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Ford Sierra 2.0 90 PS (1982–1993)

 

Ford Sierra 2.0 90 PS (1982–1993)
2 Bilder

Alle Erfahrungen
Ford Sierra 2.0 (120 PS)

3,9/5

Erfahrungsbericht Ford Sierra 2.0 (120 PS) von friedhlm, Februar 2017

3,0/5

Der Sierra von damals :-) ein schönes Auto mit ausreichend Platz für eine 4-köpfige, reiselustige Familie. Nach heutigen Gesichtspunkten sicherlich überholt, aber ein tolles Auto. Besonderes Highlight war die heizbare Frontscheibe - damit war im Winter das Beschlagen der Scheibe kein Thema und selbst hartnäckige Vereisungen liesen sich auf Knopfdruck wie von der Heckscheibe bekannt - entfernen. Ich verstehe gar nicht, warum das Feature nicht heute serienmäßig in Fahrzeugen aller Hersteller zu finden ist.

Erfahrungsbericht Ford Sierra 2.0 (120 PS) von DerEine69, Februar 2017

1,0/5

Hoher Verbrauch, schlechte Verarbeitung und auch keine Schönheit...
Das sind meine Erinnerungen an den Ford Sierra.
Im Endeffekt war dies eines meiner teuersten Fahrzeuge - nicht in der Anschaffung sondern in den Werkstattkosten. Positiv war, dass die Ford-Mitarbeiter mich am Schluss schon Dutzten :-D
Im Ernst - wer ein zuverlässiges Fahrzeug sucht ist hier falsch!

Erfahrungsbericht Ford Sierra 2.0 (120 PS) von Anonymous, März 2012

3,6/5

Der Ford Sierra war ein Traumauto!

Gekauft hatte ich meinen Sierra 1994. Der Wagen war 10 Jahre alt und ein Zufallskauf.
Ich hatte mich von meinem Nissan Cherry frohen Herzens getrennt, denn dieser Wagen taugte echt garnichts, als mir der Wagen bei dem Nissahändler auffiel.
Der sagte nur das der Wagen alt und günstig sei und er mir einen guten Preis machen würde, damit der Sierra schnell vom Hof kommt. Okay, also habe ich mir das gute Stück mal näher angesehen. Als erstes viel mir der satte klang auf, als die riesige Tür vom Coupe ins schloss fiel, so muss eine Autotür klingen, das war noch Blech!
Aber der Hammer kam, als ich den Motor gestartet hatte. Ein kleiner Moment des stutzens----- das ist kein 4 Zylinder----- ist das etwa------ das ist doch ein V6?! Motorhaube auf und siehe da ein V6 mit 90 PS. Soviel wusste ich, diese Maschine war schon im Taunus drin und galt schon damals als unverwüstlich!
Zu allem Überfluss hatte der Wagen die GL Ausstattung, wurde in erster Hand von einem älteren Herrn gefahren und hatte erst 70.000Km gelaufen.
Lange Rede kurzer Sinn, der Wagen wurde gekauft.

Der Wagen war der Hammer, kompromisslos zuverlässig, ein Langsteckenfahzeug wie aus dem Buch. Niemals gab es ein Problem mit dem Wagen und der musste wirklich hart ran bei mir.

Dann kammen die geregelten Katalysatoren auf den Markt und unsrere geliebte Regierung kündigte an, das Autos ohne Kat jetzt richtig teuer in der Steuer werden. Hm, also habe ich mich von dem Sierra 1 getrennt, um mir einen Sierra 2 mit Kat zu kaufen. Ich Idiot, ich Vollidiot, ich absolut oberdämlicher Vollidiot. Was der Sierra 1 V6 gut lief, das lief der Sierra 2 schlecht. Da hätte ich besser die höheren Steuern bezahlen sollen, hätte dafür aber super zuverlässiges Auto gehabt. Ich trauere dem Sierra 1 noch heute hinterher.

Erfahrungsbericht Ford Sierra 2.0 (120 PS) von greatest, Januar 2011

4,4/5

Ich bin das Fahrzeug etwas über 4 Jahre gefahren.

Das Fahrzeug kam aus 1. Hand und hatte nach 10 Jahren gerade 17.000km auf dem Tacho. In einem entsprechend gutem Zustand war das Fahrzeug. Ordentlicher Umgang, sowie gute Pflege sind wichtige Voraussetzungen für streßfreies Fahren.

