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Testbericht

Hans Bast, 30. Dezember 2009
Viel Überraschendes und manches Altbekanntes, auf alle Fälle viel Neues und Spannendes erwartet den Interressierten im Autojahr 2010.

Das neue Jahr beginnt eher sachlich. In Detroit zeigt Ford eine serienreife Studie des neuen Focus mit verbessertem Fahrwerk und neuen Motoren. Erstmals sollen benzinsparende kleine Dreizylinder mit 1 und 1,25 Litern Hubraum ins Programm genommen werden. Fast gleichzeitig startet Skoda den Verkauf seines ersten Kombis auf Superb-Basis. Das Raumwunder von 4,84 Metern Länge verfügt über einen maximalen Stauraum von 1865 und übertrifft damit den Passat Variant um mehr als 150 Litern. Größer ist nur noch der Mercedes E-Klasse-Kombi, aber der ist auch ca. 20.000 Euro teurer und kommt erst später im Jahr.

In Februar folgt dann einer der Höhepunkte des Autojahrs. Der Aston Martin Rapide rollt mit vier Türen, Porsche hat es vorgemacht, zum Händler. Die Türen schwenken nicht zur Seite, wie üblich, sondern leicht nach oben. „Schwanenflügel-Türen“ nennt Aston Martin diese stilistische Feinheit. Jetzt kann auch der ewige Single James Bond mit der Familienplanung beginnen. Damit der gestresste Familienvater aber nicht völlig auf den Spaß verzichten muss, spendiert Aston dem Rapide das Zwölfzylinder-Triebwerk des Avantage mit 477 PS und einem brachialen Drehmoment von 600 Newtonmeter bei 5000 U/min. Beim Spurt von 0 auf 100 Km/h hat allerdings der Panamera-Fahrer leicht die Nase vorn.

Im März geht es dann sportlich in der Mittelklasse weiter. BMW bietet seinen völlig neuen 5er mit vielen Design-Anleihen vom Oberklassenmodell an. Aber auch technisch profitiert der Neue vom größeren Bruder. So zeigt die Sonderausstattungsliste viele Details, die bislang dem 7er-Kunden vorbehalten waren, wie dem Verkehrszeichendetektor, Tempomat mit Stopp-Start, dem Auffahrwarner und dem Night-Vision-Nachtsichtsystem zur Personenerkennung im Dunkeln. Der Kunde kann zwischen einem Achtzylinder und drei Sechszylinder-Benzinmotoren, sowie zwei Sechszylinder-Diesel-Aggregaten wählen. Der Kombi kommt aber erst im September. Neu wählen kann der Kunde auch in der Oberklasse. Der neue A8 ist geringfügig kürzer und leichter als der Vorgänger. Als Zusatzausstattung gibt es ein Start-Stopp-System. Damit sind aber schon alle Zugeständnisse an den Zeitgeist genannt. Von Downsizing hält man bei Audi in der Luxusklasse nicht viel und einen Hybrid gibt es auch nicht. Der Audi glänzt in technischer Hinsicht mit der Dynamiklenkung, dem Allradantrieb, dem Sportdifferenzial und der Luftfederung. Die Motoren mit variablem Ventilhub und Turboaufladung reichen von 230 bis 500 PS zu Preisen von 70.000 bis 140000 Euro. Nicht minder sportlich aber ebenso trendfest geht es in Stuttgart zu. Mercedes bringt sein neues E-Klasse Cabrio mit klassischem Stoffverdeck auf dem Markt. Technisch basiert das Cabrio auf dem Coupe. Völlig neu sind aber die Windabweiser über der Frontscheibe, die für deutlich verminderte Luftturbulenzen im Innenraum sorgen soll. Sollte der nächste Frühling kälter ausfallen als erwartet, schützen die Windabweiser die Insassen auch vor der Kälte. Wer dennoch friert, kann die Nackenheizung betätigen, die warme Luft aus den Kopfstützen der Vordersitze bläst. Schutz vor Regen, Schnee und Frost bietet auch das 23,5 Millimeter dicke Stoffverdeck, das bis zu einer Geschwindigkeit von 40 km/h vollautomatisch binnen 20 Sekunden geöffnet und geschlossen werden kann. Das Verdeck soll auch unerwünschte Fahr- und Windgeräusche abhalten. So soll zum Beispiel auch das Telefonieren über die Freisprechanlage bei Tempo 200 möglich sein. Ab März ist auch eine weiteres Stoffdach-Cabrio erhältlich. Der Nissan 370 Z kommt als Roadster auf den Markt. Das Design wurde überarbeitet, ein stärkerer Motor eingebaut und das neue Stoffdach öffnet und schließt ebenfalls binnen 20 Sekunden automatisch und für Leute, die es ganz bequem mögen, gibt es sogar ein Automatikgetriebe.

