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Testbericht

Stefan Grundhoff, 21. Mai 2013
Ist ein 24-h-Rennen noch ein 24-h-Rennen, wenn es nachts mehr als neun Stunden unterbrochen wird? Mit deutlich verkürzter Distanz setzte sich beim verregneten Eifelklassiker zum ersten Mal ein Mercedes durch.

Keine Überraschung, dass die Piloten beim 24-h-Rennen am Nürburgring mit wilden Wetterkapriolen zu kämpfen haben. Kalte Temperaturen von kaum über null Grad, Sitze, Regen, Nebel und Gewitter hatte es in den Jahren zuvor immer schon einmal gegeben und auch eine nächtliche Unterbrechung sorgte vor Jahren schon einmal für Unmut bei den Fans. Doch so dicke kam es noch nie. Gegen 22.30 Uhr musste die 41. Auflage des 24-Stunden-Rennens vom Nürburgring unterbrochen werden. Der Neustart erfolgt erst nach rund neun Stunden wieder. Sintflutartige Regenfälle und dichter Nebel hatten eine Durchführung des Rennens bei Dunkelheit unmöglich gemacht. "Man hätte das Rennen schon eine Stunde vorher abrechen sollen", so die Eifelexpertin Sabine Schmitz, die in diesem Jahr wieder auf dem fleischlustigen Frikadelli-Porsche unterwegs war, "gesehen hat man sowieso nichts mehr." Porsche-Werksfahrer Marc Lieb: "Eine absolut richtige Entscheidung der Rennleitung, denn die Grip- und Sichtverhältnisse waren zu diesem Zeitpunkt mehr als grenzwertig." Vor dem Start zum Eifelrennen hatte es neben dem Dauerthema Regen nur ein Thema gegeben: den Verkauf des insolventen Nürburgrings. Und so präsentierten viele Teams auf Kleidung und Autos den neuen Nürburgring-Slogan "Legenden verkauft man nicht".

Beim Start am späten Nachmittag hatte alles noch deutlich besser als befürchtet ausgesehen. Der Regen ließ länger als erwartet auf sich warten; kam dann jedoch kräftiger denn je und machte den 24-h-Klassiker zu einem verkürzten 15-Stunden-Rennen. An dessen Ende konnte sich erstmals ein Mercedes durchsetzen. Den Sieg des Black Falcon Mercedes SLS AMG GT3 mit der Fahrerbesatzung Bernd Schneider, Jeroem Bleekemolen, Sean Edwards und Nicki Thiim sahen am späten Montagnachmittag jedoch nur noch ein Teil der Zuschauer. Viele hatten infolge des verheerenden Wetters nachts und in den Morgenstunden die Campingplätze rund um die 25 Kilometer lange Piste bereits verlassen oder waren gleich zu Hause geblieben. Der zweite Platz ging in einer spannenden letzten Rennstunde an den BMW Z4 GT3 von Maxime Martin, Andrea Piccini, Yelmer Buurman und Richard Göransson, der sich in der vorletzten Runde an zwei Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von ROWE Racing vorbeischob. "Am Ende war es wirklich ein sehr enges Rennen. Ich wusste, dass ich alles geben musste, um die beiden Mercedes einzuholen", so Maxime Martin mit der Startnummer 25 auf seinem BMW Z4 GT3, "wir wollten dieses Podium unbedingt."

Nichts wurde es mit einem Sieg für die hoch gehandelten Audi R8 LMS Ultra, die mit Frank Stippler die Pole Position innehatten, und die mit großen Erwartungen gestarteten Aston Martin V12 Vantage GT3, die das Feld lange Zeit anführten. Im strömenden Regen hatte der britische Renner jedoch keine Chance mehr auf dem Gesamtsieg. Fahrer Darren Turner: "Was für ein unglaubliches Rennen hier am Nürburgring. Es gab unglaublich viele Höhen und Tiefen. Im Training und im Trockenen haben wir gezeigt, was in dem Vantage GT3 steckt." Enttäuschend verlief das Rennen erneut für die mit großen Erwartungen gestarteten Porsche 911, deren Topmodelle vom Manthey-Team eingesetzt werden. So langte es für den "Dicken" im Feld, der bestplatzierte Porsche 911 GT3 RSR des Teams Manthey Racing mit den Fahrern Timo Bernhard, Romain Dumas, Marc Lieb und Lucas Luhr nur zu Gesamtplatz sieben. Auf Platz elf kam der 911 GT3 R von Manthey Racing mit den Fahrern Jörg Bergmeister, Marco Holzer, Richard Lietz und Nick Tandy.
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Quelle: Autoplenum, 2013-05-21

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