Eine allgemeine Kaufempfehlung gibt es von mir nicht. Der Grund liegt beim Heckantrieb! Ohne rettendes ESP ist solches Fahrzeug nur Fans der Antriebsart zu empfehlen.

Kosten:
- Mein Verbrauch lag bei 8-10 Liter
- Ersatzteile: vieles gibt es mittlerweile gebraucht, Neuteile sind recht günstig
- Reparaturen: über 60.000 km in 4 Jahren gab es nur verschlissene Bremsen und eine verbrauchte Kupplung (Eigenverschulden = dumme Angewohnheit ständig auf der Kupplung zu stehen). TÜV-Untersuchungen hatte das Fahrzeug 2 Mal ohne Mängel bestanden.
- Weiteres: An meinem Fahrzeug war Rost kein Problem. Unter Berücksichtigung des ursprünglichen Zustands und der kurzen Zeit in meinem Besitzt, waren allerdings Rostansätze unter dem Fahrzeug beunruhigend. Großzügige Vorsorgeehandlung würde helfen!

Komfort:
Der Fahrzeugklasse, dem Fahrzeugalter entsprechend ist der Komfort sehr gut! Innengeräusche werden bei steigender Geschwindigkeit unangenehm. Bei Höchstgeschwindigkeit, allerdings, wird das Fahrzeug NICHT unruhig. Minuspunkte gibt es auch für den recht unbequemen Fahrersitz. Platz für eine 4-köpfige Familie ist unserer Erfahrung nach ausreichend gegeben.

Fahrspaß:
120PS und der drehwillige Motor sind bei diesem Fahrzeug ein Vergnügen. Gepaart mit dem Heckantrieb lässt sich das Fahrzeug sowohl langsam und zurückhaltend, aber auch flott mit großem Spaß bewegen. Trotz Heckantriebs ist das Fahrzeug recht gutmütig fahren. Auf glattem Unterboden ist das Fahrzeug gut berechenbar.

Erfahrungsbericht Ford Sierra 2.0 (120 PS) von gwolfgang, März 2010

4,1/5

Nach jahrelangem Reisschüsselverschleiss durch die braune pest (der letzte mazda 323 rostete nach nur 8 jahren beim zusehen) Sowie aüsserst miserablen Beschleunigungs und Fahrleistungen kam ich durch zufall und meinem Kumpel zu einem 19 Jahre alten Sierra mit 120 Ps.
Was soll ich sagen: Das Design hat mich sofort begeistert.Sowohl aussen als auch innen ein voll und ganz durchdachtes harmonisches Fahrzeug!!
Die Fahrleistungen als auch die Strassenlage sowie das handling des Sierra überzeugen mich voll und ganz!!
Und was den Rost anbelang....... NICHT EINE EINZIGE AUCH NUR KLITZEKLEINE ROSTSTELLE!!!!!

Mein Fazit: Das beste Auto das ich jemals gefaren habe!!!!!

Danke Ford!

