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Testbericht

Stefan Grundhoff, 3. März 2020
De Kompaktklasse hat ein neues Aushängeschild - zumindest wenn es nach Ansicht von Audi geht. In seinen bisherigen Generationen war der Audi A3 das edelste und wertigste Modell der hart umkämpfte Kompaktklasse und viel mehr als ein schicker Bruder des VW Golf. Das hat sich beim neuen Modell nicht geändert.

Wer dem Audi zum ersten Mal auf sein Blechkleid sieht, hat keinen Zweifel daran, dass es sich um den neuen A3 handelt. Im Vergleich zu seinen überaus erfolgreichen Ahnen präsentiert sich der 4,34 Meter lange Ingolstädter schicker und etwas bulliger als man es bislang von ihm kannte. Insbesondere die Schulterlinie und die C-Säule sind mutiger als bisher ausgeprägt und an der Front fallen die serienmäßigen LED-Scheinwerfer auf, die an den Außenseiten erstmals modellspezifisch konfigurierbare Lichtinseln haben. Auch der breitere Kühlergrill tut dem Auftreten des neuen Audi A3 sichtlich gut.

Zum Marktstart im März wird der Audi A3 zunächst mit drei Motorvarianten verfügbar sein. Erwartetes Volumenmodell dürfte der aus dem VW Golf VIII bekannte 1.5 TFSI werden, der 110 kW / 150 PS leistet. Zudem gibt es zwei zwei Liter große Dieselversionen mit 116 und 150 PS, die besonders sparsam unterwegs sein sollen. Kurz nach dem Marktstart legen die Ingolstädter einen ein Liter großen Dreizylinder mit überschaubaren 81 kW / 110 PS sowie eine zweite 1,5-Liter-Variante mit einem 48-Volt-Bordnetz nach. Ein Riemen-Starter-Generator speist dabei das 48-Volt-Bordnetz, das eine kompakte Lithium-Ionen-Batterie integriert. Beim Gaswegnehmen und Bremsen kann der Generator bis zu 12 kW Leistung rekuperieren. Beim Anfahren und Gasgeben aus niedrigen Drehzahlen unterstützt er den Verbrenner mit bis zu neun Kilowatt und 50 Nm Drehmoment. Mit dem MHEV-System kann der Audi A3 bis zu 40 Sekunden lang mit deaktiviertem Motor segeln. Der Verbrauchsvorteil soll bis zu 0,4 Liter pro 100 Kilometer betragen. Für zusätzliche Effizienz soll nicht nur ein cW-Wert von 0,28 sorgen, sondern auch ein reduziertes Gesicht von unter 1,4 Tonnen.

Die Anlauf-Motorisierungen fahren mit Frontantrieb vom Band, wobei als Kraftübertragung wahlweise eine Sechsgang-Handschaltung oder ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe arbeitet. Nach dem Sommer folgen weitere Motorvarianten inklusiv zwei Plug-In-Hybriden sowie Allradversionen bis hin zum Audi S3, der obligatorisch an Quattro-Antrieb und Doppelkupplung gebunden, über 300 PS leistet. Das echte Topmodell des Audi RS3 folgt mit seinem 400 PS starken Fünfzylinder mit 2,5 Litern Hubraum erst Anfang 2021.

Im Innenraum zeigt sich der im Vergleich zum Vorgänger leicht gewachsene Audi A3 im Stil der größeren Versionen mit animierten Instrumenten und einem 10,1 Zoll großen Touch-Screen. Obwohl der Radstand mit 2,64 Metern identisch blieb, gibt es speziell im Fond mehr Raum und der Fahrer sitzt etwas tiefer als bisher. Das Ladevolumen - inkl. erstmals verfügbarer elektrischer Heckklappe - liegt zwischen 380 und 1.200 Litern. Der Ladeboden lässt sich auf unterschiedlichen Höhenniveaus einsetzen, die Hutablage ist platzsparend unter ihm zu verstauen. Je nach Motorisierung kann der neue Audi A3 Sportback bis zu 1.600 Kilogramm Anhängelast an die optionale Kupplung nehmen.

In Sachen Fahrerassistenzsystemen, Sicherheits- und Komfortausstattung orientiert sich der Audi A3 an den größeren Modellen A4 und A6. Der Vorverkauf des Audi A3 startet in Europa im März, die ersten Auslieferungen erfolgen Anfang Mai. Der 150 PS starke A3 35 TFSI startet bei 28.900 Euro; der Einsteiger-Diesel A3 30 TDI (116 PS) kostet ab 29.900 Euro. Das Basismodell Audi A3 30 TFSI mit 81 kW / 110 PS kostet inklusiv digitaler Kombiinstrumente, 10,1 Zoll-Touch-Display, Multifunktions-Lederlenkrad, DAB-Radio, Alufelgen und LED-Scheinwerfer mindestens 26.800 Euro.
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Quelle: Autoplenum, 2020-03-03

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