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Chevrolet Corvette 5.4 Sting Ray PS (1962–1967)

Chevrolet Corvette 5.4 Sting Ray  PS (1962–1967)
6 Bilder
Varianten
  • Leistung
    169 kW/231 PS
  • Getriebe
    Automatik/4 Gänge
  • 0-100 km/h
  • Neupreis ab
    60.000 €
  • Verbrauch nach Herstellerangaben
    0,0 l/100 km (kombiniert)
  • Energieeffizienz­klasse

Technische Daten

Allgemeine Merkmale
FahrzeugklasseOberklasse
KarosserieformCoupe
Anzahl Türen2
Sitzplätze4
FahrzeugheckStufenheck
Bauzeitraumab
HSN/TSN
Antrieb
GetriebeartAutomatik
Gänge4
Hubraum4.949 ccm
Leistung (kW/PS)169 kW/231 PS
Zylinder8
Antriebsart
0-100 km/h
Höchstgeschwindigkeit
Anhängelast gebremst
Anhängelast ungebremst
Maße und Stauraum
Länge
Breite
Höhe
Kofferraumvolumen
Radstand
Reifengröße
Leergewicht
Maximalgewicht
Antrieb
GetriebeartAutomatik
Gänge4
Hubraum4.949 ccm
Leistung (kW/PS)169 kW/231 PS
Zylinder8
Antriebsart
0-100 km/h
Höchstgeschwindigkeit
Anhängelast gebremst
Anhängelast ungebremst

Umwelt und Verbrauch

Kraftstoffart
Tankinhalt
Kraftstoffverbrauch nach Herstellerangaben0,0 l/100 km (kombiniert)
l/100 km (innerorts)
l/100 km (außerorts)
CO2-Emissionen nach Herstellerangaben
Tatsächlicher Kraftstoffverbrauch
Tatsächliche CO2-Emissionen
Schadstoffklasse
Energieeffizienzklasse

Kosten und Zuverlässigkeit

Neupreis ab60.000 €
Fixkosten pro Monat
Werkstattkosten pro Monat
Betriebskosten pro Monat
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Alle Erfahrungen
Chevrolet Corvette 5.4 Sting Ray (250 PS)

3,6/5

3,6/5

Meinung von dirkster, Mai 2008

Die Corvette Sting Ray Baujahr 1963 war die zweite Baureihe (Corvette C2) und folgte dem absoluten Klassiker aus den 50ern nach. Am bekanntesten ist wahrscheinlich die Split Window Version mit geteilter Heckscheibe. Schenkt man den Legenden Glauben, dann starb die Split Window deswegen aus, weil man im Rückspiegel die gefürchteten amerikanischen Motorrad-Polizisten nicht sehen konnte. Es gab sogar etliche Besitzer, die die Heckscheibe nachträglich vom "Split" befreien ließen.

Doch ich schweife ab, denn dies ist der Bericht zu einer Corvette Sting Ray Cabrio Baujahr 1963 - sie hat bei geschlossenem Verdeck ein (durchgehendes) Plastikfenster hinten.

Gekauft habe ich den Wagen eher zufällig, ich war damals auf der Suche nach einem Ford Mustang. Ein Freund schickte mir den Hinweis auf die Corvette, ich fuhr zum Starnberger See, saß bei der Probefahrt auf dem Beifahrersitz... und war hin und weg! Das rauhe Brüllen des 5,7 Liter 8-Zylinders, die Beschleunigung und rohe Kraft... die wunderschönen Linien des Autos... Ich war verliebt. Nach kurzer technischer Durchsicht und nach nur ein klein wenig Feilschen war der Wagen meins und ich hatte gleich das abenteuerliche Vergnügen ihn über die Autobahn bis hinter Ulm zu überführen...

Dazu muß man sagen: der Wagen war von Fahrwerk und Lenkung in miserablem Zustand: die Lenkung hatte unglaublich Spiel, die Reifen waren eher für einen Geländewagen, die Hinterachse wackelte durch die Gegend... und mir war alles egal. Ich saß in meinem neuen Schatz, keine Gurte (gab's nich 63) und grinste wie ein Honigkuchenpferd als ich meinen Liebling über die Autobahn schaukelte. Endlich angekommen und reichlich voll mit Adrenalin schlich ich mit einem Kumpel eine geschlagene Stunde ums Auto, bewunderte diese Linie, jene Kurve und jedes kleine Detail... es war ein Genuß.

Inzwischen (einige Jahre und einige Euro später) ist der Wagen technisch wieder in gutem Zustand. Immer noch nicht perfekt, aber wir haben ja noch ein paar Jahre bis zu seinem 50sten. ;-)

Ein Erfahrungsbericht muß natürlich enthalten wie sich der Wagen fährt:
Das beginnt mit dem Einsteigen, was für einen Sportwagen außerordentlich einfach geht. Man sitzt zwar tief, aber hat in dem reinen Zweisitzer wirklich mehr als genug Platz hinterm Lenkrad. Den Zündschlüssel zu drehen - das hat etwas erotisches... Wenn der 5,7 Liter Motor beim ersten Berühren schon ein kurzes Brüllen und dann ein massierendes Blubbern erklingen läßt, ist man schon im siebten Himmel.

Das Betätigen des Gaspedals wird mit sofortiger Rückenmassage belohnt, während sich die wohligen Vibrationen des Motors durchs ganze Fahrzeug ziehen... wow! Wer dann so ungeschickt war die Handbremse einzulegen (rechts unter der Lenksäule), der bekommt einen leichten Dämpfer beim Versuch das hakelige Ding zu lösen (Vergleiche mit BHs drängen sich auf - man möge mir verzeihen).

