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Testbericht

Patrick Broich/SP-X, 28. September 2012

Drastisch steigende Kraftstoffpreise an der Tankstelle lassen vor allem Kunden mit begrenztem Budget ächzen. Und nicht nur an der Zapfsäule kann Bares eingespart werden, auch der Fiskus lässt Milde walten, sofern ein PKW nicht mehr als 110 g CO2 je Kilometer hinauspustet. Dann nämlich greift nur die hubraumbasierte Steuer ganz ohne Zuschlag, während ab dem 111. Gramm CO2 zwei Euro je weiterem Gramm fällig werden. Auf dem Pariser Salon lassen sich viele Neuheiten mit konventionellem Antrieb entdecken, die genau dieses Kriterium erfüllen. Naturgemäß ist der der Schwerpunkt sparsamer Automobilität bei den Klein- und Kompaktwagen zu finden ist.

Mit mehr oder weniger hoch technisierten Konzepten gelingt es den Ingenieuren, das letzte Quäntchen Effizienz herauszuholen – und sie sind dabei durchaus erfolgreich. Fiat schafft es mit seinem neuen familientauglichen 500 L immerhin auf 110 g CO2 in der 85 PS starken Dieselversion und punktet damit an der Tankstelle sowie beim Fiskus. Ford trimmt seinen modifizierten Fiesta mit der markanten Front auf bis zu 87 g – das kann sich sehen lassen. Auch der brandneue Mondeo wird in der Dieselversion nur noch rund 100 g CO2 emittieren, was für die Mittelklasse ein anspruchsvoller Wert ist. Mercedes unterschreitet mit seiner taufrischen A-Klasse die 100 g-Marke und kommt auf disziplinierte 98 g (A 180 CDI). Ebenfalls sparsam unterwegs ist der kompakte Mitsubishi Mirage mit 92 g CO2-Ausstoß. Den facegelifteten Opel Astra gibt es bereits mit 99 g CO2-Ausstoß in der zurückhaltenden 1,3-Liter-Dieselversion. Renault startet mit dem Clio Diesel schon ab 93 g CO2 und schafft es darüber hinaus, seinen neuen Dreizylinder-Turbobenziner mit 90 PS auf 99 g zu trimmen. Seat schickt mit den beiden Neulingen Leon und Toledo gleich zwei Kostverächter ins Rennen und nennt 99 g (Leon) respektive 104 g (Toledo) als Bestwerte. Das kann freilich auch Skoda mit dem Rapid – analog zum Seat-Modell geht es ebenfalls ab 104 Gramm los. Volkswagen will die Kundschaft gar mit 85 g bezirzen – die Rede ist vom künftigen Golf BlueMotion. Zu guter Letzt glänzt Volvo mit 99 g Emission – das ist exakt der Wert des neuen V40 Cross Country als D2 mit 115 PS.

Was gut für die Umwelt ist, schont auch den Geldbeutel, schließlich sind Benzin und Diesel inzwischen zu einem teuren Gut geworden. Fahrzeuge mit weniger als 110 g Kohlenstoffdioxid sind keine Raritäten mehr, sondern auf dem Pariser Salon fast Massenphänomen.

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Fazit
Was gut für die Umwelt ist, schont auch den Geldbeutel, schließlich sind Benzin und Diesel inzwischen zu einem teuren Gut geworden. Fahrzeuge mit weniger als 110 g Kohlenstoffdioxid sind keine Raritäten mehr, sondern auf dem Pariser Salon fast Massenphänomen.

Quelle: Autoplenum, 2012-09-28

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