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Mercedes-Benz CLA CLA 220 CDI 177 PS (2015–2019)

 

Mercedes-Benz CLA CLA 220 CDI 177 PS (2015–2019)
78 Bilder

Alle Erfahrungen
Mercedes-Benz CLA CLA 220 CDI (177 PS)

3,6/5

Erfahrungsbericht Mercedes-Benz CLA CLA 220 CDI (177 PS) von Anonymous, Juni 2019

3,0/5

Ich habe mich für dieses Auto entschieden, da ich das Erscheinungsbild toll fand. Bei Übernahme hatte das Auto 2000km auf der Uhr.
Zunächst war ich begeistert! Optik, Haptik war alles super. Dann kam es leider zu Einschränkungen: Das Getriebe schaltet sehr spät hoch, bei Kickdown dauert es in der Comfortstellung eine "Ewigkeit" bis man den tritt auf das Gaspedal auch an der Fortbewegung merkt.
Am Getriebe wurden Einstellarbeiten durchgeführt, danach verbesserte sich dieses Problem, war jedoch nie ganz weg. Nach etwa 7-8 Monaten wurde es wieder merklich schlimmer und eine neue Software wurde aufgespielt. Nun schaltet das Auto früher hoch, aber teilweise fühlt es sich an als würde ich bei einem Handschalter die Kupplung "flitschen" lassen. Dieses Phänomen tritt am häufigsten bei kühlem Wetter und im 2. Gang auf. Daten hierzu wurden mit dem Werk ausgetauscht und man teilte mir mit es sei alles in Ordnung.
Ich bin nach wie vor anderer Meinung!!! Für ein Fahrzeug dieser Preisklasse ist das unwürdig.

Das zweite Problem das regelmäßig auftritt ist der Fernlichtassistent. Dieser schaltet trotz durchgehender Straßenbeleuchtung in Ortschaften in den Fernlichtmodus. Auch hierzu wurden Daten mit dem Werk ausgetauscht und für in Ordnung befunden. Laut Straßenverkehrsordnung kostet es 10 € wenn mit Fernlicht in der Ortschaft auf durchgehend beleuchteter Straße gefahren wird. Hierzu bekam ich die Antwort:" Das ist Stand der Technik!" Da ich lange Zeit Fahrzeuge einer anderen Marke gefahren habe, habe ich einen anderen "Stand der Technik" erleben dürfen.

Ich bin von dem Fahrzeug bitter enttäuscht, da man mir in der Werkstatt sehr unvorteilhaft entgegengetreten ist, und ich auch über die Serviceleitung leider nicht weiter gekommen bin.

Ich werde die Marke wieder wechseln!

