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Testbericht

Holger Holzer/SP-X, 9. Juni 2016

Es muss nicht immer Hotel sein. Wer mit dem Wohnmobil in den Urlaub fährt, sieht in der Regel mehr vom Land. Das passende rollende Heim kann heutzutage problemlos gemietet werden. Eine Übersicht über die wichtigsten Typen.

Für die ganze Familie – das Alkovenmobil: Der Klassiker und lange Jahre das vorherrschende Reisemobil auf deutschen Straßen. Erkennungsmerkmal ist die „Nase“ über der Fahrerkabine, in der sich eine kleine Schlafnische für bis zu zwei Personen befindet. Das ist praktisch, wenn man als Paar verreist und unerlässlich, wenn auch noch Kinder an Bord schlafen sollen. Denn für die Schläfer drei und vier steht dann in der Regel ein weiteres Bett oder eine Schlafcouch im unteren Stockwerk zur Verfügung. Darüber hinaus entschärft der Alkoven auch ein weiteres Dauerproblem vieler Camper – denn er bietet tagsüber zusätzlichen Stauraum. Wichtigster Nachteil: Durch den hohen Aufbau kann es vor allem im Hinterland unter Brücken oder Unterführungen eng werden. Der große Windwiderstand treibt außerdem den Verbrauch in die Höhe.

Für den Alltag – der Campingbus: In der Woche zum Einkaufen und zur Arbeit, am Wochenende auf Tour. Mit einem Campingbus ist das kein Problem. Die Flexibilität verlangt aber Zugeständnisse bei Platzangebot und Ausstattung an Bord. Geschlafen und gekocht werden kann an Bord, zum Duschen und zur Toilettenbenutzung muss man raus. Stehen kann man im Fahrzeug nur, wenn ein Hoch- oder Zeltdach vorhanden ist. Typische Modelle sind etwa der VW California, der Mercedes-Benz Marco Polo oder der Ford Nugget. Neben Automobilherstellern haben auch viele Freizeitfahrzeug-Produzenten vergleichbare Modelle auf Basis kleiner Transporter im Programm. Rund 40.000 Euro müssen beim Neukauf investiert werden.

Für Komfort-Orientierte – die Voll- und Teilintegrierten: Wer es an Bord möglichst wohnlich haben will, kommt an Voll- oder Teilintegrierten Wohnmobilen nicht vorbei. Sie werden von spezialisierten Aufbauherstellern auf Basis großer Transporter wie Fiat Ducato, Mercedes Sprinter oder VW Crafter gebaut. Vom ursprünglichen Fahrzeug bleibt dann bei den sogenannten teilintegrierten Modellen nur das Cockpit übrig, der dahinter liegende Wohnbereich wird komplett im Markenstil gestaltet. In der Regel gibt es eine Dinette genannte Sitzecke, Schlafplätze für zwei bis vier Personen, eine kleine Kochnische und eine Dusche mit WC. Bei Komplettumbauten spricht man von vollintegrierten Reisemobilen – sie sind die luxuriöseste Möglichkeit, Wohnmobil zu fahren. Je nach Basisfahrzeug und Umbauaufwand haben sie so viel Platz wie eine kleine Wohnung. Auch eine Garage ist manchmal an Bord. Die Preise gehen dann schnell in den hohen sechsstelligen Bereich.

Für Abenteurer – der Pick-up: Während man mit normalen Wohnmobilen schon auf einer feuchten Wiese Probleme bekommen kann, bewegen sich Modelle auf Pick-up-Basis dank Allradantrieb sogar in mittelschwerem Gelände noch voran. Prinzipiell sind die Pritschenwagen mit Wohnkabine eine Mischung aus Reisemobil und Wohnwagen, nur dass der Anhänger ohne eigen Räder auf der Ladefläche des Basisfahrzeugs festgekoppelt ist. Dadurch ist er abnehmbar und der Pick-up auch separat nutzbar. Zahlreiche Hersteller bieten entsprechende Aufbauten zu Preisen ab rund 20.000 bis 30.000 Euro an, zu den bekanntesten zählen Nordstar, Bimobil und Tischer. Einige Firmen wie Voxformat, Custom Campers oder Innovation Campers haben sich auf Expeditionsmobile spezialisiert. Dort sind die Kabinen oft weniger komfortabel und auch nicht so leicht demontierbar – dafür kann es richtig ins Gelände gehen.

Für Puristen – das Ausbau-Set: Preiswerter geht es nicht – zumindest, wenn man einen Van, Kombi oder Kleintransporter besitzt. Vor allem für gängige Modelle wie VW Touran, Citroen Berlingo oder Renault Kangoo sind mittlerweile zahlreiche Wohn-Schlaf-Einbauten zu haben. Je nach Fahrzeug kosten die maßgeschneiderten Systeme mit Schlaffläche, Staumöglichkeiten und Ausschub-Küche ab rund 2.000 Euro. Der Umbau gelingt in der heimischen Garage binnen weniger Minuten, der Ausbau funktioniert rückstandslos. Auch der TÜV muss nicht informiert werden. Noch puristischer geht es nur mit Isomatte und Schlafsack auf dem nackten Laderaum-Blech.

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Fazit
Wohnmobil ist nicht gleich Wohnmobil. Wer einen Sommerurlaub auf Achse plant, hat nicht nur die Wahl zwischen teurem Luxus oder günstiger Flexibilität.

Quelle: Autoplenum, 2016-06-09

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