Erfahrungsbericht Ford Sierra 2.0 (120 PS) von RacerPumpkin, Oktober 2009

4,4/5

Was mich zum Kaufe eines alten Ford bewegt hat sind die überraschend guten Erlebnisse mit einem Sierra 1.6 Bj. '88, an dem ich fünf Jahre lang Freude hatte. Meinen zweiten Sierra kaufte ich, eil ich ein einfaches, zuverlässiges Auto brauchte um jeden Tag die 95 km zu meinem Arbejtsplatz und wieder zurück zu schaffen. Ich wohne in Dänemark wo Autos mit 180% Steuern belegt sind und da unser Budget auf einen Wagen ausgelegt war, musste Nummer zwei so billig wie möglich sein - nicht nur in der Anschaffung, sondern auch in der Wartung.
Ich fand ein schönes Exemplar das ich einem älteren Herrn abkaufte, der den Sierra fast 25 Jahre lang gepflegt und geputzt hatte, aber jetzt zu alt zum Autofahren geworden war. In drei Wochen habe ich den Wagen ein Jahr lang gefahren und darin 31 tkm zurückgelegt. Jeden Tag zur Arbeit und zweimal in den Urlaub, nach Bayern und Italien. Für diejeningen, die ohne Fernbedienungen, Sensoren und programmierbare Gadgets nicht auskommen ist dieser Wagen nichts: Kein Drehzahlmesser, keine Zentralverriegelung, nicht einmal von innen verstellbare Aussenspiegel, vom Schiebedach gar nicht zu reden. Mein Wagen hat aber eine Eigenschaft die alles andere in den Schatten stellt. Er fährt mich immer genau dahin wo ich will, wenn ich es will.
Die einfache Mechanik ist mir eine Freude, weil ich hier noch kleine Reparationen selbst durchführen kann. Man lernt so seinen Wagen einfach besser kennen! Mit heutigen Augen gesehen könnte de Verarbeitung der Plastikteile in der Kabine um einiges genauer sein, auch wundere ich mich darüber dass der Benzinverbrauch angesichts eines cW von nur 0,34 relativ hoch ist. In der Automatik-version nimmt meine Fahrweise übrigens auf den Verbrauch keinen Einfluss.
Die Sitze sind grossartig, die Instrumentierung praktisch und alles funktioniert so wie man es erwartet. Im Fond finden meine breitschultrigen 183 cm erstaunlich viel Platz. Hier fehlt es jedoch an Ablagemöglichkeiten, was wahrscheinlich daran liegt dass hier von der L-version die Rede ist.
Auf längeren Strecken liegt der Wagen gut bei um die 130 km/h herum. Die Windgeräusche sind nicht störend und auch die Seitenwindeinwirkung liegt im Bereich des Annehmbaren. Ich muss dazu sagen dass mein Wagen mit 15-Zoll-Scorpio Felgen ausgestattet ist, die die Strassenlage in windigen Verhältnissen verbessern und übrigen gut zum Wagen stehen. Überholungen wollen geplant sein, besonders wenn zu den 1050 Kg Leergewicht noch 300 Kg Leute und Gepäck hinzukommen. Ich glaube die Automatikversion hat eine Spitzengeschwindigkeit von 168 km/h. Dieser Wagen ist der erste, den ich noch nicht ganz ausgefahren habe.
Die Serviceintervalle werden immer noch eingehalten und wenn es nur irgendwie möglich ist, werde ich den Wagen noch viele Jahre behalten. Ich habe ein genaues Schema über die Unterhaltungskosten und meine durchschnittlichen Ausgaben betragen 32 Cent per Kilometer, inklusive Anschaffung, Vericherung, Wartung, Zubehör und Benzin. Und inklusive der Fahrfreude. Meine Frau versteht es nicht ganz und meine Vorliebe für gut konstruierte, zuverlässige Mechanik der undurchschaubaren, Elektronik-Monstren gegenüber kann ich ihr auch nicht durch mein Ausgabenschema vermitteln. Aber sie hat ja ihr eigenes Auto und deshalb werde ich mir - wenn mein treuer Sierra einmal den Geist aufgibt - wieder einen Sierra kaufen!

Erfahrungsbericht Ford Sierra 2.0 (120 PS) von sierra1, Mai 2009

4,3/5

Hallo Ich bin Fordfahrer aus übezeugung und leidenschaft hatte bisher viel spass mit meinen Ford´s Bis jetzt waren es glaube ich sieben ,vom Fiesta MK1 bis zum SIERRA. Ich bin selber gelernter Lkw-Mechaniker! Und ich hatte mir auch schon einen Ford Fiesta als Stoppelfeldrenner zusammengeschraubt!(Arbeitsstunden ca.200) Ich bin Mitglied im Ford-club-lueneburg.de

Und der Ford Sierra der oben angegeben ist , ist ein Allradfahrzeug mit permanetem Antrieb!

Der Wagen ist sehr zuverlässig wenn man das alter betrachtet ,und dazu auch sehr geräumig dazu kommt noch die Anhängerkupplung mit der ich meinen Wohnwagen problemlos ziehen kann (1200 kg)!

P.S.
Er ist ein hübsches Arbeitstier !