Erfahrungsbericht Mercedes-Benz CLA CLA 220 CDI (177 PS) von Axan, Februar 2019

5,0/5

Ich bin mit diesem Auto, Mercedes CLA 220d SB 4Matic, voll zufrieden. Der erste CLA war ein 220CDI SB von 2015 ohne Allrad, und der war so gut, dass der Zweitwagen das gleiche Auto in einer anderen Farbe wurde. Die waren auch schon super. Allerdings ziehe ich hin und wieder auch schwerere Hänger und da ist Frontantrieb bergauf auf nasser unbefestigter Strasse recht suboptimal. Also kam 2018 ein 220d SB 4Matic und ein 220 SB 4Matic beide in AMG Ausstattung, 2 Diesel waren jetzt auch nicht mehr sinnvoll. Also nicht nur technisch auch optisch etwas aufgewertet.
Was mich einst überzeugt hat genau so ein Auto zu erwerben ist folgendes. Anforderungen waren: so klein wie möglich, im Kofferraum muss das Rennrad Platz finden und eine Übernachtung sollte im Auto möglich sein. Spritverbrauch sollte gering sein und doch sollte genug Leistung vorhanden sein um auch voll beladen noch vorwärts zu kommen.
Nun ging die Suche los, Mercedes C Klasse, Audi A3 und A4, Volvo V40, auch bei Opel und VW habe ich geschaut. Bei all diesen Autos habe ich mich bereits beim Einsteigen gefühlt wie in Opas Altenheim, Sportlichkeit wenn dann nur bei extrem hochwertigen Ausführungen wie AMG oder S-Line. Der CLA macht auch ohne AMG Ausstattung einen sportlich dynamischen Eindruck. Das war dann schon recht überzeugend. Mit 177 und 184 PS sind die 4Matic Autos optimal motorisiert, darunter allerdings finde ich die Autos zu schwer für zu wenig Leistung. Ein Probe gefahrener CLA180 wirkte schon recht träge und untermotorisiert. Die Verbrauchswerte zwischen CLA 180 und 220 4Matic waren nicht weit auseinander, ganz im Gegenteil, so verbrauchte der 180 auf gleicher Strecke 5,8 Liter gegenüber 6,1 Liter bei dem 220 4Matic bei identischer Fahrweise. Der 220d 4Matic brachte es auf dieser Strecke und der gleichen Fahrweise auf 4,9 Liter. Wie es andere allerdings schaffen unter 4 Liter zu kommen ist mir schleierhaft und ich halte es nicht für realistisch, ausser man fährt im Windschatten eines LKW, dann komme ich auch auf 3 Liter Verbrauch ... Einen realistischen Verbrauchswert innerorts zu erstellen ist in Hamburg leider nicht möglich, da der schwerst kriminelle Staat die Ampelschaltung so steuert, dass an jeder Ampel gestoppt werden muss um möglichst viel Steuern aus steigendem Kraftstoffkonsum zu generieren. Da also lieber Fahrrad.
Zum Innenraum. Das Design des Innenraums ist wie bei der A-Klasse. Recht aufgeräumt und übersichtlich, Lenkrad und Sitze lassen sich exzellent an die Körpergrösse anpassen. Es gibt ausreichend Ablagemöglichkeiten und 2 USB Steckplätze zum Laden von Telefon oder Tablet. Die Steuerung des Medienmoduls ist übersichtlich, vielfältig, konfigurierbar und arbeitet auch recht schnell. Das einzige Manko ist der nicht wirklich integrierte Monitor, der wirkt wie nachträglich angebastelt. Sonst finde ich den Innenraum perfekt. Bei AMG und PEAK Edition gibt es flauschige Velourssitze, die ich bevorzuge. Die Standard Stoff Sitze sind allerdings genauso bequem und glücklicherweise verwendet Mercedes Ledernachbildung für die Innenausstattung, so muss ich mir keine Gedanken über im Vorfeld gequälte Tiere machen. Wer dann doch auf einem gequältem Tier Platz nehmen möchte kann dies auf Extrawunsch auch tun ...
Der Kofferraum des Shooting Brake ist gross genug. Die etwas eingeschränkte Lademöglichkeit auf Grund des Klappendesigns stört mich wenig. Ich habe bisher alles transportieren können, 3 Rennräder konnte ich recht gut gesichert einladen. Allerdings fahren die dann doch auf einem eigenen Fahrradträger auf der Hängerkupplung oder dem Dach mit. Die Rücksitze lassen sich einzeln 60/40 umklappen und bieten umgeklappt einen riesen Kofferraum in dem auch bei einem Ausflug ins Grüne problemlos eine Übernachtung zu zweit möglich ist.
Die Technik des CLA ist sehr üppig. Durch die coolen rahmenlosen Türen sind 4 Fensterheber Serie, Start / Stop ebenso, Tempo und Limomat sind seit 2015 ebenfalls Standard, bisher konnten auch alle meine CLA selbst einparken auch alle, die ich angesehen habe konnten das, ob das Zufall oder auch zur Serienausstattung gehört habe ich nicht ermittelt. Ich parke dann doch lieber selbst ein. Klimatisierung, Navi und Multimediasystem sind neben etlichen Airbags und anderen Safety Features ebenfalls Serie. Die Liste der Serienausstattung ist wohl ebenso lang wie die der zusätzlichen Optionen, von denen ich kaum welche brauch. Elektrische Klappe, elektrische Sitze, Distronic, Rückfahrkamera, beleuchtete Einstiegsleisten, UMTS Modul, Toten Winkel Assistent, anklappbare Spiegel, Lordosenstütze, Apple CarPlay, Panoramadach, Keyless Go und was nicht alles noch an überflüssigem Kram. Die 12 farbige Ambiente Beleuchtung finde ich recht chic und gibt dem Innenraum nachts noch eine angenehme Atmosphäre, bestätigt vom Weibchen. Dunkel getönte Scheiben hinten finde ich wichtig, wenn ich nach einem Radrennen im Auto schlummern will, auf alles andere kann ich recht gut verzichten, die Serie ist schon "voll" genug.
Ein primärer Grund für Mercedes ist das Getriebe. Hier ist (ob gut oder schlecht ist erstmal von sekundärer Bedeutung) jedes Automatik Getriebe ein Doppelkuppler ist. Zum Hänger ziehen wäre sicher ein Wandlerautomat besser aber die gibt es wohl nicht mehr. Ich finde es super, da ich lieber selber schalte und das Weibchen darauf so gar keinen Bock hat. So kann ich schalten wie ich will oder es im Stau auch mal sein lassen und Weibchen überlässt es ohnehin dem Auto.
Der Motor, Benzin und auch Diesel, sind beim 220 super. Ist die Karre leer ziehen beide super ab, auch bei nasser Strasse ohne Traktionsverlust. Da hat der Fronttrieb schon ab und an den Grip verloren. Nun haben beide auch noch einen "RaceChip" und nunmehr um die 230 PS, über App zuschaltbar bei Bedarf und absolut ausreichend. Das Getriebe schaltet manchmal anders als ich es machen würde, aber da ich ohnehin fast immer selbst schalte ... oder klicke, ist das nebensächlich. Das Weibchen bemerkt diesen Unterschied nicht mal.
Fazit, ich habe einen Super Kompromiss gefunden mit dem CLA Shooting Brake mit der Motorisierung des 220 als Diesel und Benzin in Verbindung mit dem Allrad. Auch wenn ein Kombi für uns beide nicht das optische Highlight ist, praktisch und mit grossen Hunden ist das schon besser als ein Coupe oder gar 2 Türer, und das Kombi-Coupe Heck ist nicht so klotzig wie ein Standard Kombi.
Der Preis für einen Neuwagen ist schon recht hoch allerdings auch bei anderen Herstellern und der Wertverlust im ersten Jahr mir zu krass. Also habe ich günstige Jahreswagen gesucht und dabei auch noch fast 40 Prozent zum Neupreis gespart ohne viele Kilometer in Kauf nehmen zu müssen. So kann ich fast 2 Gebrauchte für den Preis eines Neuen haben. Um die 55.000 neu ca. 30.000 für meine Jahreswagen.

