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Testbericht

Dirk Schwarz/SP-X, 10. November 2016

Frage: Neulich ist mir in der Dämmerung ein Reh vor das Auto gelaufen. Ich konnte gerade noch rechtzeitig bremsen. Was hätte ich tun müssen, wenn es tatsächlich zu einer Kollision gekommen wäre?

Antwort von Hans-Georg Marmit, Kfz-Experte der Sachverständigen-Organisation KÜS: Zunächst einmal haben Sie richtig gehandelt und haben nicht etwa versucht, dem Reh auszuweichen. Der Zusammenprall mit einem anderen Auto oder einem Baum birgt in der Regel größere Gefahren als die Kollision mit einem Tier. Ist ein Auch wenn der Zusammenstoß nicht mehr zu vermeiden ist, gilt: Lenkrad festhalten und mit voller Kraft abbremsen.

Wenn wie in Ihrem Fall ein einzelnes Reh am Straßenrand auftaucht, sollte man zudem immer damit rechnen, dass weitere Tiere aus dem Rudel folgen. Das Wild keinesfalls mit dem Fernlicht blenden. Das verwirrt die Tiere, so dass sie oft instinktiv auf die Lichtquelle zulaufen. Sie können aber versuchen, das Wild durch Hupen zu verscheuchen.

Wird das Tier trotz Bremsmanöver erwischt, muss die Warnblinkanlage eingeschaltet und die Unfallstelle mit einem Warndreieck gesichert werden. Dann melden Sie den Unfall bei der Polizei, die benachrichtigt den verantwortlichen Förster oder Jagdpächter. Das verletzte oder getötete Tier sollten Sie nicht anfassen, es besteht eventuelle Tollwutgefahr, das Bergen des Wilds ist Aufgabe des Försters oder Jagdpächters. Während Sie warten, können Sie Fotos vom Unfallort, dem Tier und dem Fahrzeug machen, das kann einer schnellen Schadenbearbeitung bei der Kfz-Versicherung dienlich sein. Von Förster oder Jagdpächter müssen Sie sich eine Bescheinigung ausstellen lassen, die von der Versicherung zur Regulierung des Schadens gefordert wird. Keinesfalls dürfen Sie einen Kadaver mitnehmen, das wird als Wilderei geahndet.

Die Teilkaskoversicherung begleicht Schäden am eigenen Fahrzeug, die durch sogenanntes Haarwild (§2 Bundesjagdgesetz), zum Beispiel Rehe oder Wildschweine, verursacht werden. Einige Versicherer haben ihren Schutz zusätzlich auf Unfälle mit Wirbeltieren (zum Beispiel Pferde oder Schafe) ausgeweitet. Wer eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen hat, wird ebenfalls entschädigt. Dem Versicherer sollten Sie den Unfall zeitnah melden, auf jeden Fall bevor Reparaturen vorgenommen werden. Auf den Schadenfreiheitsrabatt hat ein Wildschaden keinen Einfluss.

In der herbstlichen Dämmerung ist die Gefahr von Wildunfällen besonders hoch. Hat es gekracht, darf man das verletzte Tier nicht anfassen, sondern muss Polizei und Förster informieren.

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Fazit
In der herbstlichen Dämmerung ist die Gefahr von Wildunfällen besonders hoch. Hat es gekracht, darf man das verletzte Tier nicht anfassen, sondern muss Polizei und Förster informieren.

Quelle: Autoplenum, 2016-11-10

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