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Testbericht

Matthias Knödler, 18. Februar 2011

Nein, der graue Sportwagen mit der markanten Motorhaube ist kein Mercedes-Prototyp. Aber obwohl dort das Logo der Edelschmiede Carlsson prangt, könnte man sich im Kühlergrill des Supersportwagens C25 auch den Mercedes-Stern vorstellen. Tatsächlich ist der Look des Sportwagens auch der ganz persönliche Vorschlag des Designers Rolf Schepp für eine Fortentwicklung der Mercedes-Formensprache für das oberste Segment.

Der C25 nutzt die Plattform des SL - genau genommen, eines SL 65 AMG. Und damit ist bereits die Grundlage für überragende Fahrleistungen gelegt. Carlsson kitzelt nochmals mehr Leistung aus dem 6,0-Liter-V12-Biturbo, nämlich stolze 554 kW/753 PS. Und während das Ausgangsmodell bei 250 bzw. optional 300 km/h abgeregelt wird, legt Carlsson noch einmal ein ansehnliches Quantum drauf: der C25 läuft bei Bedarf 352 km/h schnell. Die 100-km/h-Marke wird nach nur 3,7 Sekunden passiert. Dabei ist der Zweisitzer mit einem Durchschnittsverbrauch von 14 Litern pro 100 Kilometer naturgemäß kein Sparwunder - obwohl es Carlsson vor allem dank Kohlefaser-Technik gelungen ist, das Gewicht des SL 65 AMG um 180 Kilogramm zu unterbieten.

Das Cockpit wurde erheblich modifiziert; es ist jetzt dem Fahrer zugewendet. Das Ganze ist tadellos verarbeitet, so dass kein Klappern oder Knarzen das akustische Erlebnis stört. Denn die Klangkulisse des bassig grollenden V12 sucht ihresgleichen.

Auf der Straße wirkt der C25 trotz seiner knapp 2 Tonnen leichtfüßig; er lässt sich mit seiner präzisen Servolenkung spielerisch dirigieren - und per Gasstoß in einen sauberen Drift bringen. Unkundigen Fahrern ist besonders bei nasser Straße ein sehr verhaltener Umgang mit dem Gaspedal anzuraten.

Carlsson will 25 Einheiten des 510.510 Euro teuren C25 bauen - in jedem Land soll es nur einen geben. Das Exemplar für Deutschland kann noch bestellt werden.

Im saarländischen Merzig entsteht einer der anspruchsvollsten Supersportwagen unserer Zeit. Als Basis dient ein alter Bekannter.

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Fazit
Im saarländischen Merzig entsteht einer der anspruchsvollsten Supersportwagen unserer Zeit. Als Basis dient ein alter Bekannter.

Quelle: Autoplenum, 2011-02-18

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