Erfahrungsbericht Mercedes-Benz CLA CLA 220 CDI (177 PS) von praenki, Februar 2017

3,0/5

Ansich ein schönes schnittes Auto mit netten Details, aber auch viel zu viel blingbling. Beleuchtung für die Mulde unter der Kopfstütze oder für den hinteren Fussraum? Echt jetzt? Das beleuchtete Mercedes Logo an den Schwellern ist ja noch gestattet, aber viel mehr ist dann auch übertrieben

DIe Anordnung der Scheibenwischerfunktionen ist gewöhnungsbedürftig dank Gangwahlhebel auf der rechten Lenkradseite.

DIe sicht ist leider ringsum bescheiden, da zb die gesamte Konsole des inneren Rückspiegels viel zu groß ausgefallen ist und man sich an der Ampel teilweise verrenken muss, um diese zu sehen...

Leistung könnte auch deutlich höher liegen bei solche einem Fahrzeug. Wenn man dem Fragenden sagt, das der Wagen nur 177PS hat, lachen die sich teilweise kaputt.

Erfahrungsbericht Mercedes-Benz CLA CLA 220 CDI (177 PS) von Auto93, Februar 2017

3,0/5

Wir haben dieses Auto für eine Probefahrt über 2 Tage von einem sehr kulanten Autohaus ausgeliehen bekommen.

Was une gefallen hat:
- der enorme Komfort (im Fahrzeug war allerhand Technik und technische Spielereien verbaut)
- hohe Anzahl an Fahrzeugassistenzsystemen
- großer Kofferraum
- sehr sportliches Design

Neutral:
- mit alles was dort eingebaut war, kostet das Fahrzeug gut 55.000€ - ein stolzer Preis
- Unterhalt insgesamt etwas gehoben, was auch verständlich ist bei Verbrauch und Versicherung

Was uns weniger gefallen hat:
- für diese Leistung fällt er doch recht träge aus
- Lenkung in den Kurzen recht starr (muss man schon beide Händen nehmen)
- Der schnitt für den Kofferraum ist unterirdisch. lässt sich so nur schwer mit großen Dingen beladen

Insgesamt ist es eben doch der kleine Bruder des CLS. Wer sich diesen kleinen Traum erfüllen will und mit den Macken leben kann, macht da alles richtig.
Insgesamt würden wir aber definitiv zum Shooting Break greifen, weil dieser doch im Design und im Nutzen des Fahrzeugs wesentlich schöner/ vorteilhafter ist als die Limousine.
Für uns haben dann doch die erwähnten Nachteile überwogen weshalb wir uns nicht für den Wagen begeistern können. Dann doch lieber einen Octavia RS oder ein Focus ST. Sind zwar keine Mercedes, aber in Komfort und Leistung auf einem ähnlichen absolut ausreichenden Niveau.