Erfahrungsbericht Ford Sierra 2.0 (120 PS) von Anonymous, April 2009

3,9/5

Der Ford Sierra 2.0 CLX DOHC war mir und meiner Familie 18 Jahre ein treuer Diener.
Nach 196000 Kilometern und einer defekten Zylinderkopfdichtung musste er dann weichen.
Ich habe mir das Auto beim fast wöchentlichen Werkeln genauer angesehen und stellte fest, dass es neben der Karosserie fast keine größeren Mängel gab.
Mit 120PS auf den Hinterrädern machte er ziemlich viel Spass auf der Autobahn und kurvigen Landstrassen, welcher aber nach dem Blick auf die Tanknadel wieder schnell verschwand. Mit 12 Litern Verbrauch war mein Sierra nicht gerade der Sparsamste. Ich hörte aber von anderen Sierraristen, dass durchaus 8 bis 9 Liter drin seien.
Neben dem nicht nur spritfressenden, sondern auch ölfressenden Motor gab es noch ein typisches Anzeichen für Ford-Qualität: die Karosserie. Eigentlich gab es an meinem Sierra keine Stelle mehr, die nicht verrostet waren. Die Radkästen und deren Innenseiten zur Tür hin waren löchrig und nicht mehr reparabel. Auch der Schweller war nach 10 Jahren durch. Der Motorinnenraum... und so weiter.
Das Interieur war dagegen für einen Puristen, wie mich, gefällig. Alles hatte seinen Platz und war nur deshalb dort, weil man es wirklich brauchte. Kein Schnick-Schnack eben. Und meiner Meinung nach gibt es keine besseren Sitzplätze als im Sierra.
Zum Getriebe kann ich nur sagen, dass es für meinen Geschmack zu unpräzise ist. Es fühlte sich immer so an, als wäre der Gang nie richtig drin, weil es immer ein kleines Haken beim Schalten gab. Auch der Rückwärtsgang wollte in manchen Situationen nicht wirklich und ließ sich erst nach ein paar Zentimetern rollen einlegen.
Obwohl der Sierra verarbeitungsmäßig nicht das beste Auto war, gefiehl er mir allein schon durch die Formen. Die Form war damals so gewählt, dass ein möglichst geringer Cw-Wert erreicht werden und das Auto trotzdem noch lässig auf der Straße auffallen sollte.

Fazit: Mal abgesehen vom Verbrauch und der schlechten Verarbeitung der Karosserie war der Sierra in meinen Augen einfach nur klasse. Allein das Design ist einfach zeitlos. Der Sierra müsste eigentlich Kult sein...

Erfahrungsbericht Ford Sierra 2.0 (120 PS) von Anonymous, Oktober 2008

4,4/5

Da ich ja schon seit jeher so ein Faible für klassische Ford habe (aufmerksame Leser wissen ja, dass ich beinharter Scorpio-Fan bin), kommt es immer wieder mal vor, dass das eine oder andere Schiff "nebenbei" oder "zufällig" bei mir strandet.

Im November 2006 war es wieder mal so weit, wenn auch leider nur für relativ kurze Zeit.

In einem Dorf, ungefähr 10 Kilometer von meinem Wohnort entfernt, sollte die Scheune eines Bauernhofes abgerissen werden (ja ja, der klassische Scheunenfund, ich weiß...).

Der Besitzer, ein ehemaliger Landwirt, war kurz zuvor hoch betagt verstorben und die Erben wollten sozusagen mit frischem Besen durchkehren und alles verändern oder erneuern.

Davon hatte ich jedoch überhaupt nichts mitbekommen, bis mich eines Tages eine ehemalige Schulfreundin ansprach, die ich auch nur rein zufällig beim Tanken getroffen hatte.

Sie erzählte mir, dass ihr Lebensgefährte, ein Maurer, auf besagter Baustelle bzw. mit dem Abriß zu tun hatte und man dort in jener Scheune einen alten Wagen, wohl einen Ford, unter einer Plane entdeckt hatte. Welches Modell, wußte sie nicht. Nur konnte sie mir noch sagen, dass das Auto wohl auf den Schrott käme, da keiner der dort Beteiligten was mit alten Autos anfangen könnte und auch die Erben kein Interesse hätten. Und da sie sich erinnern konnte, dass ich auf Ford stand, legte sie mir nahe, mich doch einfach mal bei besagter Familie zu melden.

