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Testbericht

Stefan Grundhoff, 24. Oktober 2009
Noch nie hat man im Messezentrum Makuhari bei einer Motorshow derart leere und inhaltslose Hallen gesehen. Die Neuheiten der einheimischen Hersteller sind dünn und die ausländischen Firmen zeigten der Tokio Motorshow komplett die rote Karte. Dann muss es eben buntes Spielzeug richten.

Die Absagen der europäischen Hersteller bei der 41. Tokio Motorshow haben sich für die japanischen Messeveranstalter als wahre Katastrophe herausgestellt. Als dann noch Koreaner und Amerikaner absagten, verkam die Messe zur internationalen Farce. Wenn schon keine Neuheiten im Maßstab 1:1, dann frönen die Japaner eben ihrem ausgeprägten Spieltrieb. Kaum kleiner als die wenig einfallsreichen Auftritte von Toyota, Honda, Mazda und Daihatsu sind die Messestände von Firmen wie Takara / Tomy, Foil oder Choro. Bereits der überdimensionale Messeplan mutet mit seinen bunten Bildchen, Legenden und Darstellungen eher wie ein Comic-Heftchen von einem der unzähligen Zeitschriftenstände im Tokioter Untergrund. In den Hallen wird es noch bunter.

Die Spielzeugautos in den unzähligen Vitrinen sind zahlreich, bunt und ganz nebenbei eine echte Schau. Ferngesteuerte Autos, die kaum größer sind als ein Fingernagel, quietschende Moderatorinnen, Modellautos, die sich mit etwas Geschick in Angst einflößende Roboter verwandeln oder Rennbahnen, die jede noch so coole Carrera-Bahn der Lächerlichkeit preisgeben. Das sind die Höhepunkte die Tokio Motorshow 2009. Mini Cooper, Mazda MX-5, Datsun Z, Daihatsu Copen, Lamborghini Countach oder Mitsubishi Evo sind in allen nur erdenklichen Maßstäben und Bauarten zu bewundern. Detailgetreu, verschroben, für Kinder oder Erwachsene, zum Spielen oder einfach nur zum Hinstellen – hier zeigt die angeschlagene Messe ihre wahren Schmuckstücke.

Wie die müden Messestände sind auch die kleinen Spielmodelle markengetreu in Reih und Glied aufgestellt. Fein säuberlich sortiert steht Suzuki neben Nissan, Toyota neben Daihatsu, Mazda neben den Europäern, die zumindest im Kleinen vertreten sind. Die Preise der kleinen Flitzer starten bei 630 Yen (rund vier Euro) für einen weißen Suzuki Swift. Für den gleichen Betrag gibt es aber auch einen roten Daihatsu Copen, einen blauen Nissan 370 Z oder einen gelben Mazda RX-8. Ganz nebenbei: Spielzeughersteller Choro feiert auf der Motorshow seinen 30.Geburtstag.

Einen Stand weiter ist mächtig etwas los. Hier zeigt GranTurismo seine neueste Spielkonsole. Die Zuschauer zwängen sich in die engen Sportsitze, die man eine Halle weiter im neuen Subaru Impreza mit Karbondach findet. Die Rennstrecken dieser Welt werden mit Höchstgeschwindigkeit bezwungen. Nach ein paar Runden Suzuka oder Nürburgring haben die Piloten große Augen und freuen sich auf eine Wiederholung. Wenigstens etwas auf der Tokio Motorshow sorgt für Emotionen. Netter Nebeneffekt: im Gegensatz zu den realen Fahrzeugen auf der Messe kann man die Spielzeugboliden auf der Messe gleich kaufen und mitnehmen.

Wenn die Messe schon dünne Schonkost bietet, dann sollen die Devotionalien der Messe zumindest keine Wünsch offen lassen. Kleine Bärchen als Schlüsselanhänger, mittelgroße Bärchen zum Hinstellen und große Bären zum Knubbeln – alles mit Signet der 41. Tokio Motorshow. Hier macht den Japanern nach wie vor keiner etwas vor. Viele begeistern sich für die Tassen mit den bunten Ballons oder die Baseballcaps ab jeweils 1.800 Yen. Wer mehr Hightech mag, holt sich einen USB-Stick oder einen Laserpointer. Wem das Lust auf automobile Spieleren gemacht hat – ein paar Meter weiter kann man mit dem T-Rex eine coole Kombination aus Motorrad und Cabrio erstehen. Immerhin. Es geht doch.

Quelle: Autoplenum, 2009-10-24

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