Bundesverkehrsministerium übernimmt B-Klasse F-CELL
Testbericht
Dr. Thomas Weber, Vorstandmitglied der Daimler AG und verantwortlich für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung, übergab heute in Berlin eine B-Klasse F-CELL an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer. Ein weiteres Fahrzeug wurde von der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) übernommen.
„Bei der Entwicklung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie ist Deutschland weltweit führend. Diesen Vorsprung müssen wir ausbauen. Unser Ziel ist klar: Wir bauen heute die besten Autos der Welt. Und wir wollen, dass wir in Zukunft auch die besten Elektroautos der Welt bauen“, so der Verkehrsminister. Dazu brauche man marktfähige, praxistaugliche Produkte, denn von der Akzeptanz der Nutzer werde der Erfolg der Elektromobilität entscheidend abhängen. „Deshalb fördert mein Haus die Elektromobilität sowohl mit Batterie als auch mit Wasserstoff und Brennstoffzelle.“
Die aktuelle B-Klasse F-CELL wird von einem 100 kW/136 PS starken Elektromotor mit einem Drehmoment von 290 Nm angetrieben. Der NEFZ-Verbrauch liegt bei umgerechnet nur 3,3 Liter Kraftstoff (Diesel-Äquivalent) je 100 Kilometer. Die Reichweite beträgt rund 400 Kilometer, und die Betankung dauert drei Minuten. Bei einer Brennstoffzelle wird der Fahrstrom direkt im Fahrzeug aus der chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff erzeugt. Dabei entsteht lediglich reines Wasser.
Um weitere Erfahrungen aus dem Alltagsbetrieb zu sammeln, wählt Mercedes einen repräsentativen Kundenkreis aus Flottenbetreibern, öffentlichen Einrichtungen, Personen des öffentlichen Lebens und Privatkunden als „Testfahrer“ aus. Bis 2012 werden so rund 90 Fahrzeuge der B-Klasse F-CELL in den deutschen Markt eingeführt. Parallel läuft der Alltagsbetrieb in den USA und weiteren Ländern an. 2012 sollen insgesamt rund 200 Elektroautos in Kundenhand unterwegs sein.
Das BMVBS unterstützt im Rahmen des durch die NOW koordinierten Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) die Forschung und Entwicklung sowie die Demonstration dieser Technologie in den Bereichen Verkehr, stationäre Versorgung und spezielle Märkte mit derzeit 500 Millionen Euro. (Auto-Reporter.NET/br)






