Meine Neugierde war sofort geweckt und gleich am nächsten Tag wurde ich dort vorstellig. Deren Desinteresse war bemerkenswert; sie versuchten noch nicht einmal, Geld herauszuschlagen. Die wenigen gesprochenen Sätze lauteten in etwa: "Woher wissen Sie, dass das Auto hier steht?" , "Was wollen sie denn mit dem Schrott ?" und "Sie können ja mal gucken gehen, die Scheune ist offen, das Auto steht
hinten links neben der Haferquetsche."

Ich ging also in die Scheune , entdeckte haufenweise Gerümpel, uralte verrostete Ackergeräte und einen vermutlich nicht mehr fahrbereiten 11er Deutz. Und dann sah ich auch schon die blaue Plane.

Fahrzeugkonturen ließen sich nicht erkennen, es hätte alles sein können - Knudsen-Taunus, 20 M P7b, 12 M P4 - einfach alles ! Also zog ich kurzerhand die Plane weg und mir verschlug es augenblicklich die Sprache: Vor mir stand ein Sierra Mk.I Fließheck - Mk.1 bedeutet also, erste Serie bis 12/86. Die sind ja nun mittlerweile sehr selten, weil der Rost von den meisten nichts mehr übrig ließ.

Der hier war aber in bemerkenswert gutem Zustand, zwar etwas verstaubt und der Lack länger nicht mehr poliert, aber bis auf wenige Stellen praktisch rostfrei und von eindeutig sehr guter Substanz. Das ganze in gediegener GL-Ausstattung mit braunem, intaktem Velours, bronzebraun getönten Scheiben, Servolenkung, Schiebedach. Außen in goldmetallic. Eine phantastische Kombination !

Da wußte ich schon mal ganz schnell, dass dieser Wagen nicht auf dem Schrott landen würde, ganz bestimmt nicht !

Ich ging wieder zurück zum Haus, fragte nach dem Fahrzeugschlüssel und erhielt weitere Informationen: Opa war das Auto bis fast zum Schluß gefahren, also bis etwa vor 1 1/2 Jahren. Dann wurde er, weil der alte Herr altersmäßig nicht mehr in der Lage war, am motorisierten Straßenverkehr teilzunehmen, abgemeldet und in der Scheune geparkt und wohl auch ziemlich schnell vergessen. Allerdings, so bestätigte man mir, war der Wagen immer sehr gepflegt worden und wohl auch nicht viele Kilometer gefahren. Die Vermutung lag nah, dass er noch keine 100.000 weg hatte.

Noch ehe ich weitere Fragen stellen konnte, sagte man mir wortwörtlich: "Nehmen Sie ihn mit, Sie können ihn umsonst haben. Wenn Sie ihn nicht wollen, geht er morgen in die Schrottpresse!"

Den Schlüssel in der Hand, ging ich nochmal zum Wagen und machte nach dem Öffnen der Motorhaube die freudigste Entdeckung meines Lebens: Das Auto hatte den legendären 2,0-Liter-V6 mit 90 PS unter der Haube - ein praktisch unzerstörbares Aggregat, welches schon 1965 im 20 M P5 eingebaut und praktisch zwanzig Jahre unverändert produziert wurde, zuletzt erhältlich bis etwa 1984/85 für den Sierra und natürlich den Granada.

Und wer sich etwas auskennt, weiß, dass es im Verhältnis (beispielsweise zum Taunus, der recht häufig mit dieser Maschine geordert wurde) nur relativ wenige Sierra mit dieser Motorisierung gab ! Noch seltener war freilich nur der größere 2,3-Liter-V6 im Sierra, da gab es im Prinzip nur eine Handvoll von. Einen Sierra V6 zu finden, gleicht eigentlich der Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
Und dann so ein unglaublicher Zufall !

Der Anlasser drehte sogar noch müde, aber natürlich sprang der Wagen nach dieser längeren Standzeit nicht an.

Ich sagte den Leuten zu, dass Auto mitzunehmen, egal wie. Und wenn ich mit einem Trailer vorgefahren wäre, aber ich wollte das Auto unbedingt haben.

Später am Tag kehrte ich mit einer neuen Batterie und einem Kanister frischen Benzins zurück, außerdem hatte ich sicherheitshalber einen Satz neuer Zündkerzen dabei.
Und siehe da: Der Wagen sprang mit der neuen Batterie sofort an, lief die ersten Minuten etwas unrund, beruhigte sich dann aber recht schnell und verfiel in das typisch heisere V6-Leerlaufbrummeln. Natürlich war der TÜV abgelaufen, aber das war für mich zunächst mal ein sekundäres Problem. Und so beschloß ich, den Wagen auf eigener Achse nach Hause zu fahren, zumal ich es ja auch nicht weit hatte.

