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Testbericht

Mario Hommen/SP-X, 14. Februar 2017

2011 sorgte Pagani auf dem Genfer Autosalon mit der Präsentation des Flügeltürers Huayra für Aufsehen. Exakt sechs Jahre später kommt nun die Roadster-Version an den Lac Léman. Die bietet für knapp 2,7 Millionen Euro ein Höchstmaß an Exklusivität, atemberaubende Performance und zwei abnehmbare Dächer. Denen fielen allerdings die Flügeltüren zum Opfer.
 
Die beim Huayra Roadster konventionell angeschlagenen Portale bieten allerdings auch Vorteile, denn in Tiefgaragen drohen die Türen nicht mehr an die Decke zu stoßen. Außerdem spart die offene Konstruktion Gewicht ein, denn mit 1.280 Kilogramm unterbietet der Oben-ohne-Flitzer das Coupé gleich um 80 Kilogramm.
 
Entsprechend leichtes Spiel wird das V12-Biturbo-Triebwerk von Mercedes-AMG haben, das 562 kW/764 PS und 1.000 Newtonmeter über eine Siebengang-Automatik und ein elektronisch gesteuertes Sperrdifferenzial auf die mächtigen 21-Zoll-Pirellis an der Hinterachse loslässt. Fahrwerte nennt Pagani noch nicht, doch dürfte der Roadster ähnlich schnell wie der geschlossene Huayra sein. Die Sprintzeit aus dem Stand auf 100 km/h wird also knapp über drei Sekunden betragen, die Höchstgeschwindigkeit bei mindestens 360 km/h liegen.
 
Offen wird man sich allerdings wohl kaum in solche Geschwindigkeitsregionen vorwagen. Um sich vor dem Fahrtwind zu schützen, bietet der Huayra Roadster gleich zwei Dachvarianten. Neben einem im Fahrzeug verstaubarem Notstoffdach gibt es auch ein Carbon-Hardtop mit Glaseinsatz, welches man allerdings demontiert nicht im Fahrzeug unterbringen kann.
 
Doch bei Pagani legt man weniger Wert auf längsdynamische Rekordmarken, als vielmehr auf Kurvenperformance. Diese sollen unter anderem speziell abgestimmte Pirelli-Reifen garantieren, die bis zu 1,8 g Querkräfte aufbauen können. Zudem gibt es Carbon-Keramik-Stopper mit 380er-Scheiben vorne und hinten. Darüber hinaus verfügt die Carbon-Titan-Flunder über ein Fahrdynamiksystem, bei dem sich wahlweise die fünf Modi Regen, Komfort, Sport, Rennen und „ESC aus“ einstellen lassen.
 
100 Huarya Roadster wird Pagani in seiner kleinen Manufaktur im norditalienischen San Cesario sul Panaro bauen. Die Auflage soll bereits ausverkauft sein. 

Mit der Roadster-Version des Huayra hat sich Pagani viel Zeit gelassen. Im März 2017 feiert der offene Supersportler auf dem Genfer Autosalon Premiere. Allerdings werden Fans eine Besonderheit der geschlossenen Version vermissen.

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Fazit
Mit der Roadster-Version des Huayra hat sich Pagani viel Zeit gelassen. Im März 2017 feiert der offene Supersportler auf dem Genfer Autosalon Premiere. Allerdings werden Fans eine Besonderheit der geschlossenen Version vermissen.
Testwertung
4.5 von 5

Quelle: Autoplenum, 2017-02-14

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