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Testbericht

Holger Holzer/SP-X, 31. Januar 2017

Ruhigen Gewissens auch zur letzten Ruhe: E-Auto-Fans und Öko-Aktivisten steht in Großbritannien nun ein elektrisch betriebener Leichenwagen zur Verfügung. Das Beerdigungsunternehmen „Leverton and Sons“ bietet für die Fahrt zum Friedhof einen zum Leichenwagen umgebauten Nissan Leaf an.

Entwickelt und gebaut hat das alternative Transportmittel die 2011 gegründete Firma „Brahms Electric Hearses“. Die elektrisch ausfahrbare Abstellfläche für den Sarg nimmt die komplette linke Fahrzeugseite ein – vom Armaturenbrett bis zur Heckklappe. Die Türen des Beifahrers und seines Hintermanns wurden durch eine transparente Kunststofffläche ersetzt, die einen Blick in das Fahrzeug erlaubt. Dem Unternehmen zufolge wählen Kunden den E-Leichenwagen nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus ästhetischen Gründen.

Angeboten wird die Fahrt zu Friedhöfen im Umkreis von rund 135 Kilometern um London – also im Bereich der Reichweite des E-Mobils. Für weitere Strecken empfehlen „Leverton and Sons“ ihren klassischen Daimler-Leichenwagen. Der allerdings kommt teurer: Während die Fahrt im Leaf ab 300 Pfund (350 Euro) zu haben ist, werden für die umgebaute Edel-Limousine 315 Pfund (366 Euro) fällig. Wer es ganz klassisch und ebenfalls ökologisch korrekt will, bucht für 1.200 Pfund (1.400 Euro) ein Pferdegespann.

In Deutschland hätte der Leaf-Leichenwagen wohl keine Chance. Die Verordnung zur Durchführung des Bestattungsgesetzes schreibt vor, dass der Laderaum des Leichenwagens umschlossen, verschließbar und vom Fahrerraum getrennt sein muss. Im umgebauten Nissan würde der Platz dafür nicht ausreichen.

Wer auch über den Tod hinaus auf die Umwelt achten möchte, kann seine sterblichen Überreste nun mit einem besonders sauberen Leichenwagen zur letzten Ruhe chauffieren lassen. Wo? Natürlich dort, wo man für Skurrilität von jeher einen besonderen Sinn hat.

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Fazit
Wer auch über den Tod hinaus auf die Umwelt achten möchte, kann seine sterblichen Überreste nun mit einem besonders sauberen Leichenwagen zur letzten Ruhe chauffieren lassen. Wo? Natürlich dort, wo man für Skurrilität von jeher einen besonderen Sinn hat.

Quelle: Autoplenum, 2017-01-31

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