Erfahrungsbericht Mercedes-Benz CLA CLA 220 CDI (177 PS) von Anonymous, Februar 2017

5,0/5

Ich fahre das Auto im Außendienst, habe den Kofferraum ständig voll.
6,1 L Durchschnittlichen Verbrauch finde ich im Kurzstreckenbetrieb als angemessen für die gebotene Leistung.
Die Sitze sind für mich als großen Mann ausreichend einstellbar und super bequem.
Die AMG Ausstattung ist gut verarbeitet und verleiht dem Auto Eye-Catcher Qualitäten.
Der Motor ist in jeder Situation elastisch und spurtstark. Er verrichtet seinen Dienst stets zurückhaltend in seiner Lautstärke.
Das Getriebe könnte nach dem Kaltstart etwas schneller hochschalten, ist aber manuell lösbar.
Das Keyless Go ist ganz nett im Zusammenspiel von Feststellbremse und P-Stellung aber gewöhnungsbedürftig.
Die LED Scheinwerfer sind über jeden Zweifel erhaben.
Tolles Auto mit vielen netten Details und endlich kein Einheitsbrei.

Erfahrungsbericht Mercedes-Benz CLA CLA 220 CDI (177 PS) von Anonymous, Dezember 2015

2,5/5

Eigentlich bin ich BMW-Fahrer und das ist wahrscheinlich mein Problem.
Nach 11 BMWs habe ich mich für einen Mercedes entschieden, da mir das aktuelle Qualitäts-/Preisverhältnis der bayerischen Karossen missfällt.

Ursprünglich wollte ich eine C-Klasse kaufen, wegen des Heckantriebs. Dann fiel meine Wahl jedoch auf den CLA Shooting Brake aufgrund des tollen Designs. Hier hat Mercedes etwas Außergewöhnliches geschaffen, was nicht an jeder Ecke steht.

Zur Probefahrt stand ein roter Shooting Brake, made in Hungary, mit AMG-Paket vor mir. Die ersten Fahreindrücke in der Stadt und auf Bundesstraßen waren überzeugend, obwohl ich mich mit dem Bedienkonzept schwer getan habe.

Skeptisch war ich in Hinblick auf das Dieselmotörchen, den Vorderradantrieb und den Schalthebel an der Lenksäule. Dennoch habe ich das Auto kurze Zeit später käuflich erworben.

Das AMG-Paket entpuppt sich in der Praxis als wahrer Staubfänger. In sämtlichen Sicken, Ecken und Kanten sammelt sich zuverlässig der gesamt Dreck der Straße. Dessen Beseitigung ist ein undankbares und langwieriges Unterfangen

Das Interieur, dessen rote Ziernähte nette Akzente setzen, vermittelt ein sportliches Gefühl. Die Sportsitze sind bequem.
Die manuelle Lehnenverstellung ist umständlich zu bedienen (man klemmt sich gerne die Finger), die Sitzfläche ist für meine Beine etwas kurz geraten. In Ermangelung von Seitenwangen an der Sitzfläche, fehlt es an Seitenhalt bei Kurvenfahrten. Die verstellbare 4-Wege Lordosenstütze ist ganz nett, aber durchaus verzichtbar.

Störend wirkt im Innenraum der überbordende Einsatz von Hartplastik, das an der einen oder anderen Stelle billig anmutet. Ein Listenpreis von 48.839,-- EUR für mein Fahrzeug ist etwas überteuert. Ich tröste mich damit, mit dem Kauf des Shooting Brake notleidende Mercedes-Manager und Aktionäre unterstützt zu haben.

Das Platzangebot geht in Ordnung, sofern man nicht mit einer vierköpfigen Familie unterwegs ist. Das Kofferraumvolumen ist mehr als ausreichend.

