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Testbericht

Wolfgang Gomoll, 4. November 2020
Citroën frischt den C3 auf. Die Änderungen sind überschaubar, aber das ändert nichts am spaßigen Aufritt des kleinen Crossovers, der das Versprechen einlöst, das die poppige Optik gibt.

Auch in diesen Zeiten folgt die Automobilwirtschaft ehernen Gesetzen, die schon lange Bestand haben. Eines davon ist, dass bei Halbzeit des Lebenszyklus eines Wagens dieser aufgefrischt und an der einen oder anderen Stelle optimiert wird. Nicht immer sind diese Modellpflegen besonders umfangreich, dann werden ein paar andersfarbige Applikationen und neue Farben als Weltneuheit gelobt. Das darf bei einem poppigen Auto wie dem Citroën C3 nicht fehlen: \"Elixir-Rot\" und \"Spring-Blue\" heißen die frischen Lacktöne.

Apropos frisch. Der Citroën C3 sorgt schon beim Hinsehen dafür, dass die Mundwinkel nach oben wandern. Vor allem, wenn der kleine Crossover in der zweifarbigen Variante daher rollt, strahlt er eine quietschvergnügte Attitüde aus. Diese Ansicht teilen Zweidrittel der mehrheitlich weiblichen Käufer und ordern den C3 mit einem Dach und der Karosserie in unterschiedlichen Farbtönen. Wenn wir uns jetzt weiter der französischen Farbenlehre widmen, würden wir dem aufgefrischten C3 nicht ganz gerecht. Immerhin gibt Veränderungen an den so genannten Airbumps und der Frontschürze. Die untere Chromspange, die sich aus dem Doppelrhombus verläuft jetzt anders und knickt nach unten ab. Das passt zu den Eco-LED Scheinwerfer, die jetzt beim Citroën C3 serienmäßig sind. Eco-LED, da war doch was? Richtig, die verrichten auch bei Opel ihren Dienst, leuchten nicht so hell wie ein Matrix-LED Licht, verbrauchen aber gegenüber den konventionellen Halogenscheinwerfern rund 76 Prozent weniger Energie. Und wenn wir uns schon die Front anschauen, sehen wir auch, dass der kleine Franzose jetzt auch vorne Parksensoren hat. Beim Rangieren hilft auch die Rückfahrkamera.

Beim frischen und modernen Interieur wird das Versprechen, das das Blechkleid gibt, eingelöst. Die Loungemöbel machen dank der extradicken (plus 15 Millimeter) \"advanced comfort\" Polsterung einen einladenden bequemen Eindruck. Der setzt sich auch bei der Fahrt fort, auch wenn die Beinauflage und der Seitenhalt etwas üppiger ausfallen könnten. Die hohe Sitzposition verschafft den gewünschten Überblick und das Lenkrad lässt sich schnell in der gewünschten Stellung arretieren. Das Infotainment bietet Apple CarPlay und Android Auto und auf Wunsch bauen die Franzosen eine Voll-HD-Kamera ein, mit der der Fahrer sein Blickfeld 20 Sekunden lang filmen und mit sozialen Netzwerken teilen kann. Das Navigationssystem bietet Echt-Zeitverkehrsmeldungen (die ersten drei Jahre kostenlos), allerdings könnte Citroën beim Grafikprozessor nachbessern, denn das Bild baut sich recht langsam auf. Das virtuelle Cockpit bemüht sich mit quadratischen Flächen und Anzeigen, den modernen Flair zu unterstützen.

Fast ebenso flott wie die Attitüde ist auch das Fahrverhalten des Crossovers. Der 1,2-Liter-Dreizylinder bildet mit dem manuellen Getriebe eine gute Kombination, zumal man mit fleißigen Gangwechseln die Atempause unterhalb von 2.500 U/min ganz gut überbrücken kann. Hat man diese Hürde einmal übersprungen, erweist sich der Dreizylinder als durchaus quirliger Geselle. Das Triebwerk ist mit seinen 81 kW / 110 PS zwar kein Leisetreter, aber mit ihm lässt es sich auch flott durch den Verkehr wieseln. Das Fahrwerk ist komfortabel abgestimmt, was gut zu dem kleinen Franzosen passt. Nach 10,5 Sekunden sind 100 km/h erreicht, maximal sind immerhin 198 km/h drin. Citroën gibt einen Durchschnittsverbrauch von 4,4 l/100 km an, wir kamen bei unserer Testfahrt auf 6,2 l/100 km.

Bei den Assistenzsystemen bietet der C3 unter anderem einen Notbremsassistenten, einen Spurhalteassistenten und einen Tempomaten. Trotz der Länge von vier Metern finden in dem C3 zwei Erwachsene hintereinander Platz. Allerdings ist der Fondsitz bei einer Körpergröße von mehr als 1,85 Metern nicht unbedingt langstreckentauglich. Der Kofferraum fasst im Normalzustand ordentliche 300 Liter und nach dem Umlegen der Rücksitzlehnen bis zu 922 Liter. Das ist ein sehr ordentlicher Wert. Allerdings bildet sich bei der Maximalbeladungs-Konfiguration eine Stufe im Ladeboden und die Utensilien müssen über eine hohe Ladekante gewuchtet werden. Die 110 PS-Version kostet in der \"Shine Pack\" Version aktuell mindestens 21.094,45 Euro.
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Technische Daten
Antrieb:Vorderradantrieb
Getriebe:Sechsgang-Handschaltung
Motor Bauart:Dreizylinder-Benziner
Hubraum:1.199
Drehmoment:205 Nm bei 1.500 UPM
Preis
Neupreis: 21.094,45 € (Stand: 2020-11-04)
Testwertung
4.0 von 5

Quelle: Autoplenum, 2020-11-04

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