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Testbericht

Holger Holzer/SP-X, 14. März 2017

Fast zwei Drittel aller weltweit verkauften Premium-Pkw tragen ein deutsches Logo. Mit knapp 2,1 Millionen Neuzulassungen war Mercedes im vergangenen Jahr wieder die Nummer eins auf dem Markt für besonders hochwertige Modelle. Damit endet die gut ein Jahrzehnt lang währende Dominanz von BMW früher als erwartet.

Die Münchner müssen sich mit gut zwei Millionen verkauften Autos knapp hinter den Stuttgartern einreihen, auf Rang drei folgt Audi mit 1,9 Millionen Fahrzeugen. Aus Mercedes-Sicht dürfte das die angestammte, traditionelle Rollenverteilung sein: zuerst der Erfinder des Autos, dann die Sportler aus München und zum Schluss die Neuen aus Ingolstadt. Mit der Realität hatte das in den vergangenen Jahren nicht immer etwas zu tun: Mercedes war nach der Fusion mit Chrysler in eine Premium-Krise gerutscht. Zeitweise musste Mercedes sogar Audi passieren lassen.

Seit dem Frühjahr 2013 hatte Mercedes jedoch wieder Rückenwind. Die neue S-Klasse und die in relativ kurzem Abstand folgenden Modelle der C- und E-Klasse konnten bei Anmutung, Qualität und technischem Anspruch wieder überzeugen. BMW und Audi haben vorerst das Nachsehen. Doch bei den beiden Herausforderern stehen wichtige Modellneuheiten an, die für neuen Schwung sorgen könnten. So dürfte Audi noch im laufenden Jahr die neuen Generationen von A6, A7 und A8 vorstellen, bei BMW steht für das kommende Jahr die Neuauflage der 3er- und 4er-Reihe an.

Unabhängig davon, wer gerade vorne liegt hat der Dreikampf der deutschen Marken für die Mitglieder des Trios positive Folgen: Die Konkurrenz wird deutlich auf Abstand gehalten. Gemeinsam beherrschen die Deutschen 63 Prozent des weltweiten Premiummarktes. Mit großem Abstand auf Rang vier folgt der vor allem in den USA starke Toyota-Ableger Lexus mit einem Marktanteil von 7 Prozent. Dahinter finden sich Volvo (6 Prozent), Land Rover (5 Prozent), Mini (4 Prozent) und Cadillac (3 Prozent). Fast schon winzig wirken neben den großen Drei die anderen Premiummarken wie Porsche, Infiniti, Acura, Jaguar, Lincoln, Tesla, DS, Alfa Romeo, Maserati und Genesis. Insgesamt wurden 2016 weltweit rund 9,5 Millionen Premiumfahrzeuge verkauft. Das entspricht einem Anteil von rund 10 Prozent am gesamten Pkw-Markt.

Weit mehr als ein Dutzend große Premiumhersteller gibt es in der Autowelt. Wirklich eine Rolle spielen aber nur drei Deutsche.

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Fazit
Weit mehr als ein Dutzend große Premiumhersteller gibt es in der Autowelt. Wirklich eine Rolle spielen aber nur drei Deutsche.

Quelle: Autoplenum, 2017-03-14

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