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Testbericht

Michael Specht/SP-X, 11. April 2016

Nach 45 Jahren Pause öffnen die Schwaben erneut die S-Klasse. Das viersitzige Cabriolet soll Frischluftvergnügen auf höchstem Niveau bieten. Die Ingenieure haben sich extrem hohe Standards gesetzt. Nicht zuletzt, um dem Hauptkonkurrenten Bentley Continental Convertible Paroli zu bieten.
 
Besonderes Augenmerk legten die Entwickler natürlich auf das Verdeck. Es besteht aus mehreren Lagen und soll störende Geräusche draußen lassen. In 20 Sekunden  legt sich das Stoffverdeck unter einer Abdeckung hinter den Rücksitzen ab. Dass vielleicht die Kofferraumabtrennung nicht eingerastet ist, muss der S-Klasse-Fahrer nicht fürchten. Die Abtrennung fährt zuvor stets in die korrekte Position. Auch das Öffnen und Schließen per Schlüssel-Fernbedienung ist genauso möglich wie die Betätigung des Verdecks bei Fahrt bis Tempo 60.
 
Die Klimatisierung passt sich automatisch den jeweiligen Bedingungen an, Luftverteilung und Temperierung ändern sich, sobald das Verdeck unten ist. Dazu arbeiten nicht weniger als ein Dutzend Sensoren und noch mehr Stellmotoren. Selbst die Sonneneinstrahlung wird erfasst. An kühleren Frühlings- oder Herbsttagen helfen zudem beheizte Armlehnen in der Mittelkonsole und in den Türen sowie ein Lenkradheizung für körpernahe Wärme.
 
Bei so viel Aufwand um das Wohl der Passagiere dürften es diese als etwas kleinlich ansehen, dass Mercedes sowohl für die warme Luftströmung aus den Kopfstützen, das rückwärtige Windschott als auch für den Windabweiser oben am Frontscheibenrahmen noch extra die Hand aufhält. Doch der Grund klingt plausibel. In Ländern wie Kalifornien beispielsweise bestellt diese Features so gut wie keiner. Und der Sonnenstaat an der Westküste Amerikas ist der größte Abnehmer für das S-Klasse Cabriolet.
 
Den Einstieg bildet der S 500 mit einem 335 kW/455 PS starken 4,7-Liter-V8. Ohne Zweifel ein Sahnestück von Motor, geschmeidig, laufruhig, kräftig und souverän. Hinzu kommt ein unübertroffener Fahrkomfort, bei dem man glaubt, nicht mehr zu rollen, sondern förmlich über dem Asphalt zu schweben. Im S 63 4Matic grummelt ein 5,5-Liter-V8-Biturbo mit 430 kW/585 PS und 900 Newtonmetern Drehmoment, die das Zweitonnen-Schiff zur Not in weniger als vier Sekunden von null auf 100 km/h katapultieren.
 
Bezahlen lässt sich Mercedes diese wirklich außergewöhnliche Art des Autofahrens mit mindestens 139.051,50 Euro (S 500), was gegenüber dem S-Klasse Coupé einen Verdeck-Aufpreis von knapp 16.000 Euro bedeutet. Die AMG-Version S 63 4Matic kostet 187.485 Euro und der Zwölfzylinder S 65 reißt bereits die Viertel-Million-Marke. Nach oben ist Spielraum.

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Fazit
Wer seine Luxus-Kunden an die frische Luft setzen will, muss einiges bieten. Wer wüsste das besser als Mercedes.
Testwertung
4.5 von 5

Quelle: Autoplenum, 2016-04-11

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