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Testbericht

Peter Eck/SP-X, 18. Januar 2018

Elektromobilität hin, autonomes Fahren her: Die Zukunft der Mobilität mag ökologisch korrekt, verkehrstechnisch geboten und vielleicht sogar hoch-spannend sein, für glänzende Männeraugen sorgt sie wohl nur selten. Dafür ist in Deutschland und dem Rest von West- bis Mitteleuropa immer noch ein starker Benzinmotor zuständig. Da passt es doch prima, dass Volkwagen seine GTI-Familie jetzt nach unten ausbaut. Während es in der Golf-Klasse seit einiger Zeit Richtung 250 PS und darüber hinaus geht und auch ein Polo GTI schon auf 200 PS kommt, begnügt sich der neue Up GTI mit vergleichsweise und auf den ersten Blick bescheidenen 85 kW/115 PS. Weniger bescheiden ist der Grundpreis von knapp 17.000 Euro, der sich mit ein paar Extras locker auf über 20.000 Euro treiben lässt.

Nicht gerade wenig Geld für einen 3,60 Meter langen Winzling mit zwei Türen und einer Heckklappe (zwei weitere Türen kosten bereits 450 Euro Aufpreis). Dafür macht der Muskel-Mini durchaus was her: Die um 1,5 Zentimeter tiefer gelegte Karosserie, 17-Zoll-Alus und das verchromte Auspuffrohr mit Heckdiffusor reichen schon, um dem Up deutlich mehr optische Dynamik zu verleihen. Innen sorgen rote Applikationen am Armaturenbrett, ein GTI-Schaltknauf für das Sechsgang-Handschaltgetriebe, ein sportliches Lenkrad sowie natürlich Sitze mit Karo-Muster für passendes Feeling. Zur Ausstattung zählten zudem stets eine Klimaanlage und elektrische Fensterheber.

Für den Antrieb steht eine neue Ausbaustufe des 1,0-Liters zur Verfügung, der Dreizylinder kommt im Up schon mit 60, 75 und 90 PS Leistung zum Einsatz. Ein Sportfahrwerk soll dafür sorgen, dass die Kraft der jetzt 115 Pferdestärken mit viel Spaß auf die Straße gebracht wird. Dann allerdings wird sich der Normverbrauch von knapp fünf Litern wohl kaum halten lassen und die Reichweite wegen des nur 35 Liter fassenden Tanks schnell sinken.

Natürlich ist der GTI-Up mehr als nur ein Angebot an Mini-Fans mit Macho-Manieren. Vor allem dient er VW dazu, das immerhin schon seit sieben Jahren verkaufte kleinste Modell der Marke frisch und interessant zu halten. Es ist ja in der Branche durchaus üblich, gegen Ende eines Modellzyklus besonders emotionale Versionen nachzuschieben. Auch der Bonsai-Bolide wird sicher seine Fans finden. Denn für einen Up ist er zwar ziemlich teuer, für einen GTI andererseits aber noch recht günstig.


VW Up GTI – Technische Daten:
Drei- oder fünftüriger Kleinstwagen; Länge: 3,60 Meter, Breite: 1,65 Meter, Höhe: 1,48 Meter, Radstand: 2,41 Meter, Kofferraumvolumen: 251 Liter
1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner, 85 kW/115 PS, maximales Drehmoment: 200 Nm bei 2.000 – 3.500 U/min, 0-100 km/h: 8,8 s, Vmax: 196 km/h, Normverbrauch: 4,8 Liter je 100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 110 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: D, Preis: ab 16.975 Euro

Kurzcharakteristik: Warum: kleiner Sport-Spaß im kleinen Auto zum kleinen Preis Warum nicht: na ja, für einen Kleinstwagen ist er dann doch nicht so günstig Was sonst: ein Up mit 90 PS geht auch gut und ist fast 4.500 Euro günstiger        

Teuer für einen Up, aber günstig für einen GTI. Mit einer 115-PS-Version will Volkswagen sein kleinstes und immerhin schon seit sieben Jahren angebotenes Modell frisch halten.

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Fazit
Teuer für einen Up, aber günstig für einen GTI. Mit einer 115-PS-Version will Volkswagen sein kleinstes und immerhin schon seit sieben Jahren angebotenes Modell frisch halten.

Quelle: Autoplenum, 2018-01-18

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