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Testbericht

Wolfgang Gomoll, 26. September 2019
Audi erweitert die RS Q3-Baureihe um den Sportback. Das Crossover-Coupé sieht nicht nur unverschämt gut aus, sondern bietet dank des bekannten Fünfzylinder-Kraftpakets mit 294 kW / 400 PS auch dynamisch ein volles Programm.

Die Zeit der weichgespülten RS-Modelle ist bei Audi endgültig vorbei. Das gilt für optische Wadenbeißer wie den RS 7 genauso wie für die Q-Modelle. Bei den Crossovern haben die Ingolstädter mit dem RS Q3 Sportback ein schickes Coupé aus dem Hut gezaubert, dessen optische Präsenz etwaigen Konkurrenten in Voraus den Schneid abkauft. Im Vergleich zum RS Q3 ist die Karosserie 1,56 Meter hoch und damit um 45 Millimeter niedriger, genauso wie die Schulterlinie, die ebenfalls tiefer angesetzt ist. Wenn man dann noch die jeweils um zehn Millimeter breiter ausgestellten Radhäuser (gehören beim den RS Modellen aktuelI zum Standard-Repertoire) und die martialisch anmutende Front mit den großen Lufteinlässen sowie den schwarzen Kühlergrill ins Auge fasst, dann verdient der RS Q3 optisch seinen Namen - vor allem als Sportback.

Aber dynamisches Aussehen ist eine Sache, agil unterwegs zu sein, eine andere. Das weiß jeder, der beim Anstellen am Lift einen anderen Skifahrer trifft, der die Ausrüstung eines Weltcup-Athleten hat, aber dann auf die blau markierte Piste abbiegt. Diese Gefahr besteht beim RS Q3 nicht. Denn der sportliche Crossover wird vom prächtigen Fünfzylinder 2.5 TFSI-Motor mit 294 kW / 400 PS und einem maximalen Drehmoment von 480 Newtonmetern befeuert, der schon im Audi TT RS für mächtig Alarm und Fahrspaß sorgt. Zumal das maximale Drehmoment schon bei 1.950 U/min anliegt und bis 5.850 U/min gehalten wird. Zum Vergleich: Der bisherige Über-RS Q3 mit dem Beinamen \"Performance\" hatte 465 Nm maximales Drehmoment und 270 kW / 367 PS Leistung. Falls Audi auch dem neuen RS Q3 ein paar Extra-Vitamine einhaucht und ein Performance-Modell auf Kiel legt, könnten es 430 PS werden.

Die Fahrleistungen des neuen Audi RS Q3 sind auch so beeindruckend: In nur 4,5 Sekunden erreicht der RS Q3 Landstraßentempo, die Höchstgeschwindigkeit ist serienmäßig bei 250 km/h abgeregelt, auf Wunsch können aber 280 km/h freigeschaltet werden. Dazu kommt charakteristische Klang des Aggregates, der durch die Fünfzylinder-Zündfolge generiert und durch die zweiflutige Sport-Abgasanlage verstärkt wird. Doch mit der reinen Kraftmeierei ist es auch bei einem SUV nicht getan, der neue Motor ist kompakter, kürzer als 50 Zentimeter und 26 Kilogramm leichter als das Vorgängermodell, alleine das Kurbelgehäuse aus Aluminium spart 18 Kilogramm Gewicht. Fahrdynamisch bringt das einiges, angesichts der Einbaulage des Triebwerks. Auch die Tatsache, dass die schaltbare Wasserpumpe das Kühlmittel im Zylinderkopf in der kurzen Warmlaufphase nach dem Kaltstart nicht umwälzt, hilft dem Aggregat schneller seine Betriebstemperatur zu erreichen - das verringert die Reibung und senkt den Verbrauch.

Damit diese Kraft trotz der optionalen 21 Zoll Walzen nicht verpufft, helfen der Allradantrieb und das Sportfahrwerk, das die Karosserie um zehn Millimeter tiefer legt mit einer McPherson-Vorderachse und einer Vierlenker-Hinterachse. Auf Wunsch erhält der Audi RS Q3 noch adaptive Dämpfer, die die Spreizung der Fahrprogramme steigern sollen. Im Innenraum gibt es erstmals bei einem Q3 Feinnappa Ledersportsitze mit Wabensteppung und integrierten Kopfstützen. Der Audi RS Q3 steht im ersten Quartal des nächsten Jahres bei den Händlern.
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Quelle: Autoplenum, 2019-09-26

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