Zu meiner weiteren Überraschung funktionierten sogar die Bremsen problemlos, die Bremsscheiben hatten zwar etwas Flugrost, aber es war nichts festgegangen. Auch die Schaltung flutschte und es gab keine auffälligen Stör-oder Nebengeräusche.

Nachdem ich das Auto auf dem Weg vor dem Haus einige Male hin- und her bewegt hatte und keine dramatischen Funktionsfehler ausmachen konnte, beschloß ich die Fahrt nach Hause anzutreten.

Da ich in der Kürze der Zeit nicht dazu gekommen war, mir ein Überführungskennzeichen oder dergleichen zu besorgen, griff ich zu einem nicht ganz legalen Trick, um möglichem Ärger aus dem Weg zu gehen: Ich hatte einfach die Kennzeichen meines ordnungsgemäß zugelassenen Scorpio mitgebracht und befestigte sie kurzerhand am Sierra.
Es war ja nur für eine Strecke von 10 Kilometern gedacht.

Der Wagen brachte mich ohne Auffälligkeiten nach Hause und schon auf dieser Fahrt erfreute ich mich am guten Durchzug und dem satten, kultivierten Sound des Sechszylinders sowie der gepflegten Innenausstattung (die allerdings etwas nach Stall roch, ähem...)
Die Reifen rollten zwar relativ hart ab, aber das war auch wirklich alles.

Dieser Glückstreffer war wahrscheinlich der größte in meinem Leben, ich brauchte etliche Tage, um das wirklich verarbeiten zu können.

In den folgenden Tagen vebrachte ich meine Freizeit damit, sämtliche Flüssigkeiten zu wechseln, Dichtungen, Schläuche, Riemen und Leitungen zu überprüfen (einen Kühlwasserschlauch mußte ich dann doch wechseln, da er etwas tropfte) und zog neue Reifen auf. Dann fuhr ich wagemutig zum TÜV und zur Abgasuntersuchung (der Wagen hatte natürlich keinen Katalysator) und brachte alles weitestgehend schwierigkeitsfrei hinter mich. Der TÜV-Prüfer meinte sogar, einen so guten alten Sierra habe er schon lange nicht mehr gesehen. Es gab zwar Anrostungen am Unterboden, aber keinerlei Durchrostungen, was bei diesem Fahrzeug schon ein echtes Novum darstellt.

Jedenfalls bekam ich die begehrten Plaketten und erfreute mich in der Folgezeit an einem herrlichen V6-Cruiser, der zudem durch seine simple Grundkonstruktion hervorragend zu warten und im Ernstfall (der bei mir nicht eintrat) zu reparieren ist. Der Wagen war vollkommen original erhalten, nichts war verbastelt oder beschädigt.

Allerdings meldete ich ihn auf Saisonkennzeichen an, weil ich ihm keinen Winterbetrieb mehr zumuten wollte, so dass die ersten regelmäßigen Freizeit- und Wochenendausfahrten am April 2007 stattfanden. Hauptsächlich nutze ich ja meinen geliebten Scorpio im Alltag, der Sierra war sozusagen mein Schönwetterauto.

Unsere Liaison hielt genau bis Juni 2008. Zwei Monate, nachdem er nach der Winterpause wieder auf der Straße war, wurde ich an einem schönen Samstagnachmittag auf der Straße weggerammt durch einen betrunkenen und vollgekifften 20jährigen, der mit seinen 4 Freunden im Polo II die Straßen unsicher machte. Er nahm mir völlig unvermittelt die Vorfahrt, so dass ich keine Chance mehr hatte. Mein Sierra hatte - alleine ökonomisch gesehen, vom ideellen Wert garnicht zu sprechen- einen Totalschaden und
es war nur ein geringer Trost für mich, dass ebenso der Polo meines Unfallgegeners (der 2,2 Promille intus hatte) völlig im Eimer war. Zum Glück gab es keine Schwerverletzten.

