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Testbericht

Holger Holzer/SP-X, 19. August 2011

Wer ein Gewerbe betreibt, umzieht oder einen Großeinkauf im Möbelhaus plant, kommt an einem Transporter nicht vorbei. Am beliebtesten ist die Klasse bis 2,8 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Die kompakten Lastexperten sind handlich genug für den Stadtverkehr und können mit dem normalen Pkw-Führerschein gefahren werden. Eine Marktübersicht.

Der Klassiker

Bereits seit 1953 erfüllt der Ford Transit Transportaufgabe aller Art. Punkten kann der geräumige Kölner vor allem mit seiner Variantenvielfalt. Gewählt werden kann zwischen kurzem, mittlerem und langem Radstand sowie zwischen Front-, Hinterrad- und Allradantrieb. Das durchdachte Cockpit wartet mit zahlreichen Ablagen und Staufächern auf. Zudem profitiert der Fahrer von einer Vielzahl optionaler Sicherheits- und Komfort-Extras. Unter anderem gibt es eine Berganfahrhilfe, die das Zurückrollen an Steigungen verhindert. Die Preisliste startet bei 27.548 Euro (23.150 Euro netto) für den Transit FT 260 mit dem 74 kW/100 PS starken Diesel.


Der Zweckmäßig

Beim Hyundai H1 liegt der Fokus auf zweckmäßiger Ausstattung zum günstigen Preis. Das Angebot umfasst zwei Radstände mit drei oder sechs Sitzplätzen. Das Ladevolumen liegt je nachdem bei 4.300 Litern oder 2.500 Litern. Anders als bei den meisten Konkurrenten gibt es den Koreaner ausschließlich mit Hinterradantrieb, was bei voller Beladung für gute Traktion sorgt. Das Beladen erleichtern gleich zwei Schiebetüren – die Wettbewerber bieten in der Basisversion in der Regel nur eine auf der rechten Seite. Die Preise starten bei 24.859 Euro (20.890 Euro netto) für die Variante mit dem 85 kW/116 PS-Diesel. Damit ist er zwar nicht absolut der billigste Kleintransporter, aber der günstigste in seiner Leistungsklasse.


Der Sichere

Der Mercedes-Benz Vito gehört nicht gerade zu den Sonderangeboten unter den Transportern. Dafür wartet er mit umfassender Sicherheitsausstattung auf. Unter anderem gibt es den Schleuderschutz ESP mit Bremsassistent und Anhängerstabilisierung und eine hochfeste Fahrgastzelle. Vor Auffahrunfällen schützen soll ein adaptives Bremslicht, das bei einem plötzlichen Bremsmanöver den nachfolgenden Verkehr warnt. Auch der Stuttgarter wartet nach guter Markentradition mit Heckantrieb auf, kann aber auch mit Allradtechnik aufgerüstet werden. Die Basisversion gibt es ab 27.965 Euro (netto 23.500 Euro), sie muss dann aber mit dem schlappen 70 kW/95 PS-Diesel auskommen.


Der Preiswerte

Lange Jahre kooperierte Nissan in der Klasse der kleinen Transporter mit Renault. Seit kurzem bieten die Japaner ein eigenständiges Modell unter dem Namen NV200 an. Punkten will der Neuling mit niedrigen Anschaffungs- und Betriebskosten, Vielseitigkeit und gutem Handling. Mit 4,40 Metern Länge und zwei seitlichen Schiebetüren kommt er auch in engen Innenstädten zurecht. Das Ladevolumen liegt mit 4.200 Litern dafür eher im unteren Bereich. Die Preise starten bei 15.767 Euro (netto 13.250 Euro) für den Benziner mit 81 kW/110 PS.


Der fahrerfreundliche Zwilling

Als einer der wenigen Transporter seiner Klasse ist der Renault Trafic auch mit einer Automatik zu haben. Das automatisierte Sechsganggetriebe soll den Fahrer entlasten und zudem den Spritverbrauch senken. Zudem bietet der Franzose eine umfangreiche Variantenvielfalt. Unter anderem gibt es ihn als Kastenwagen mit Einzel- und Doppelkabine sowie in den beiden Nutzlastklassen 1,0 und 1,2 Tonnen. Mit Preisen ab 24.906 Euro (netto 20.930 Euro) für den kleinsten Diesel mit 66 kW/90 PS gehört er aber nicht zu den Billigangeboten. Das gilt auch für sein Schwestermodell Opel Vivaro, der inklusive Mehrwertsteuer mindestens 25.299 Euro kostet.

Die Drillinge

Mit gleichen technischen Genen warten die Kleintransporter Fiat Scudo, Citroen Jumpy und Peugeot Expert auf. Zu erkennen sind die drei an ihrer für einen Transporter recht dynamisch geschnittenen Karosserie. Durch zwei mögliche Radstände und zwei Dachhöhen ergeben sich Laderaumgrößen zwischen 5.600 Litern und 7.000 Litern. Die kleinste Version passt sogar in die heimische Garage. In den Laderaum gelangt man durch eine seitliche Schiebetür, optional gibt es eine zweite. Die Preise starten bei dem Italiener bei 22.907 Euro (netto 19.250 Euro), den Citroen gibt es ab 24.216 Euro und der Peugeot kostet mindestens 24.371 Euro. Den Antrieb übernimmt jeweils ein Diesel mit 60 kW/99 PS.

Der Alleskönner

Während die Kleinbus-Variante des VW Transporter zu den edelsten Möglichkeiten gehört, eine Familie zu transportieren, tritt der Kastenwagen betont spartanisch auf. Wer aber etwas Geld in die Hand nimmt, kann ihn zum Hightech-Mobil – zumindest für Nutzfahrzeugverhältnisse - aufrüsten. Unter anderem sind Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht, ein Totwinkelwarner und ein Multifunktionslenkrad zu bekommen. Für den Laderaum gibt es gegen Aufpreis eine Vielzahl an Verzurrösen und Schienensystemen. Zur Wahl stehen kurzer und langer Radstand sowie Normal- und Hochdach, maximal ist Platz für für 9.300 Liter Ladung. Für den mittlerweile unter der Modellbezeichnung T5 geführten Bulli-Nachfolger werden mindestens 27.887 Euro (netto 23.435 Euro) fällig.

Wer mit seinem Transporter viel in der Stadt unterwegs ist, will sich nicht mit übermäßigen Ausmaßen belasten. Die Klasse bis 2,8 Tonnen Gesamtgewicht bietet den besten Kompromiss aus angenehmem Handling und großem Ladevolumen. Eine Übersicht.

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Fazit
Wer mit seinem Transporter viel in der Stadt unterwegs ist, will sich nicht mit übermäßigen Ausmaßen belasten. Die Klasse bis 2,8 Tonnen Gesamtgewicht bietet den besten Kompromiss aus angenehmem Handling und großem Ladevolumen. Eine Übersicht.

Quelle: Autoplenum, 2011-08-19

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