Der April beginnt mit einem richtigen Hingucker in der Kompaktklasse. Der Nachfolger Alfa 147 feiert auf der Messe in Genf seine Premiere und soll anschließend als „Giulietta“ in die Autohäuser rollen. Schon einmal hieß ein Alfa „Giulietta“. Von 1954 bis 1964 baute Alfa eine wunderschöne Giulietta in verschiedenen Versionen mit dem damals innovativen Aluminium-Motor und zwei obenliegenden Nockenwellen. Große Namen wie Bertone und Pinifarina waren damals für das bezaubernde Design verantwortlich. An typisch italienischer Eleganz fehlt es auch der neuen „Giulietta“ nicht. Der Vorgänger, der Alfa 147 hatte, ob seines kleinen Gepäckraums, in der Kompaktklasse eine schweren Stand. Diesem Mangel wurde jetzt abgeholfen. Die neue Giulietta hat ein Kofferraumvolumen von 350 Litern. Über Platzmangel können die Kunden des Ford Galaxy nicht klagen. Der Klassiker von Ford wird 2010 von Grund auf modernisiert. Die gemeinsame Plattform mit dem VW Sharan wird aufgegeben. Stattdessen teilt er sich jetzt eine gemeinsam Basis mit dem Ford S-Max. Platzmangel dürften auch die Fahrer eines Touareg oder Cayenne nicht verspüren. Beide SUVs kommen gründlich überarbeitet und mit sparsameren Motoren im Mai auf den Markt. Erstmalig ist der Touareg auch als Hybrid lieferbar. In Verbindung mit der Start-Stopp-Automatik soll der Durchschnittsverbrauch unter 10 Liter Super sinken. Ein weitere Allradler kommt mit dem Dacia Duster zu einem Einstiegspreis von ca. 12000 Euro auf die deutschen Straßen. Dacia will den SUV-Markt mit seinem Billig-Allradler von unten aufrollen. Ganz andere Tugenden weißt neue Opel Corsa auf. Er ist ein weiter entwickelter Matiz und soll die gemeinsame Kleinwagenplattform der gesamten Konzern-Familie sein. Die Motoren sind sparsamer und leistungsfähiger geworden. Die Benzinmotoren erfüllen jetzt alle die Euro5-Abgasnorm. Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist er 15 Zentimeter länger und sechs Zentimeter breiter. Insgesamt bescheinigen ihm die Tester gute Platzverhältnisse.

Im Mai geht es gleich weiter mit Opel. Der Meriva kommt mit sogenannten Schmetterlingstüren auf die Straßen. Die hinten angeschlagenen Fondtüren schwenken beim Öffnen zum Fahrzeugheck. Da der Meriva nach wie vor eine B-Säule hat, lassen sich die Türen auch unabhängig voneinander öffnen. Geplant war im Mai auch der Start des neuen Saab-Flagschiffs. Der neue Saab 9-5 sollte fast so groß werden eine S-Klasse und auf der technischen Basis des Opel Insignia fahren. Daraus wird jetzt nichts mehr. Nachdem der Verkauf gescheitert ist, soll Saab abgewickelt werden. Dafür kann sich der Sportsfreund auf den Honda CR-Z freuen. Der Hybridsportwagen von Honda kommt im Mai nach Europa. Eine weitere Sensation wartet dann im August auf den Autofreund. Audi bringt seinen A1 in den Verkauf. Nach über 30 Jahren bietet Audi wieder ein Kleinwagen auf Basis des VW-Polos an. Den Audi A1 wird es ausschließlich mit aufgeladenen Benzin- und Dieselmotoren geben. Die Motorisierung reicht vom 1,2-Liter-TSI mit 105 PS bis zum 1,4-Liter-TSI mit 180 PS. Schwächere Motorisierungen wie beim Polo nicht vorgesehen. Ausstattung und Verarbeitung sind audi-typisch hochwertig. Der Einstiegspreis soll bei 15000 Euro liegen. Gegen Aufpreis kann man das serienmäßige Schaltgetriebe gegen ein Doppelkupplungsgetriebe tauschen. Zum Start wird es den A1 nur als Dreitürer geben, der Fünftürer folgt dann ein halbes Jahr später. Nicht ganz so lange, wie beim kleinen Audi währte die Abstinenz des Stufenheck Polos. Im September kommt der neue Variante des Polo, Classic genannt auf Markt. Bei VW ist man sich über die Marktchancen nicht ganz sicher. Der Polo Classic wird hauptsächlich für den osteuropäischen Markt im russischen Kaluga gebaut.

Vielleicht der Höhepunkt des Autojahres wird dann im September die Markteinführung des Mini Colorado sein. Der Crossover ist ein Mischung aus Limousine, Kombi und Offroader. Er hat vier Türen, vier Sitzen, vier angetriebenen Rädern und ist 4,05 Meter lang. Bei den Motoren steht für den Mini Colorado die komplette Palette von 95 bis 175 PS zur Verfügung. Darüber hinaus sollen auch stärkere Diesel-Aggregate bis etwa 140 PS zum Einsatz kommen. Auch das Mini-SUV wird zeitgemäß mit Start-Stopp-Automatik angeboten. Fahrspaß hat einen neuen Namen. Leider ist es schon zu spät im Jahr, um mit dem, gar nicht mehr so Kleinen, noch an den Strand zu fahren.
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Quelle: Autoplenum, 2009-12-30

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