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Testbericht

Wolfgang Gomoll, 13. September 2017
Die neu aufgelegten Borgward-Fahrzeuge fielen bislang nicht durch besonders progressives Design auf. Das ist beim Concept Isabella anders. Die Coupé-Studie trägt einen klassischen Namen, und stellt eine Vorschau auf zukünftige Modelle dar. Zumal Borgward jetzt auch den Sprung nach Deutschland wagt.

Borgward. Da erinnern sich Auto-Freunde an eine klassische Marke aus Bremen, die solche Klassiker wie den "Hansa" oder die "Isabella" herausgebracht hat. Die Wiederbelebung des Namens mit barock anmutenden SUVs fand zunächst hauptsächlich in Asien statt. Jetzt will der zum chinesischen Konzern Beiqi Foton Motor gehörende Autobauer mit Sitz in Stuttgart noch dieses Jahr seine Fahrzeuge in Deutschland zum Verkauf anbieten. Damit dieser Tigersprung in eines der anspruchsvollsten Automobilländer auch klappt, wurden neue Wege der Zusammenarbeit mit der Servicekette A.T.U. und dem Autovermieter Sixt gegangen.

Mit der Studie Borgward Isabella Concept will Borgward an das klassische Coupé gleichen Namens aus den 1950er Jahren anknüpfen. Wie es der Zeitgeist will, wird das fünf Meter lange Vehikel rein elektrisch angetrieben. Die Silhouette und Formen sind betont geschwungen, um dem Luftwiderstand zu verringern und damit die Reichweite zu erhöhen. Aus diesem Grund sind statt der Rückspiegel windschlüpfrige Kameras installiert.

Das Borgward Isabella Concept steht auf der "ePropulsion"-Plattform, die bei Borgward für E-Mobile vorgesehen ist. Zwei Motoren - jeweils einer an der Vorder- und der Hinterachse - sind für den permanenten Allradantrieb verantwortlich und generieren zusammen 220 kW / 300 PS sowie ein Drehmoment von 450 Newtonmetern. Nach 4,5 Sekunden sind 100 km/h erreicht, die Höchstgeschwindigkeit beläuft sich auf 250 km/h und die maximale Reichweite beträgt 500 Kilometer. Nach 30 Minuten sind an einer entsprechenden Schnellladestation die Batterien zu 80 Prozent gefüllt. Fünf verschiedene Fahrprogramme von Eco (maximale Reichweite) bis hin zu Sport / Sport + (heckbetont und dynamisch) stehen zur Auswahl.

Wie bei Elektrofahrzeugen üblich, sind die Überhänge auch beim Concept Isabella kurz und der Radstand lang. Die Radkästen sind mit 21 Zoll Rädern gut gefüllt. Dominiert wird das Antlitz von dem Borgward Rhombus in der Mitte der Frontschürze und die schräg stehende Windschutzscheibe drückt Dynamik aus. Die gegenläufig öffnenden Türen ermöglichen einen einfachen Einstieg, in dem die Türen durch eine besondere Schwenk-/Schiebemechanik zu Seite gleiten.

"Unser Ziel ist es, etwas zu schaffen, dass unter dem Begriff "Progressive Visionary Future" fällt. Wir wollen, dass jeder Borgward künftig sofort als solcher erkennbar sein wird. Unser Concept Car wird die Speerspitze unsere künftigen Modelle sein", sagt Chef-Designer Anders Warming, der jahrelang bei Mini gearbeitet hat. Neben dem schnittigen Auftritt stecken in dem Isabella Concept noch einige interessante Details: Luftleitbleche hinter den Radhäusern und frei stehende C-Säulen sind Teil des aerodynamischen Konzepts.

Das Interieur wird von einer "Surfboard" genannten scheinbar frei im Raum schwebenden Instrumententafel dominiert. Das Bedienkonzept kombiniert dreidimensionale Elemente mit Touchscreen-Einheiten, die von Fahrer und Beifahrer nach ihrem Gusto konfiguriert werden können. Das Display nutzt die gesamte Fahrzeugbreite und verläuft unterhalb der Windschutzscheibe. Das Lenkrad ist sehr puristisch gestaltet und die Sitze schweben passend zum Gesamtkonzept frei m Raum. Ob diese Lösungen alle in die Serie kommen, darf getrost bezweifelt werden, aber neue, dreidimensionale Bedienkonzepte werden in Zukunft bei den Automobilen Einzug halten.
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Quelle: press-inform, 2017-09-13

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