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Testbericht

Alexandra Felts/SP-X, 6. März 2012

Ob Roding wohl zum bayerischen Maranello avanciert? Denn so heißt ein kleiner Ort in der Oberpfalz und so nennt sich auch ein High-Tech-Sportwagen, der dort jetzt nach seiner Weltpremiere auf dem Genfer Automobilsalon auf Bestellung gebaut werden wird. Vor knapp fünf Jahren entstand bei Robert Maier und seinen ehemaligen Studienkollegen von der TU München die Idee zu einem Mittelmotor-Sportwagen in konsequenter Leichtbauweise. Auf der IAA 2009 noch als Studie gezeigt, sollen vom Roadster zunächst 23 Stück gefertigt werden. Fünf Rodings, die jeweils vor Steuer ab Werk 131.000 Euro kosten, wurden bereits bestellt, wobei durchaus Sonderwünsche der Kunden berücksichtigt werden.

Die jungen Tüftler haben neueste Verbundwerkstoffe für den offenen Flitzer eingesetzt. So ist die Fahrgastzelle aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CfK), das Material der Stunde, das künftig auch den i3 und i8 von BMW umhüllen wird. Vorder- und Hinterwagen werden aus einem Alu-CfK-Hybrid gefertigt. Das kantig kompakte Exterieur des Sportwagens wird in Sandwichbauweise montiert, aus glasfaserverstärktem Kunststoff, als Option auch aus CfK. Damit soll das offene Leichtgewicht mit seinen 950 Kilo über eine kurventaugliche Steifigkeit verfügen. Diese hochkomplexen Werkstoffe werden ebenfalls bei Roding Automobile hergestellt.

Neben dem Reiz, einen reinrassigen Sportwagen mit klassischem Mittelmotordesign zu entworfen, haben die Väter des Roding aber durchaus auch pfiffige und praktische Ideen einfließen lassen. Die zwei Dachteile lassen sich leicht lösen und in einem eigenen Fach direkt unter der Motorhaube verstauen, dort befindet sich auch eine Durchreiche für Skier. Der Kofferraum bietet mit immerhin 330 Litern mehr Raum als so mancher andere renn- und alltagserprobte Sportwagen. Angetrieben wird der Manufaktur-Roadster von einem quer eingebauten Reihensechszylinder-Turbomotor von BMW, der 320 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 450 Newtonmeter entwickelt. Damit soll der junge Bayer in 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprinten und mit 285 Kilometern in der Stunde eine durchaus konkurrenzfähige Höchstgeschwindigkeit erreichen. Ein adaptives Fahrwerk sorgt zudem dafür, dass das Leichtgewicht gut beherrschbar bleibt. Gemeinsam mit Siemens denken die Roding-Väter zudem über eine batterieelektrisch betriebene Version nach. Maranello wurde übrigens erst durch Enzo Ferraris Scuderia zum Sehnsuchtsort der Sportwagenfans.  In Roding hat man also noch viel Luft nach oben.

Es gibt ihn doch noch, den Gründergeist: Aus Bayern kommt ein Carbon-Roadster, den ein junges Team entworfen und entwickelt hat.

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Fazit
Es gibt ihn doch noch, den Gründergeist: Aus Bayern kommt ein Carbon-Roadster, den ein junges Team entworfen und entwickelt hat.

Quelle: Autoplenum, 2012-03-06

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