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Testbericht

Stefan Grundhoff, 26. November 2018

Nur eine Handvoll der neuen Continental Coupés sind auf europäischen Straßen bisher zu entdecken, da schiebt Bentley seine offene GT-Version nach. Auch wenn der Winter vor der Tür steht - im Continental Cabrio kann man zumindest schon einmal vom britischen Sommer träumen.

Bentley ist froh mit dem neuen Continental GT Cabriolet wieder einmal für gute Schlagzeilen zu sorgen, denn bei den Briten lief es in den vergangenen Monaten alles andere als rund. Die Umstellung auf den neuen Verbrauchszyklus WLTP bereitete den Briten viel Kopfzerbrechen und sorgte für ein schwarzes drittes Quartal. \"Wir waren leider nicht schnell genug, um Kapazitäten zu buchen oder unsere Derivate innerhalb einiger Gruppenprozesse zu priorisieren, um sie rechtzeitig zu zertifizieren\", sagt Bentley-CEO Adrian Hallmark und räumt ein, dass die fehlenden Tests zu einem Rückgang des Bentayga um bis zu 400 Einheiten sowie zu Verzögerungen bei der Einführung des neuen Continental GT führten. Daher ging der Umsatz der britischen Marke im dritten Quartal von 1,32 auf 1,09 Milliarden Euro zurück und das Betriebsergebnis reduzierte sich von 37 Millionen auf einen Verlust von 131 Millionen Euro.

Doch da die meisten WLTP-Probleme mittlerweile ausgeräumt sind, soll die Einführung des Continental Cabrios für den Umschwung sorgen. Der offene Viersitzer wurde parallel mit dem Coupé entwickelt und kommt daher bereits im kommenden Frühjahr auf den Markt. Design, Antrieb, Proportionen und Ausstattung sind mit der geschlossenen Version identisch, sodass der größte Unterschied in der strammen Stoffmütze besteht, die sich in 19 Sekunden bis zu 50 km/h vollelektrisch öffnen und schließen lässt. Das neue Dach wurde technisch derart verbessert, dass der Geräuschkomfort auf dem Niveau des GT-Vorgängercoupés liegen soll.

Ebenso wie das Coupé ist auch das Bentley Continental GT Cabrio bis auf weiteres nur mit dem 635 PS und 900 Nm starken Zwölfzylinder zu bekommen, der obligatorisch an Achtstufen-Doppelkupplung und vollvariablen Allradantrieb gekoppelt ist. Die Karosserie wurde im Vergleich zum Vorgänger um 20 Prozent leichter und fünf Prozent steifer gemacht. So beschleunigt der über zwei Tonnen schwere Oben-ohne-Viersitzer aus dem Stand in 3,8 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von spektakulären 333 km/h. Der Normverbrauch: 14,0 Liter - 317 g CO2. Wahlweise rollt der britische Allradler auf 21- oder 22-Zoll großen Alufelgen und lässt seine Wank- und Nickbewegungen durch adaptive Dämpfer sowie eine Wankstabilisierung mit 48-Volt-Technik minimieren.

Wie auch beim Coupé gibt es einen luxuriös belederten Innenraum, animierte Instrumente nebst 12,3-Zoll-Zentraldisplay und Wohlfühlplatz für vier Personen. Als Ergänzung zur Komfortausstattung der geschlossenen Version bietet der offene Zwilling einen Nackenheizung, die im Vergleich zum Vorgängermodell leiser und deutlich wärmer arbeiten soll, wenn die Temperaturen einmal unter die 15-Grad-Marke fallen. Wen Nacken- und Sitzheizung in Kombination mit der Klimaautomatik noch nicht genug erwärmen, der kann das 650 Watt starke Seriensoundsystem gegen eines der beiden größeren Modelle austauschen. Dann betören Ohren und Umgebung 1.500 Watt aus 16 oder 2.200 Watt aus 18 Boxen lautstark. Dabei lässt sich der offene Traumwagen durch 17 Außenfarben, 15 unterschiedliche Teppichböden und korrespondierende Innenraumfarben kolorieren. Wenn das noch nicht reichen sollte, sorgt Veredler Mulliner auch bei geschlossenem Dach für einen Himmel ohne Grenzen.

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Testwertung
4.0 von 5

Quelle: Autoplenum, 2018-11-26

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