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Testbericht

Stefan Grundhoff, 14. September 2009
Lamborghini küsst Audi. Ab kommendem Jahr gibt es den Audi R8 auch als offenen Spyder. 525 PS im Rücken und den Wind im offenen Haar - da freut man sich bereits auf den nächsten Frühling.

Es sieht so aus, als hätten Audi R8 V10 und Lamborghini Gallardo Spyder ein ereignisreiches Wochenende miteinander verbracht. Überraschend eigenständig präsentiert sich der neue R8 Spyder, der auf der IAA seine Weltpremiere feiert. Dass die kleine, aber feine R8-Familie Nachwuchs bekommt, ist bereits seit längerem kein Geheimnis mehr. Der offene Spyder aus Neckarsulm sieht glänzend aus. Die Sideblades hinter den Türen, eines der wichtigsten Designmerkmale des geschlossenen R8, entfallen bei ihm. So wirkt die Seitenlinie deutlich homogener und eleganter als bei seinen beiden Coupé-Brüdern R8 und R8 V10. Ähnlich wie beim verschwägerten Lamborghini Gallardo Spyder sind das V10-Triebwerk und eine stramme Stoffmütze unter einem mächtigen Heckdeckel verborgen.

Das Stoffdach öffnet und schließt in knapp 20 Sekunden bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h. Die beheizbare Heckscheibe hinter den beiden Sitzen lässt sich dabei separat elektrisch betätigen und dient so auch als Windschott. Bei geschlossenem Dach ziehen sich ähnlich wie beim 6er BMW zwei Finnen Richtung Heck des Fahrzeugs. Das Mehrgewicht der Aluminium-Karosserie des R10 Spyder liegt im Vergleich zur geschlossenen Version bei gerade einmal sechs Kilogramm. Insgesamt bringt der Zweisitzer jedoch immer noch stattliche 1.720 Kilogramm auf die Waage.

Das sonstige Gesamtpaket des Spyder unterscheidet sich nicht von den anderen R8-Modellen. Zum Start wird der R8 Spyder nur als 5.2 FSI V10 zu bekommen sein. Der bekannte Zehnzylinder leistet 386 kW / 525 PS und ein maximales Drehmoment von 530 Nm. Den Spurt von 0 auf 100 km/h schafft der offene Allradler in 4,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt trotz der Stoffmütze bei 313 km/h. Den Durchschnittsverbrauch gibt Audi mit 14,9 Litern Super auf 100 Kilometern an. Die ebenfalls erhältliche Version mit dem automatisierten Schaltgetriebe R-Tronic verbraucht einen Liter weniger. Wer die Fahrfreude mit anderen teilen möchte: Optional sind im Gurt drei Mikrofone untergebracht, die es ermöglichen, auch bei geöffnetem Dach zu telefonieren.

Der bekannte Innenraum wurde an die Roadster-Umgebung angepasst. Serienmäßig sind unter anderem vollelektrische Nappa-Ledersitze, ein Soundsystem von Bang & Olufsen, Klimaautomatik, Magnetic-Ride-Dämpfersystem und Voll-LED-Scheinwerfer. Zurückhalten sollte man sich jedoch beim Gepäck. Im Bug des Spyder ist gerade einmal Platz für 100 Liter. Der Audi R8 Spyder kommt im Frühjahr 2010 auf den Markt. Sein Basispreis liegt bei 156.400 Euro.
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Quelle: Autoplenum, 2009-09-14

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