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Testbericht

12. Oktober 2013
Kennen Sie die Lamelle? Nicht? Sollten Sie aber tunlichst. Denn der nächste Winter kommt bestimmt, mit ihm sinnvollerweise neue Winterreifen auf Ihr Auto. Und mit diesen Winterreifen eben auch viele Lamellen. Die Rede ist von diesen hauchzarten, aber tiefen Einschnitten in den Profilblöcken. Sie erhöhen die Griffkanten an den Reifen um ein Vielfaches, was bei winterlichen Bedingungen für beste Verzahnung sorgt. Bis zu 4.000 Lamellen stecken in einem 17-Zoll-Reifen. Aneinandergereiht und auf vier Reifen bezogen kann somit eine Griffkanten-Länge von 320 Metern zubeißen, um bei Schnee bestmögliche Haftung zu bieten. Und genau das sollen die ersten Tests zeigen, wenn jeder der acht Testreifen den BMW 330d sieben Mal von 20 auf 50km/h beschleunigen und wieder verzögern muss.

Traktion und Seitenführung gefragt Wie die Auflistung der Messwerte zeigt, entscheiden bei der Beschleunigung, also dem Traktionstest, letztlich Zehntelsekunden über die Punktevergabe. Schuld daran ist der lockere Neuschnee, der größere Differenzen verhindert. Die Tendenzen über die unterschiedlichen Grip- und Bremskünste der Winterreifen sind trotzdem zu ermitteln.Allerdings gehört zum Sieg in der Schnee-Wertung deutlich mehr – eine gute Handlingzeit aufgrund einer guten Seitenführung zum Beispiel und ein möglichst sicheres, neutrales und beherrschbares Fahrverhalten.

Continental-Winterreifen vorne Mit 95 von maximal 100 Punkten zeigt sich der Continental WinterContact TS 850 für winterliche Gefilde am besten gerüstet. Auch der neue Pirelli Sottozero III, der Dunlop SP Winter Sport 4D sowie der Nokian WR D3 geben sich auf dem selektiven Handlingkurs sehr ausgewogen. Deutlich fällt dagegen der Toyo Snowprox S 953 ab. Mit ihm bestückt wechselt der BMW 330d latent zwischen Unter- und Übersteuern hin und her. Bei den Fahrversuchen auf bewässerter Strecke sind die Unterschiede noch eklatanter. Fulda und Toyo zeigen dabei schon auf dem Handlingkurs ein deutlich niedrigeres Gripniveau als der Rest des Testfeldes. Die möglichen Rundenzeiten liegen rund fünf Sekunden hinter denen der Besten. Auch das Fahrverhalten ist nicht gerade ausgewogen. Und wenn es ums Bremsen aus 100km/h geht, hat der Toyo gegenüber dem Conti einen Nachteil von rund sechs Metern. Der Continental ist es auch, der auf Nässe alle anderen sprichwörtlich nass macht – 99 von 100 möglichen Punkten sprechen Bände. Der Pirelli kommt dem WinterContact TS 850 zwar nahe, schwimmt beim Aquaplaningtest allerdings deutlich früher auf und erreicht somit nur 92 Punkte. Dahinter folgen die Konzernbrüder Dunlop und Goodyear, die allerdings das Fahrzeughandling deutlicher beeinflussen. Gleiches gilt für Nokian und Michelin, so bereift zeigt der BMW im Nasshandling ähnlich geartete Ansätze von Lastwechselreaktionen, ein im Grenzbereich etwas leichter auskeilendes Heck. Somit fällt bereits vor den abschließenden Tests auf trockener Strecke die Vorentscheidung. Die bei Schnee und Nässe überzeugenden Reifen von Continental und Pirelli leisten sich nämlich auch bei Trockenheit keine nennenswerten Fehltritte mehr – vom höchsten Abrollgeräusch des Pirelli einmal abgesehen.

Zwei Reifen "besonders empfehlenswert" Beide erhalten die Auszeichnung "Besonders empfehlenswert", ebenso wie der ausgewogene Dunlop und der bei trockener Straße sehr präzise Nokian. Während für die Wettbewerber Goodyear, Michelin und Fulda das Prädikat "Empfehlenswert" gilt, fährt der Toyo Snowprox mit mäßiger Schnee-Performance die rote Laterne ein und erreicht nur ein "Bedingt empfehlenswert". Seine Lamellen scheinen letztlich nicht scharf genug, um in allen Tests bei Schnee, Nässe und trockener Piste auf höchstem Niveau zuzubeißen.

So haben wir die Winterreifen getestet Die Testbewertung erfolgt rein relativ. In jedem einzelnen Kriterium erhält der jeweils beste Reifen die maximal mögliche Punktzahl. Beim Handling fließen die Rundenzeiten als objektive und das Fahrverhalten als subjektive Bepunktung jeweils einzeln in das Ergebnis ein. Dabei zählt bei der subjektiven Betrachtung vor allem ein möglichst präzises und im Grenzbereich neutrales Fahrverhalten. Das Abrollgeräusch sowie der Rollwiderstandsbeiwert werden bei einer Geschwindigkeit von 80km/h ermittelt. Die sicherheitsrelevanten Kriterien Bremsen auf Schnee und Nässe sind mit 40 Punkten am höchsten gewichtet. Hierbei führt bereits ein halbes Prozent Abweichung vom besten Messwert zum Punktabzug.
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Quelle: auto-motor-und-sport, 2013-10-12

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