Leider konnte ich nicht mal mehr den Motor ausbauen, da er bei dem Unfall hochgedrückt und stark beschädigt worden war. So landete der Sierra am Ende wirklich auf dem Schrott und ich trauere dem Wagen nach wie vor hinterher.

Der Sierra ist ein hervorragend konstruierter Wagen mit echten Nehmerqualitäten, zumal wenn er den seidigen V6 unter der Haube hat (wobei auch die Vierzylinder, speziell die 2,0-Liter, alles andere als schlecht sind).

Wer einen (billig sind sie ja eh!) guten Sierra findet, bekommt ein robustes Alltagsauto, welches neben seiner Gesamtqualität auch durch seine Reparaturfreundlichkeit besticht. Nur einen V6 zu finden, dürfte eben mehr als schwierig werden.

Erfahrungsbericht Ford Sierra 2.0 (120 PS) von Anonymous, September 2008

4,9/5

Ich habe meinen Sierra vor 4 Jahren unter dem Gesichtspunkt gekauft, kein Auto zu benötigen, aber wenn, dann eines, das man selber reparieren kann.
Der Sierra als klassische Stufenheck-Limousine hatte es mit von der Optik angetan, obwohl das Biedermann-Image ja polarisiert.
Ausgerüstet mit Heckantrieb, dem sparsamen und durchzugstarken DOHC-Motor, einer gefälligen Innenausstattung und Schiebedach, war es eigentlich Liebe auf den ersten Blick.
Das erste halbe Jahr habe ich dem Wagen nur die nötige Pflege angedeihen lassen und auf sich ankündigende Reparaturen gewartet. Fehlanzeige.
Die lt. Prospekt angegebenen Verbrauchsdaten habe ich damals nicht erreicht, in der Stadt bin ich mit ca. 8,6 L/100 km ausgekommen. Höchstgeschwindigkeit lag lt. GPS bei 198 Km/h.
Alles Werte, die einem fast 13 Jahren alten Auto gut zu Gesichte standen und auch heute noch nicht veraltet sind.
Aufgrund des niedrigen Gewichtes von nur 1115 Kg hat der Motor mit der Karosserie ja auch "leichtes" Spiel.
Die Verarbeitung ist mehr als gut zu nennen, Rostansätze wurden im Jahr 2008 vorsorglich bearbeitet und dabei der Wagen hohlraumkonserviert.
Ausserplanmässige Reparaturen gab es bis zu diesem Zeitpunkt nur verschlissene Ventilschaftdichtungen, die aber in Eigenleistung erneuert wurden. Diese Reparatur hat mich ca. 80€ gekostet weil ich in einem die Führung der Antriebskette erneuert habe.
Da der DOHC-Motor eine Antriebskette und keinen Zahnriemen besitzt, ist auch hier eine sehr wartungsarme Variante verbaut.

Rostbefall ist bei gepflegten Exemplaren eher ein kleines Thema, übliche Stellen sind die Radläufe hinten sowie die Längsträger hinten rechts wie links, hier genau in dem Bereich, in dem 3 Bleche zusammen laufen. Ausserdem sollte man, wenn man da schon enmal arbeitet, den Tank von oben begutachten. Im Vorderwagen ist selbst bei sehr befallenen Fahrzeugen Rost meistens kaum vorhanden.
Zusätzlich sind die Sitzaufnahmen der Vordersitze zu beobachten, hier ist insbesondere auf kleine Risse im Unterbodenschutz zu achten. Solange dieser gut ist und regelmässig alle 1-2 Jahre erneuert wird, besteht aber so gut wie keine Gefahr.

Der Innenraum ist sehr geräumig und je nach Aussenfarbe farblich gestaltet. Die Verarbeitung ist durchweg gut, keinerlei Risse im Armaturenbrett oder Seitenverkleidung, die Sitze nicht durchgesessen und mit Lordose-Unterstützung ausgestattet. Due Übersicht ist jederzeit gegeben, auch kleinere Fahrer haben aufgrund der Höhenverstellung des Fahrersitzes keinerlei Probleme.

