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Testbericht

Elfriede Munsch/SP-X, 29. Oktober 2019
SP-X/Köln. Der Herbst hält meist das komplette Spektrum an Wetterbedingungen bereit: Von Sonne bis Regen, von Wind bis Sturm und von warm bis eiskalt ist alles dabei. Dazu kommen frühe Dunkelheit und rutschiges Laub. Autofahrer sollten sich spätestens jetzt mental auf diese Herausforderungen einstellen und ihren Fahrstil ganz aktiv anpassen.Es kann schon rutschig auf den Straßen werden, bevor der erste Schnee fällt oder die Temperaturen unter Null fallen. Zwar sind Autofahrer oftmals bei Schnee vorsichtig unterwegs, sie unterschätzen aber gerne die Gefahren von verschmutzen Straßen. Im Herbst fallen nicht nur bunte Blätter auf die Fahrbahnen, sondern via landwirtschaftlichen Maschinen kommt viel Erde auf die Straßen. Sowohl Laub als auch Erde können Straßen gefährlich glatt werden lassen. Neben einer möglichen Rutschpartie muss man mit längeren Bremswegen rechnen. Damit nicht genug: Man sieht nicht, was sich unter dem „Biobelag“ befindet. Unter einer Blätterdecke verbergen sich außerdem häufig Schlaglöcher, Steine oder andere Hindernisse.Blätter sind aber auch auf dem Fahrzeug nicht ohne. Sie können in den Belüftungsschacht vor der Frontscheibe fallen und das Fahrzeuggebläse verstopfen. Dann funktioniert die Belüftung des Innenraums nicht richtig und die Scheiben beschlagen. Ratsam ist es deshalb, regelmäßig das Blattwerk von der Karosserie zu entfernen. Meist gelingt das schnell und ohne große Fummelei per Hand. Wer kann, parkt sein Auto daher am besten während des Laubfalls nicht direkt unter einem Baum. Ein solcher Parkplatz ist ebenfalls bei Sturm ein denkbar schlechter Ort. Herabfallende Äste können erheblichen Schäden verursachen, ganz zu schweigen, wenn gleich der ganze Baum aus seinen Wurzeln gerissen wird und umfällt.Beim Thema Wind sollten Autofahrer sowieso nicht leichtsinnig sein und die Verkehrsschilder, die etwa auf die Gefahr von Seitenwind hinweisen, auch ernstnehmen. Damit man sein Fahrzeug bei unvorhergesehenen Böen unter Kontrolle hat, muss die Geschwindigkeit den Verhältnissen angepasst werden. Besonders auf Brücken oder Waldschneisen ist Vorsicht geboten, hier droht kräftiger Seitenwind. Nur wer beide Hände am Lenkrad hat, kann schnell reagieren und gegebenenfalls gegensteuern.Nebel zählt sicherlich zu den unangenehmsten Wetterbedingungen. Um so wichtiger, dass die Lichtanlage einwandfrei funktioniert. Registriert man aus der Ferne trüben Dunst, kann man rechtzeitig das Abblendlicht einschalten, das Tempo drosseln und den Abstand zum Vordermann erhöhen. Auch der Verkehrsfunk informiert über Straßenabschnitte, die von Nebel betroffen sind. Diese Warnhinweise sollte man beachten. Gerät man doch überraschend in eine Nebelbank, sollte man sofort das Tempo reduzieren und das Abblendlicht aktivieren. Auf die Lichtautomatik zu vertrauen, ist keine gute Idee. Da sie auf Helligkeitsunterschiede reagiert, erkennt sie Sichtbehinderungen wie Nebel häufig nicht oder spät. Nebelscheinwerfer darf man unter einer Sichtweite von 150 Metern nutzen. Das Einschalten der Nebelschlussleuchten hingegen ist erst bei einer Sichtweite von unter 50 Metern erlaubt, sonst blendet man den Hintermann.Je nach Region und Wetterlage tritt im Oktober schon der erste Frost auf. Unterhalb von drei Grad müssen sich Autofahrer stets auf Glätte einstellen. Winterreifen sollten spätestens dann aufgezogen sein, wenn sich winterliche Straßenverhältnisse auch nur vorübergehend einstellen. Das kann im Herbst über Nacht passieren. Überrascht erster Bodenfrost, sollte also ein Auto mit Sommerreifen stehen bleiben. Zwar besteht in Deutschland keine Winterreifenpflicht, wer aber bei winterlichen Bedingungen mit Sommerreifen unterwegs ins Rutschen kommt, dem droht ein Bußgeld von mindestens 60 Euro sowie ein Punkt auf dem Flensburger-Konto.Sehen und gesehen werden gilt auch für Radfahrer und Fußgänger. In der früher eintretenden Dämmerung werden sie schlechter erkannt und tauchen häufig als unerwartetes Hindernis auf. Idealerweise tragen Fußgänger und Radfahrer helle Kleidung und nutzen Reflektoren, um besser wahrgenommen zu werden.Im Herbst stehen aber noch weitere Verkehrsteilnehmer im Fokus: Wildtiere. Wenn Ende Oktober die Zeitumstellung vollzogen ist, fällt der Berufsverkehr wieder in die Zeit von Sonnenauf- und –untergang. Damit erhöht sich die Gefahr von Wildunfällen, denn Rehe, Hirsche und Wildschweine sind um diese Zeit auf Nahrungssuche oder kehren in ihre Ruhezonen zurück und überqueren dabei Straßen. Nicht nur bei der Durchfahrt von Wäldern ist daher Vorsicht geboten, sondern auch auf Straßen entlang von Feldern und Wäldern. Taucht ein einzelnes Reh oder Wildschwein auf, muss man damit rechnen, dass weitere Tiere aus dem Rudel folgen. Droht eine Kollision, ist Ausweichen oft die gefährlichste Reaktion. Im Zweifel ist der kontrollierte Zusammenstoß vorzuziehen, bei dem das Tier möglichst frontal getroffen wird.Der Herbst zeigt Autofahrern viele Gesichter, davon sind manche freundlich und manche weniger zuvorkommend. Wer mit dem Pkw unterwegs ist, sollte sich der Wechselhaftigkeit dieser Jahreszeit bewusst sein.
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Fazit
Der Herbst zeigt Autofahrern viele Gesichter, davon sind manche freundlich und manche weniger zuvorkommend. Wer mit dem Pkw unterwegs ist, sollte sich der Wechselhaftigkeit dieser Jahreszeit bewusst sein.

Quelle: Autoplenum, 2019-10-29

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