Eck/SP-X
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SP-X/New York. Der Kleinstwagen-Spezialist Smart bringt die Elektroversion seines derzeit einzigen Modells Fortwo ab Oktober auch in den USA auf den Markt. Insgesamt 250 E-Smart sollen dort an Firmen und Privatleute verleast werden.

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Fazit
SP-X/New York. Der Kleinstwagen-Spezialist Smart bringt die Elektroversion seines derzeit einzigen Modells Fortwo ab Oktober auch in den USA auf den Markt. Insgesamt 250 E-Smart sollen dort an Firmen und Privatleute verleast werden.

Quelle: Autoplenum, 2010-06-12

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