Im Laufe der letzten 3 Jahre habe ich das Fahrzeug individuell und sportlicher ausgestattet, es wurden nachgerüstet:
1) elektrische Aussenspiegel (beheizbar)
2) elektrisches Schiebedach
3) höherwertige Innenraumbeleuchtung
4) Recaro-Sitze vorne
5) RS-Lederlenkrad
6) elektrische Fensterheber
7) komplettes RS- Spoilerkit, bestehend aus Frontschürze mit Nebelscheinwerfer, Heckschürze, Seitenschweller.
8) Der originale Heckspoiler wurde gegen einen Cosworth-Spoiler getauscht.
9) beheizbare Frontscheibe (genial im Winter sowie bei beschlagenen Scheiben)

Diese Umbaumassnahmen haben ca. 550€ plus Arbeit gekostet, diese Teile bekommt man mittlerweile recht günstig bei Auktionshäusern, man braucht nur etwas Zeit.

Am Motor habe ich bisher folgende Neuerungen gemacht:

1) einstellbarer Benzindruckregler
2) Sportchip der Fa. Suhe
3) 270° Sportnockenwellen
4) K&N Sportluftfilter
Ich warte noch auf meinen Fächerkrümmer.

Die bisherigen Ausgaben hier belaufen sich auf 3 Jahre suchen und 470€.

Die Werte meines Fahrzeuges sind nun wie folgt:

Höchstgeschwindigkeit lt. GPS 216 KM/h, erhöht sich noch mit dem Krümmer, Verbrauch ca. 9,5 L/100km, aufgrund des Chips jedoch SuperPlus.

Zusammenfassung:

Der Sierra mit dem DOHC-Motor ist eine sehr kostengünstige 4-türige Reiselimousine mit guten Fahrleistungen bei moderatem Verbrauch, gepflegte Rentnerfahrzeuge sind unbedingt zu empfehlen. Der Wagen ist aufgrund der langen Bauzeit durchdacht und von hohem Qualitätsstandard.

Abzuraten ist von Fahrzeugen aus Händen von "jungen Wilden", da hier schnell die Gefahr einer defekten Zylinderkopfdichtung besteht aufgrund von unsachgemesser Behandlung und Pflege.

Für den engagierten Do-it-yourself Schrauber ist der Sierra mit seiner grundsoliden 80ér Jahre-Technik einfach und schnell zu reparieren, es werde keine spziellen Werkzeuge gebraucht.

Alle Varianten
Ford Sierra 2.0 (120 PS)

  • Leistung
    88 kW/120 PS
  • Getriebe
    Manuelles Getriebe/5 Gänge
  • 0-100 km/h
    10,2 s
  • Neupreis ab
    14.000 €
  • Verbrauch nach Herstellerangaben
    8,9 l/100 km (kombiniert)
  • Energieeffizienz­klasse

Technische Daten Ford Sierra 2.0 (120 PS)

Allgemeine Merkmale
FahrzeugklasseMittelklasse
KarosserieformLimousine
Anzahl Türen5
Sitzplätze5
FahrzeugheckFließheck
Bauzeitraumab
HSN/TSN
Antrieb
GetriebeartManuelles Getriebe
Gänge5
Hubraum1.998 ccm
Leistung (kW/PS)88 kW/120 PS
Zylinder4
Antriebsart
0-100 km/h10,2 s
Höchstgeschwindigkeit201 km/h
Anhängelast gebremst
Anhängelast ungebremst
Maße und Stauraum
Länge
Breite
Höhe
Kofferraumvolumen
Radstand
Reifengröße
Leergewicht1.120 kg
Maximalgewicht
Antrieb
GetriebeartManuelles Getriebe
Gänge5
Hubraum1.998 ccm
Leistung (kW/PS)88 kW/120 PS
Zylinder4
Antriebsart
0-100 km/h10,2 s
Höchstgeschwindigkeit201 km/h
Anhängelast gebremst
Anhängelast ungebremst

Umwelt und Verbrauch Ford Sierra 2.0 (120 PS)

Kraftstoffart
Tankinhalt61 Liter
Kraftstoffverbrauch nach Herstellerangaben8,9 l/100 km (kombiniert)
l/100 km (innerorts)
l/100 km (außerorts)
CO2-Emissionen nach Herstellerangaben207 g/km (kombiniert)
Tatsächlicher Kraftstoffverbrauch
Tatsächliche CO2-Emissionen
Schadstoffklasse
Energieeffizienzklasse

Alternativen

Ford Sierra 2.0 90 PS (1982–1993)