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Testbericht

Patrick Solberg, 22. November 2010
Audi lässt seine besonders sportlichen RS-Versionen zumeist erst sehr spät von der Modellleine. Bestes Beispiel ist das neue Einstiegsmodell in die RS-Liga – der RS3 Sportback.

Viele hatten den Audi RS3 schon seit Jahren auf der Straße gesehen. Nachdem VW seinen Golf mit dem 270 PS starken R-Modell krönte und der BMW 135i M für Sommer 2011 in den Startblöcken steht, wurde der Druck größer, eine noch potentere Version des ohnehin sportlichen Audi S3 auf die Kunden loszulassen. Im kommenden Frühjahr ist es endlich soweit: Der RS3 Sportback bietet die Symbiose aus dem S3 und dem Triebwerk des TT RS. So muss der Audi RS3 seine imposanten Fahrleistungen auch nicht aus einem aufgeladenen Vierzylinder mit zwei Litern Hubraum generieren, sondern tritt in die großen Fußstapfen älterer Quattro-Modelle, die von einem beeindruckend bulligen Fünfzylinder befeuert wurden.

Aus 2,5 Litern Hubraum und fünf Brennkammern holt der knapp 1,6 Tonnen schwere Audi RS3 Sportback die gleiche Leistung wir der TT RS. Obwohl nur knapp einen halben Meter lang und 183 Kilogramm schwer, leistet das Turbotriebwerk 250 KW / 340 PS und ein mächtiges Drehmoment. Die 450 Nm stehen ab 1.600 U/min zur Verfügung und sorgen für einen Imagespurt bis zur 100er-Marke in beachtlichen 4,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit des explosiven Ingolstädters wird bei 250 km/h abgeriegelt. Obligatorisch ist beim Audi RS3 Sportback der Allradantrieb und die Kombination mit einem siebenstufigen Doppelkupplungs-Getriebe, der S-Tronic. Der Normverbrauch soll trotz entsprechenden Tatendrangs bei 9,1 Litern Super auf 100 Kilometern liegen.

Optisch unterscheidet sich der Audi RS3 Sportback überraschend wenig von seinen schwächeren A3-Brüdern. So verzichtet der sportlichste Dreier auf imposant aufgeblasene Backen oder mächtige Spoiler und Schweller. Allein die vom TT RS bekannt großen Lüftungseinlässe in der Frontschürze sorgen für einen Angst einflößenden Auftritt im Rückspiegel. Serienmäßig gibt es zudem einen 19-Zoll-Radsatz mit verbreiterter vorderer Spur, leicht ausgestellte Frontkotflügel aus kohlefaserverstärktem Kunststoff und ein Sportfahrwerk mit einer Tieferlegung um 25 Millimeter. Desweiteren bietet der Fünftürer Sportsitze aus Nappaleder, Soundsystem, Einparkhilfe und Xenonlicht. Die Auslieferung des mindestens 49.900 Euro teuren Audi RS 3 Sportback beginnt im Frühjahr 2011.
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Quelle: Autoplenum, 2010-11-22

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