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Testbericht

Stefan Grundhoff, 4. November 2009
Ein neues Modell aus dem Hause Smart lässt wohl noch länger auf sich warten. Zumindest als Einzelstück gibt es bereits einen Smart-Kleinlaster. Den Smart Cargo von Sascha Gerstmayer.

Wo auch immer Sascha Gerstmayer mit seinem Smart Cargo auftaucht, sammeln sich Menschenmassen. Einen Dreiachser des Winzlings aus Hambach hat noch nie einer mit eigenen Augen gesehen. „Ich habe über vier Jahre an dem dreiachsigen Smart gebastelt“, erzählt Gerstmayer stolz, „ich wollte eben einen Smart wie keinen. So bin ich auf die Idee mit dem Dreiachser gekommen.“ Wo der sympathische Karosseriemeister aus Burgau mit seinem silbernen Spielmobil auch vorfährt, gibt es Szenenapplaus. Jung und alt, groß und klein, Städter oder Landei glotzen sich nach dem Mega-Smart mit dem Kennzeichen GZ – NI 1 die Augen aus. Anfassen, reinsetzen und bestaunen.

Ab einen Smart Fortwo hat man sich längst gewöhnt. Doch einen Smart Pick-Up mit drei Achsen, LKW-Zulassung und Breitreifen ist so dezent wie ein weißer Elefant im Stau auf der Autobahn. „Ich bin großer Pick-Up-Fan. Schon immer gewesen. Und nach der Lehre hat doch jeder einen Traum, etwas Ungewöhnliches zu bauen“, lacht der Burgauer, „so habe ich mich an meinen Smart Cargo gemacht. Hier steht er.“ Das Ergebnis ist ein absoluter Renner und bei dem ehemals silber-schwarzen Smart Fortwo blieb nichts so wie es einmal war. Der Motor wanderte nach hinten unter die wasserdicht ausgekleidete Ladefläche, die Hinterachse wurde einfach gedoppelt und die Tridion-Sicherheitszelle durch aufwendige Schweißarbeiten nach hinten verlängert. Auf der Ladefläche können so Lasten bis 250 Kilogramm transportiert werden. Das Leergewicht des Smart Cargo liegt bei 990 Kilogramm.

Schon seit längerem hatte Sascha Gerstmayer die Idee mit dem Smart Pick Up. Doch was sich zunächst einfach anhört, dauerte mehr als ein dreiviertel Jahr an Vorbereitung und Planung. Insgesamt gingen fast vier Jahre ins Land, ehe der Smart Cargo fertig war. „Besonders schwierig war die Verlängerung der Sicherheitszelle nach hinten und der Bau der Ladefläche selbst“, erzählt der Bayer, der nach der erfolgreichen Fertigstellung gleich noch einen stimmigen Anhänger für Ersatzteile kreierte.

Wenn Sascha Gerstmayer mit seinem Smart-Laster nebst Gespann zum Panneneinsatz ausrückt, glauben die liegen gebliebenen Autofahrer ihren Augen kaum zu trauen. Sascha Gerstmayer: „Allein die Materialkosten des Fahrzeugs liegen bei 40.000 bis 50.000 Euro. Dazu kommen mehr als 2.000 Stunden Bauzeit. Bezahlen kann das einem keiner.“ Doch ans Verkaufen denkt er sowieso nicht. Zu viel Mühen hat Gerstmayer in die Verwirklichung seines automobilen Traumes gesteckt, Tage und Wochenende geopfert, ehe der eigene Traumwagen in der Garage glänzte.

Damit sein Dreiachser nicht zum reinen Ausstellungsstück verkommt, hatte der Autobastler den örtlichen TÜV gleich zu Beginn der Planungen mit ins Boot geholt. „Die Gutachter haben mir erzählt, worauf ich achten soll, damit ich später auch keine Probleme bei der Abnahme bekomme. Ich habe jeden noch so kleinen Schritt auf Fotos festgehalten. Als der Wagen fertig war, habe ich ihn unlackiert noch einmal bei den Prüfern vorgeführt“, erzählt Sascha Gerstmayer nicht ohne Stolz. Hier wurde eifrig genickt und applaudiert, der Wagen später in strahlendem Silber lackiert und ist schon seit zwei Jahren im Alltagseinsatz. Zuletzt sicherte sich Gerstmayer bei der Schönheitskonkurrenz der Smart Times in Zell am See Platz eins in der Kategorie Design und Ästhetik. Eine entsprechende Leistungssteigerung macht dem Dieselgespann auch an Steigungen und auf der Autobahn Beine. Doch beim Tempo 135 ist Schluss.
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Quelle: Autoplenum, 2009-11-04

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