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Testbericht

Holger Holzer/SP-X, 20. Juni 2011

Der Papst kümmert sich um die Erhaltung der Schöpfung. Bei seinem anstehenden Deutschlandbesuch wird sich Benedikt XVI. erstmals in einem Papamobil mit Hybridantrieb den Gläubigen zeigen. Das noch streng geheime Fahrzeug wird laut einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ zurzeit von Mercedes entwickelt. Als Basis dient die neue Generation des SUV-Modells ML.

Rund 30 Kilometer soll der gepanzerte Allrader im reinen Elektrobetrieb zurücklegen können. Als Reserve kann das Papamobil aber auch auf einen Verbrennungsmotor zurückgreifen. Ein reines E-Mobil kam dem Bericht zufolge nicht in Frage, unter anderem, damit der Papst im Fall eines Anschlags fluchtfähig bleibt.

Das neue Papst-Auto ist das erste mit Öko-Antrieb, aber bei weitem nicht das erste Papa-Mobil. Populär gemacht hat die fahrende Hochsicherheits-Vitrine Johannes Paul II. Anders als seine Amtsvorgänger legte er hohen Wert auf die Nähe zu den Gläubigen. Da er als Stellvertreter Gottes auf Erden in einem normalen Cabrio Terroristen ein leichtes Ziel bieten würde und er in einer Panzer-Limousine kaum zu erkennen gewesen wäre, ertüftelte Mercedes ein Spezialfahrzeug.

Basis des ersten richtigen Papamobils, war der Geländewagen Mercedes G, der nach dem Anschlag von 1981 zum Standard-Fahrzeug für öffentliche Auftritte wurde. Der Allradler bekam ein spezielles Getriebe verpasst, dass eine konstante Fahrt bei niedrigem Tempo ermöglicht. Hinter dem Fahrer montierte man einen erhöhten Sitz, der von einer Panzerglas-Kuppel umschlossen war. Perlmuttfarbener Lack sollte für schlichte Eleganz sorgen. Lange Jahre war der Papst-Mercedes bei jedem Auslandsaufenthalt des Heiligen Vaters dabei. Mittlerweile hat die G-Klasse als Basis ausgedient, stattdessen wird die komfortablere M-Klasse genutzt.

Auch andere Hersteller bauten in der Folge Papamobile, um dem Papst bei Staatsbesuchen auch selbst ein angemessenes Fahrzeug zur Verfügung stellen zu können. Rund 60 verschiedene Modelle soll es weltweit geben. Zu den bekanntesten zählen diejenigen auf Basis des Range Rover oder des VW Amarok. Doch der Papst fuhr auch schon Ferrari (allerdings ohne Glaskäfig) oder Cadillac DeVille (mit Thron anstelle der Rückbank). Das Kennzeichen war jedoch in der Regel immer dasselbe: SCV 1. Die Buchstaben stehen dabei für „Status Civitatis Vaticanae“ (Vatikanstaat), die „1“ für das Staatsoberhaupt.

Neben den klassischen Glaskasten-Mobilen lässt sich der Papst auch in anderen Autos chauffieren. Für die Audienzen auf dem Petersplatz etwa kommt häufig ein Fiat Campagnola zu Einsatz, für Fahrten innerhalb der Vatikanstadt ein Lancia Thesis Jubileo, den bereits Johannes Paul II. nutzte. Die privaten Auto-Vorlieben von Benedikt XVI. sind ebenfalls bekannt: Als er noch Joseph Ratzinger hieß und den Posten eines Kardinals innehatte, fuhr der aktuelle Petrus-Nachfolger einen vergleichsweise profanen VW Golf IV.

Seit rund 30 Jahren gehört es zum Papst wie Hirtenstab und Fischerring: das Papamobil. Die neueste Auflage soll im Elektrobetrieb an den Gläubigen vorbeirollen.

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Fazit
Seit rund 30 Jahren gehört es zum Papst wie Hirtenstab und Fischerring: das Papamobil. Die neueste Auflage soll im Elektrobetrieb an den Gläubigen vorbeirollen.

Quelle: Autoplenum, 2011-06-20

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