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Testbericht

Wolfram Nickel/SP-X, 25. Juli 2016

Vor 60 Jahren war es deutlich leichter als heute, legal durch Dünen- und Strandterrains zu fahren. In der goldenen Ära von San Remo und Saint Tropez waren nicht nur die Gesetze lässiger, sondern auch die Autos. Denn Mitte des vergangenen Jahrhunderts war die Zeit des Beach-Mobils.

Sommer 1956 an der Riviera: Den Multimillionären, die auf ihren Mega-Yachten durchs Mittelmeer kreuzten, fehlte es an nichts. Außer vielleicht an einem schicken automobilen Beiboot für den Land- bzw. Strandgang, wie der legendäre Automobildesigner Pininfarina und Gianni Agnelli, der Enkel des Fiat-Gründers Giovanni Agnelli, fast zeitgleich feststellten. Gefragt war ein kleiner, verführerischer und doch praktischer Hingucker, ganz so wie der gerade in Mode gekommene Strand-Bikini. Pininfarina präsentierte deshalb in Paris den Fiat 600 Eden Roc. Der als vollkommen offenes Cabrio - ohne Türen und Verdeck - konzipierte Kunststoffflitzer sollte die Schönen und Reichen zum Beachclub chauffieren. Dagegen animierte Agnelli die Carrozzeria Ghia zum Bau der fröhlichen Fiat 500 und 600 Jolly, die bis nach Amerika Sand aufwirbelten.

Die automobilen Motorboote für die Meeresküste wurden schnell zum Trendfahrzeug, nicht nur der Schönen und Reichen. So kamen 1959 die deutschen Amphicars – mit denen man vom Strand auch gleich ins Wasser fahren konnte – auf den Markt. In den folgenden Jahren gesellten sich weitere Modelle wie Mini Moke, Citroen Méhari, Renault 4 und Rodeo dazu, die zusätzlich als Nutzfahrzeuge dienten. Letztlich brillierten sie aber ebenfalls als Lieblinge des Jetsets und als unkonventionelle Spaßmobile, so wie die in den 1960er-Jahren ansteigende Flut der Buggys auf VW-Käfer-Basis.


Beflügelt wurde der Bau der maritimen Minis durch das seit Anfang der 1950er Jahre aufkommende Fiberglas. Leichtgewichtige und rostresistente Plastikkarosserien ließen sich nun billig produzieren und auch über Kleinstwagenchassis stülpen. Weshalb die spaßigen Strandautos schnell nicht nur von den großen Blechauto-Herstellern kamen, sondern auch von anderen Micro-Car-Produzenten.

Nachdem Cabriolets in den 1980er Jahren fast ausstarben und auch Strandautos bis auf kleine Geländegänger wie den Suzuki LJ (Eljot) selten wurden, besannen sich um die Jahrtausendwende viele Marken der emotional aufgeladenen Beachcars. Meist blieb es bei Concept Cars wie dem Seat Marbella Playa. Einige gingen aber auch in Serie. Etwa der Subaru Baja, ein Allrad-Pick-up für Surfer und Beachcomber. Ein Hype blieb jedoch aus. Ob dieser heute von gerade erschienenen Modellen wie Citroen E-Méhari und Volkswagen Beetle Dune wieder losgetreten werden kann?

Die Strandautos VW Buggy und Citroen Méhari kennt noch heute jeder. Doch es gab noch viel mehr Spezialmodelle für die Fahrt ans Meer. Die ersten kamen aus Italien.

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Fazit
Die Strandautos VW Buggy und Citroen Méhari kennt noch heute jeder. Doch es gab noch viel mehr Spezialmodelle für die Fahrt ans Meer. Die ersten kamen aus Italien.

Quelle: Autoplenum, 2016-07-25

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