Die vielfach bemängelte Rundumsicht ist für mich ok. Ich habe eine Rückfahrkamera nachrüsten lassen, die eine gute Hilfe darstellt. Man kann aber auch ohne die Kamera leben.

Nett ist die Möglichkeit, dass der Wagen selbständig einparkt. Hat man von diesem aufpreispflichtigen Ausstattungsdetail 2-3 mal Gebrauch gemacht hat, bevorzugt man die manuelle Variante. Die Parklücke kann dann kleiner ausfallen. Ich benutze diese Funktion eigentlich nur noch zur Belustigung meines Sohnes. Da viele Lücken als zu klein von der Automatik erkannt werden, hat sich diese Belustigung auch rasch erledigt.

Das Panoramadach verdient seinen Namen. Im offenen Zustand vermittelt es einen Hauch von Cabriogefühl. Allerdings entwickelt es geöffnet, ab ca. 60 km/h, eine unangenehm laute Geräuschkulisse.
Der Windabweiser aus Netzmaterial ist ein Scherzartikel, fröhlich im Fahrtwind flattert.
Das Sonnenschutzrollo besteht lediglich aus dünnem Stoff. Dieses bietet weder eine Wärmeisolierung, noch ist er einer zusätzlichen Lärmminderung zuträglich. Hier wäre mehr auch mehr gewesen.

Der riesige Bildschirm in 8'' steht wie ein Monument im Raum und bietet ein scharfes und übersichtliches Bild. Warum man zwischen 2 Monitorgrößen wählen kann, bleibt ein Stuttgarter Geheimnis. Schließlich sind die Außenmaße beider Monitore gleich.
Der Bildschirm unterbricht die gesamte Linienführung des Armaturenbretts und wirkt auf mich wie ein Fremdkörper. Meine Vermutung: Mercedes möchte ein Klientel ansprechen, die auch im Freien stets ihr Telefon vor der Nase herumtragen.
Diverse Informationen haben für mich keinerlei wirklichen Nutzwert. Die digitale Bedienungsanleitung ist wenig übersichtlich gestaltet. Hier ist man mit der Papierform deutlich besser bedient. Außerdem kann die elektronische Bedienungsanleitug nur im Fahrzeugstillstand aufgerufen werden.
Inzwischen habe ich den Bildschirm grundsätzlich ausgeschaltet. Leider lässt sich dieser Zustand nicht dauerhaft einstellen, sondern muss nach jedem Start wiederholt werden – das nervt ganz erheblich.

Äüßerst ärgerlich ist die Bedienung des Tempomaten. Dieser kann nur intuitiv betätigt werden, da er von der linken Lenkradspeiche verdeckt ist. Die Kontrolllampe am Tempomaten ist somit eigentlich überflüssig.

Überhaupt nicht warm geworden bin ich mit dem Schalthebel an der Lenksäule. Für mich gehört ein Schalthebel in die Mittelkonsole.
Nach dem Abstellen des Fahrzeugs (sofern der Schlüssel noch steckt) muss die elektronische Handbremse betätigt werden, weil das Getriebe nicht automatisch in die P-Stellung wechselt. Mir ist der Wagen daher schon mehrfach weggerollt.

Ähnlich verhält es sich mit dem Scheibenwischer; dessen Bedienung empfinde ich als wenig ergonomisch. Das ist dem Umstand geschuldet, möglichst viele Funktionen im Blinkerhebel unterbringen zu wollen. Bei den Autos aus München ist die Scheibenwischerbetätigung besser gelöst und befindet sich an vermeintlich richtiger Stelle.
Die Scheinwerferwaschanlage schafft es nicht, die Scheinwerfer gänzlich zu reinigen. Bei der Größe eines Flutlichts, ist das auch ein nicht ganz einfaches Unterfangen. Bei täglicher Nutzung des Autos entpuppt sich der Verbrauch an Waschwasser als zu hoch oder der Waschwasserbehälter ist mit nur 2,5 Litern Volumen unterdimensioniert. Ich muss wenigstens 1x wöchentlich auffüllen.

