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Testbericht

Elfriede Munsch/SP-X, 23. Februar 2018
Erst laden, dann fahren: Renault baut sein Elektrofahrzeugportfolio aus und bringt mit dem Master Z.E. eine batterieelektrische Variante seines Transportes auf den Markt. Er ist für die so genannte letzte Meile gedacht, richtet sich also besonders an KEP-Dienste (Kurier-, Express- und Paketzusteller) oder Handwerker, die innerstädtisch unterwegs sind und zum Beispiel Fahrverbote oder Durchfahrtsbeschränkungen für Dieselfahrzeuge vermeiden wollen. Für den Vortrieb sorgt ein Elektromotor mit 57 kW/76 PS. Wie der kleine Stadtlieferwagen Kangoo Z.E. verfügt auch der Master Z.E. über eine 33 kWh starke Lithium-Ionen-Batterie. Sie ist beim großen Transporter unter den Vordersitzen untergebracht, hat daher keine Auswirkungen auf das Ladevolumen. Je nach Aufbau und Zuladung des Nutzfahrzeugs reicht der Akku für eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern gemäß NEFZ. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 3,1 Tonnen. Ab April nimmt der elektrische Transporter zunächst bei ausgewählten Großkunden zu Preisen ab 59.900 Euro netto (71.300 Euro brutto) seine Arbeit auf. Ende des Jahres startet der normale Verkauf. Im Preis sind die Batterien inklusive. Ein Leasingkauf der Energiespender ist zunächst nicht angedacht. Für den Stadtverkehr soll der E-Motor, der 225 Nm mobilisiert und bei Tempo 100 abgeregelt ist, reichen. Auf Wunsch kann die Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h limitiert werden. An einer Wallbox dauert es bis zu neun Stunden bis der Akku wieder komplett aufgeladen ist. Im Alltag dürfte die Reichweite des elektrischen Transporters bei etwa 120 Kilometern liegen. Fahrern und Flottenbetreibern offeriert Renault Werkzeuge, damit sie Reichweite und Ladepunkte immer im Blick haben. Mittels „My Z.E. Connect“ kann man sich jederzeit über den aktuellen Ladezustand, den Ladeverlauf sowie die verbleibende Ladedauer und Reichweite vom PC, Smartphone oder Mobiltelefon aus informieren. „Z.E. Trip“ zeigt öffentliche Ladepunkte an und übernimmt die Navigation dorthin. Praktisch ist die App „Z.E. Pass“: Sie ermöglicht bargeldloses Stromtanken an mehr als 80 Prozent der öffentlichen Ladepunkte in Europa. Angeboten wird der E-Transporter als Kastenfahrzeug oder als Plattformgestell für Aufbaulösungen. Der Kasten steht in drei Längen (L1: 5,05 Meter, L2: 5,55 Meter und L3: 6,20 Meter) und zwei Höhen (H1: 2,29 Meter und H2; 2,49 Meter) zur Wahl. Außerdem ermöglichen drei Radstände (3,18, 3,68 und 4,33 Meter) sowie zwei Innenraumhöhen (1,70 und 1,89 Meter) viele Individualisierungsmöglichkeiten. Das Laderaumvolumen variiert je nach Länge und Höhe zwischen acht und 13 Kubikmeter, die Zuladung beträgt zwischen 975 und 1.128 Kilogramm. Damit liegt der Franzose auf dem Niveau, das auch VW und Mercedes für ihre Ende 2018 beziehungsweise 2019 debütierenden Elektro-Transporter ankündigen. Neben dem Kasten, für den sich in Deutschland wohl 80 Prozent aller Kunden entscheiden werden, ist das Plattformgestell in den Varianten L2H1 und L3H1 bestellbar und erlaubt Aufbauten bis 3,31 beziehungsweise 4,58 Meter Länge. Als Kofferraufbau sind bis zu 22 Kubikmeter Laderaumvolumen und eine Nutzlast von bis zu 1.377 Kilogramm möglich.Renault elektrifiziert den Transporter Master, so dass auch bei innerstädtischen Fahrverboten weiterhin viele Pakete zum Kunden ausgeliefert werden können.
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Fazit
Renault elektrifiziert den Transporter Master, so dass auch bei innerstädtischen Fahrverboten weiterhin viele Pakete zum Kunden ausgeliefert werden können.

Quelle: Autoplenum, 2018-02-23

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