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Testbericht

Günter Weigel/SP-X, 7. März 2012

Mit dem Yaris Hybrid bringt Toyota die Technik des Prius in die Kleinwagenklasse. Die Systemleistung von 74 kW/100 PS ist etwas geringer als die seiner Verwandten Auris und Prius. Dies wird aber kompensiert durch das geringere Gewicht. Während die Techniker das Prinzip des Antriebs unangetastet ließen, wurden die einzelnen Komponenten den Erfordernissen des kleineren Fahrzeugs angepasst. So wiegt der 1,5-Liter Benziner rund 16,5 Kilogramm weniger als der Vierzylinder im Prius. Zudem ist er etwas kürzer.

Das gesamte Hybridsystem aus Batterie, Konverter, Steuergerät und Planetengetriebe speckte 41 Kilogramm ab, was einer Reduzierung von 20 Prozent gegenüber dem Antrieb des Auris gleichkommt. Das Planetengetriebe allein wiegt 11 Kilogramm weniger als das des Prius.

Weil sich die Kunden des Auris Hybrid über das eingeschränkte Kofferraumvolumen beklagt hatten, kümmerten sich die Techniker besonders um die Batterie des Yaris. Auch sie wurde um 11 Kilogramm leichter. Statt 168 kommen nunmehr 120 Zellen zum Einsatz, der Platzbedarf sank um ein Fünftel. In der Folge passte der Akku unter die Rücksitzbank und beeinträchtigt das Stauvolumen nicht. An der Möglichkeit, kürzere Strecken bis 2 Kilometer rein elektrisch zurückzulegen ändert die reduzierte Anzahl der Zellen nichts. Das kleinere und leichtere Fahrzeug benötigt eben weniger Energie. Mit einem Normverbrauch von 3,5 Litern und CO2-Emissionen von 79 Gramm unterbietet der Yaris seine größeren Konzernbrüder um fast einen halben Liter.

Anders als beim Prius Plug-in oder bei der europäischen Version des Vans Prius + kommt im Yaris die bekannte Nickelmetallhydrid-Batterie zum Einsatz. Gerald Killmann, europäischer Entwicklungschef von Toyota, erklärt diese Maßnahme mit der Produktionsroutine und den tatsächlichen Anforderungen des Autos. Für ein herkömmliches Hybridmodell sei diese Batterie die wirtschaftlichste Art der Stromspeicherung. Die Möglichkeiten einer Lithium-Ionen-Batterie, schneller mehr Strom speichern zu können, wären eher bei Modellen notwendig, die längere Strecken rein elektrisch zurücklegen müssten oder sehr wenig Bauraum für die Batterie erübrigen könnten. Im Yaris Hybrid, der im preissensiblen Kleinwagensegment antrete, sei die wirtschaftlich und technisch beste Lösung der Nickelmetallhydrid-Akku, der in Millionenauflage produzierbar sei.

Toyota strebt in Deutschland und in Europa einen Hybridanteil von 20 Prozent an. Das gilt auch für den Yaris. Deshalb bietet das Unternehmen den Hybrid mit einem Einstiegspreis von 16.950 Euro ausstattungsbereinigt sogar günstiger an als den Diesel. Dieser kostet in der Basisversion allerdings absolut 620 Euro weniger, hat aber keine Klimaautomatik und keine Getriebeautomatik an Bord.

Es gibt Marken, die verzichten bei Kleinwagen in der Basisausstattung auf ESP, weil die Kunden die relativ kleinen Preisaufschläge nicht akzeptieren. Toyota geht einen anderen Weg und bringt nun eine eher teure Technik in Europas wichtigstes Segment.

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Fazit
Es gibt Marken, die verzichten bei Kleinwagen in der Basisausstattung auf ESP, weil die Kunden die relativ kleinen Preisaufschläge nicht akzeptieren. Toyota geht einen anderen Weg und bringt nun eine eher teure Technik in Europas wichtigstes Segment.

Quelle: Autoplenum, 2012-03-07

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