Das Fahren mit dem Auto macht grundsätzlich viel Spaß. Grundsätzlich deswegen, so lange man das Auto in der Stadt oder auf der Bundesstraße bewegt. Hier beweist das Selbstzündermotörchen mit 350 Nm ausreichend "Dampf auf dem Kessel". Das gilt auch, wenn man den Shooting Brake im Eco-Modus bewegt. Man ist keinesfalls untermotorisiert unterwegs.
Legt man es auf Maximalbeschleunigung und Höchstgeschwindigkeit an, ist der Sport-Modus die richtige Wahl.
Der Sprint aus dem Stand will nicht richtig gelingen, weil der Vorderradantrieb die Leistung nicht zuverlässig auf den Asphalt bringt. Bis die Regelelektronik die Leistung merklich drosselt, je nach Fahrbahnbeschaffenheit, drehen die Vorderräder munter durch.
Interessant ist insgesamt die Reaktion auf Gaspedalbefehle – der Mercedes scheint diesbezüglich eine etwas lange Leitung zu haben.
Auf der Autobahn beschleunigt das Auto bis ca. 190 km/h recht anständig, danach wird’s mühsam. Die Höchstgeschwindigkeit von 228 km/h liegt nach gefühlten 10 Minuten an.
Wird das Getriebe im Sportmodus betrieben, neigt es gelegentlich zu aberwitzigen Schaltvorgängen, als könne es sich nicht entscheiden.
Noch ein Wort zum manuellen Modus und den Wippen: Dieses Gimmick braucht wirklich niemand!
Ständiger Begleiter bei hohen Geschwindigkeiten ist das Nageln des Diesels. Das nervt! Das Motörchen verrichtet seinen Dienst unüberhörbar und wenig entspannt.
Das AMG-Sportfahrwerk vermittelt mir kein Gefühl von Souverenität. Wahrscheinlich ist die Definition von „Sport“ bei Mercedes gänzlich anders als bei BMW. Meine bisherigen M-Sport, Alpina- und Schnitzer-Fahrwerke haben mich schlicht begeistert. Das AMG-Fahrwerk hingegen weist eine höhere Wankneigung auf.

Für die eine oder andere Schrecksekunde sorgt ganz gerne die Abstands-kontrolle. Bei Unterschreitung eines Mindestabstandes erscheint eine Warnmeldung im Anzeigeinstrument. Biegt der Vorausfahrende jedoch ab und vermindert seine Geschwindigkeit stark, piept das Auto wie wahnsinnig. Das ist mir auch mehrfach wiederfahren, obwohl weit und breit kein Hindernis in Sicht war. Hier gibt es unzweifelhaft Verbesserungsbedarf.

Ein Grund, erstmals einen Diesel zu wählen, waren die versprochenen Verbrauchswerte. Den angegebenen Wert von 4,2 Ltr./100km habe ich bisher nur erreichen können, indem ich mit 60 km/h auf der Bundesstraße ein vortreffliches Verkehrshindernis abgegeben habe. Bei moderater Fahrweise erreiche ich einen Verbrauch von wenigstens 6,5 Litern (laut Bordcomputer). Empirisch ermittelt, ist dieser Computerwert auch nicht haltbar. Die Tankgröße sorgt für ein inniges Verhältnis zum Tankwart des Vertrauens.
Weshalb sich der Tankstutzen unpraktischerweise auf der Fahrerseite befindet, will sich mir nicht erschließen.

Fahrten bei dichtem Nebel oder starkem Regen sind überhaupt kein Spaß. Das Auto hat zwar Bi-Xenon Scheinwerfer, für besseren Durchblick fehlt es jedoch an Nebelscheinwerfern.
Dank AMG-Paket ist die Nachrüstung von Nebelscheinwerfern unmöglich! Herzlichen Glückwunsch!

