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Testbericht

Walther Wuttke/SP-X, 26. April 2012

Audi bleibt sich treu. Während andere Hersteller Modellwechsel nutzen, um alte Formen zu zerbrechen und neue Ideen in Blech zu kleiden, ist bei den Kreativen in Ingolstadt offensichtlich Evolution statt Umwälzung die Devise beim Design neuer Modelle. Und so entwickelt auch der neue A3, dessen dritte Generation demnächst zu den Händlern rollt, die bewährte Audi-Formensprache weiter, was wiederum den Vorteil hat, dass sich „der Neue“ nahtlos in die Modellfamilie einpasst und auf Anhieb als Audi erkannt wird.

Der Erfolg gibt den Verantwortlichen Recht. Wer wie Audi von einem Absatzrekord zum nächsten fährt, muss sich keine Gedanken über einen Themenwechsel beim Design machen. Allerdings erleichtert allein der wuchtige Kühlergrill, der alle Audi-Modelle schmückt, die Arbeit der Kreativen nicht gerade. Dennoch schufen sie mit den schmalen und keilförmigen Scheinwerfern ein Gegengewicht zu dem die Frontpartie dominierenden „Singleframe-Grill“  und erreichten so eine gewisse Leichtigkeit. Die Seitenlinie wird von einer sogenannten Tornadolinie gekennzeichnet, die dem kompakten Audi in der Sprache der Designer „die athletische Kraft eines trainierten Sportlers“ geben soll. Wie bei Audi üblich beträgt das Verhältnis von Blech zu Glas zwei Drittel zu einem Drittel.

Der neue A3 unterscheidet sich auch in den Abmessungen kaum von seinem Vorgänger. Mit einer Länge von 4,24 Meter ist er gerade um einen Zentimeter länger. Allerdings wuchs der Innenraum dank des größeren Radstands (plus 2,3 cm) und auch weil die Motoren nun einheitlich um zwölf Grad nach vorne geneigt montiert werden, um vier Zentimeter.

Der Unterschied zwischen alt und neu wird erst auf der Waage besonders deutlich. Die Basisversion des A3 mit dem 1,4 Liter großen TFSI-Motor wiegt nur noch 1.175 Kilogramm und markiert damit in der Premium-Kompaktklasse einen Bestwert. Gegenüber dem Vorgänger konnte das Leergewicht um bis zu 80 Kilo gesenkt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, gingen die Entwickler nach dem Motto: „Jedes Gramm zählt“ vor. So wiegt die Fahrgastzelle jetzt 25 Kilo weniger, was unter anderem durch den Einsatz von formgehärteten Stahlsorten erreicht wurde, .Auch die Motoren speckten ab: Der 1,4-Liter-Basisantrieb wiegt 21 Kilogramm weniger. Außerdem bringt der Einsatz neuer Materialien bei der Geräuschdämmung 600 Gramm und immerhin noch vier Gramm wurden durch die Montage von Kunststoff-Spreiznieten anstelle von Stellschrauben eingespart.

Zu Serienbeginn bietet Audi einen TDI- und zwei TFSI-Antrieben für den A3 an. Als Basismotorisierung dient der 1,4-Liter TSFI mit 90 kW/122 PS, als stärkere Version kommt der 1,8-Liter TSFI mit 132 kW/180 PS zum Einsatz, und die Diesel-Fraktion vertritt der 2,0 TDI mit 110 kW/150 PS. Der 1,4-Liter TSFI und der 2.0 TDI sind mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe gekoppelt, während beim 1,8 TSFI die Siebengang-S-Tronic serienmäßig angeboten wird. Quattro-Versionen werden im Laufe des Jahres nachgeschoben. Als „Sparmeister“ rollt der 1,6 TDI mit einem Verbrauch von 3,8 Litern und einem CO2-Ausstoß von 99 Gramm später zu den Händlern.

Im Innenraum strahlt der Neue dank der Gestaltung und der Qualität der verwendeten Materialien eine Wertigkeit aus, wie man sie eigentlich in der Oberklasse erwartet. Das gilt für die Armaturentafel ebenso wie für die Mittelkonsole, auf der sich auch die optionale MMI-Einheit befindet. Die neu entwickelten Frontsitze sind, um den dynamischen Charakter des Wagens zu unterstreichen, tief montiert und lassen sich als Sportsitze (Serie bei der Variante Ambition) vielseitig einstellen. Vier große Luftdüsen sorgen für eine gute Lüftung des Innenraums. Allerdings passt in diesem Fall die Anmutung der Feineinstellung nicht ganz zu dem ansonsten hochwertig gestalteten Innenraum.

Je nach Ausstattungslinie – Attraction als moderne, Ambition als sportliche und Ambiente als luxuriöse Variante – variieren die Farben und Materialien. Serienmäßig wird der Innenraum von Audi in Schwarz und Titangrau gestaltet, und auf Wunsch ist auch Pashminabeige, Kastanienbraun und Capriorange lieferbar. Wie bei den Ingolstädtern üblich wird die Aufpreisliste viele Möglichkeiten einer individuellen Gestaltung des A3 bieten.

Auch bei den Assistenz- und Unterhaltungssystemen orientiert sich der A3 einige automobile Klassen höher und bietet Lösungen, die in diesem Segment bisher nicht lieferbar waren. Dazu gehört unter anderem die MMI-Navigation plus, die neben dem DVD-Laufwerk einen 64 GB großen Festspeicher für Navigations-, Telefon- und Musikdaten bietet.

Die Form des A3 hat Audi bei der Entwicklung des neuen Modells nur ein wenig angepasst. Unter dem Blech war man mutiger. Die Suche nach mehr Leichtigkeit war erfolgreich und machte auch vor Kleinteilen nicht halt.

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Fazit
Die Form des A3 hat Audi bei der Entwicklung des neuen Modells nur ein wenig angepasst. Unter dem Blech war man mutiger. Die Suche nach mehr Leichtigkeit war erfolgreich und machte auch vor Kleinteilen nicht halt.

Quelle: Autoplenum, 2012-04-26

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