Für die folgende Beschreibung muß man eine Eigenheit meiner ganz speziellen Corvette berücksichtigen: Sie besitzt eine sog. "lange Hinterachse" - das heißt sie ist besonders lang übersetzt. Das war so, als ich sie gekauft habe und ermöglicht mir im ersten Gang locker 100 km/h zu fahren, bzw. im 4. Gang bei 80 km/h mit brummeligen 1500 Umdrehungen vor mich hin zu cruisen. Ich hatte zwischendurch die Original-Übersetzung drin. Allerdings wurde der Wagen dadurch nicht nur giftig und laut, sondern soff auch wie eine Kuh (jenseits 25 Liter). Manche mögen die lange Übersetzung für einen Frevel halten - ich genieße währenddessen den blubbernden 8-Zylinder beim Cruisen ;-)

Das Anfahren mit der langen Übersetzung funktioniert dennoch ganz gut - vergleichbar mit einem normalen PKW im 2. Gang. Braucht ein wenig Gefühl, aber funktioniert. Das geringe Leergewicht von nur 1350 kg verdankt der Wagen seiner durchgehenden GFK-Karosserie - ja, Sie hören richtig: Glasfaser-Karosse im Jahr 1963. Große Vorteile: weniger Gewicht und kein Rost. Nachteil: es gibt keine Dellen, sie zerbirst stattdessen und ist nur von ausgesprochenen Spezialisten gut zu lackieren.

Ok, böse Menschen behaupten, daß Ami-Autos nur zum Geradeaus-Fahren gut sind. Und ein Stückweit haben sie schon Recht. Den Wagen ohne Servolenkung um Kurven zu bekommen benötigt einerseits ein wenig Kraft und andererseits ein wenig Spielen mit dem Gas um das Heck um Serpentinen zu ziehen. Das macht aber trotzdem wahnsinnig Laune. Die Kraft des Motors bringt einen schnell in Geschwindigkeitsregionen, bei denen einem mit den (zugegebenermaßen miserablen) Trommelbremsen und den fehlenden Gurten etwas mulmig werden kann. Die inzwischen 45 Jahre merkt man dem Wagen auch an, so klappert und rappelt doch immer irgendwo irgendwas. Aber ehrlich: wenn man in der Kiste sitzt ist einem das sowas von egal!

Kommt man abends von der Ausfahrt zurück dröhnen die Ohren, klopft das Herz und man spürt die Vibrationen noch Stunden später. Was ein Ritt!
Getankt wird die Corvette mit ganz normalem Super - und zwar über den Einfüllstutzen in der Mitte des Kofferraums. Ok, das ist nicht ganz akkurat. Denn die Corvette besitzt keinen Kofferraum im klassischen Sinne. Dort sitzt der Tank, in den man beim Befüllen lustig von oben reinlugen kann. Man hat aber hinter den Sitzen unter dem Verdeck genügend Platz einige Sächelchen unterzubringen. Sprudel einkaufen geht aber nur ohne Beifahrer.

Und jetzt wird's lustig, wir bewerten die Sting Ray mal nach den eigentlich für Alltagsautos entworfenen Kategorien:

Preis-/ Leistungsverhältnis
Der damalige Preis von unter 5000 Dollar war natürlich ein echtes Schnäppchen. Heute werden die Autos um einiges teurer gehandelt - aber man bekommt viel für sein Geld.

Design & Styling
Der Wagen ist einfach wunderschön... gebaut in den 60ern mit einer 70er-Jahre Karosserie und einem 50er Jahre Interieur. Ich bin immer noch begeistert. Auch mit Hardtop (siehe Bild) ist das Auto ein absoluter Hinkucker. Und daß die Leute kucken, dafür sorgt der Motorsound ;-)

Verarbeitungsqualität
Ok, ok... da müssen wir ein paar Punkte abziehen. Dennoch: die Technik ist einfach und robust. Und nicht jedes Auto hält 45 Jahre.

Sparsamer Verbrauch
Ja... selbst mit der langen Übersetzung muß man schon zwischen 15 und 20 Litern rechnen. Aber ganz ehrlich: es gibt auf der Welt kein schöneres Geräusch beim Sprit verbrennen.

Motorisierung
Sehr gut. Insbesondere mit dem recht geringen Leergewicht hat man hier einen Wagen, der sehr gut vorwärts geht.

Alltagstauglichkeit
Muß man zugeben: eher bescheiden. Das Verdeck ist nur schwer dicht zu bekommen, Platz zum Einkaufen hat man auch nicht... Punktabzug.

Unterhaltskosten (Service, Reparatur, Versicherung, Steuer etc.)
Steuer und Versicherung halten sich bei H-Kennzeichen ja grundsätzlich in Grenzen. Wenn der Wagen in gutem Zustand ist, ist auch mit Reparaturen nur selten zu rechnen. Wie gesagt: robuste, einfache Technik. Und das Wichtigste: es gibt alle (ja, alle) Ersatzteile zu kaufen für diesen Wagen. Man kann sich prinzipiell aus dem Katalog eine komplett neue 63er Sting Ray zusammenbauen.

Ich hoffe Sie hatten soviel Spaß an diesem Bericht wie ich beim Schreiben und Fahren mit der Corvette. Und vielen Dank, daß Sie ihn ganz gelesen haben :-)

Alternativen

Chevrolet Corvette 5.4 Sting Ray PS (1962–1967)