Den Shooting Brake bei Temperaturen >10°C in Betrieb zu nehmen ist unproblematisch. Wehe, die Außentemperatur nähert sich der 0°-Grenze. Dann ist Zusatzausrüstung, wie Handschuhe und Pudelmütze, dringend angeraten.
Die Heizung wehrt sich standhaft, einigermaßen zeitnah den Innenraum zu erwärmen. Nach ca. 15-20 Minuten ist es dann endlich soweit. Aber auch hier liegt der Teufel im Detail: Ohne mein weiteres Zutun ändert sich selbständig die Innenraumtemperatur, in Abhängigkeit von der Motordrehzahl, merklich. Hohe Drehzahl = hohe Temperatur, niedrige Drehzahl = sinkende Temperatur.
Gewisse Abhilfe verschafft das Öffnen der Mitteldüsen. Die Füße bleiben aber trotzdem kalt und für Passagiere auf der Rücksitzbank wird die erste Zeit zur Zitterpartie.
Vielleicht ist das CLA-Heizsystem eine Reminiszenz an die gute alte Käfer Heizung – ich weiß es nicht.
Der hemmungslose Einsatz der Sitzheizung verspricht, bei niedrigen Temperaturen, nach dem Start dem Erfrierungstod zu entgehen . Aber Obacht: In Stufe 3 droht ernsthafte Verbrennungsgefahr der eigenen 4 Buchstaben!
Ich habe darum den Wunsch entwickelt, eine Standheizung nachzurüsten. Auch hier gilt die vermeintliche CLA Shooting Brake Regel: Pech gehabt - eine Standheizung kann nicht nachgerüstet werden!

Was ist mit den Kosten?
Verglichen mit dem Vorgänger, einem 523i Touring, sind die Versicherungskosten regelrecht explodiert.
Die KFZ-Steuer hat sich verdoppelt, womit ich jedoch gerechnet habe.
Ersatzteilepreise erscheinen mir, vor allem wenn sie ein AMG-Logo tragen, ziemlich abgehoben. 1 AMG-Türpin aus Edelstahl kostet beispielsweise 40,-- EUR.

Mein Fazit:
Optisch ist der Shooting Brake ist ein bildschönes Auto.
Die Freude an dem Auto wird durch diverse Unzulänglichkeiten gemindert.
Für mich war die Kombination aus Mercedes, Diesel und Vorderradantrieb eine derartige Fehlinvestition, dass ich das Auto nach nur 3 Monaten wieder verkaufen werde ... Schade.

Alle Varianten
Mercedes-Benz CLA CLA 220 CDI (177 PS)

  • Leistung
    130 kW/177 PS
  • Getriebe
    Automatik/7 Gänge
  • 0-100 km/h
    7,8 s
  • Ehem. Neupreis ab
    39.074 €
  • Verbrauch nach Herstellerangaben
    4,0 l/100 km (kombiniert)
  • Energieeffizienz­klasse
    A+

Technische Daten Mercedes-Benz CLA CLA 220 CDI (177 PS)

Allgemeine Merkmale
Fahrzeugklasseuntere Mittelklasse
KarosserieformKombi
Anzahl Türen5
Sitzplätze5
FahrzeugheckKombi
Bauzeitraum2015–2016
HSN/TSN1313/ELJ
Antrieb
GetriebeartAutomatik
Gänge7
Hubraum2.143 ccm
Leistung (kW/PS)130 kW/177 PS
Zylinder4
AntriebsartFrontantrieb
0-100 km/h7,8 s
Höchstgeschwindigkeit228 km/h
Anhängelast gebremst1.500 kg
Anhängelast ungebremst750 kg
Maße und Stauraum
Länge4.691 mm
Breite1.777 mm
Höhe1.435 mm
Kofferraumvolumen495 – 1.354 Liter
Radstand2.699 mm
Reifengröße225/45 R17 V
Leergewicht1.555 kg
Maximalgewicht2.050 kg
Antrieb
GetriebeartAutomatik
Gänge7
Hubraum2.143 ccm
Leistung (kW/PS)130 kW/177 PS
Zylinder4
AntriebsartFrontantrieb
0-100 km/h7,8 s
Höchstgeschwindigkeit228 km/h
Anhängelast gebremst1.500 kg
Anhängelast ungebremst750 kg

Umwelt und Verbrauch Mercedes-Benz CLA CLA 220 CDI (177 PS)

KraftstoffartDiesel
Tankinhalt50 Liter
Kraftstoffverbrauch nach Herstellerangaben4,0 l/100 km (kombiniert)
4,8 l/100 km (innerorts)
3,6 l/100 km (außerorts)
CO2-Emissionen nach Herstellerangaben105 g/km (kombiniert)
Tatsächlicher Kraftstoffverbrauch
Tatsächliche CO2-Emissionen
SchadstoffklasseEU6
EnergieeffizienzklasseA+
CO2-Effizienz

Auf der Grundlage der gemessenen CO2-Emissionen unter Berücksichtigung der Masse des Fahrzeugs ermittelt.

Co2 aplus

Alternativen

Mercedes-Benz CLA CLA 220 CDI 177 PS (2015–2019)