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Testbericht

22. August 2009

Zu sagen, dass sich nicht gerade Menschenmassen um den Golf Plus scharen, wenn man ihn abstellt, ist eine sanfte Untertreibung. Denn mit ihm präsentiert VW - von der Öffentlichkeit unbemerkt - ein neues Auto. Nicht einmal Fahrern des seit Januar 2005 ge­bauten Vorgängermodells fal­len die Neuerungen auf.

Das VW Golf Plus Facelift bietet wenig Neues Es sind ja auch nicht viele: ein modifizierter Stoßfänger und andere Scheinwerfer vorn, da­zwischen der Grill im VW Golf VI-Stil, hinten neue Leuchten, in­nen ein anderes Lenkrad und die modernere Klima-/Navi-regelung. Das war es schon - eher ein frisches Make-up als ein echtes Facelift. Das Konzept des VW Golf Plus blieb, bei fast gleicher Länge wie die Li­mousine schaffen seine elf Zentimeter mehr Höhe (bevor jemand protestiert: Ja, mit Dachreling sind es sogar 14) mehr Innen- und Laderaum. Man muss sich das vorstellen wie den Unterschied zwischen Kinosesseln und Küchenstüh­len. Im normalen VW Golf sitzen Passagiere tiefer mit stärker geneigter Lehne. Anders im VW Golf Plus , der seine Insassen auf ebenso bequemen Polstern hoch und aufrecht platziert. Das schafft einen leichteren Einstieg und mehr Beinraum im Fond. Der VW Golf Plus bietet mehr Ladevolumen als ein Audi A4 Avant Auch der Kofferraum bietet ein Plus: 45 Liter mehr sind es im Standardvolumen. Das lässt sich mit der asymmetrisch ge­teilt verschieb- und umklapp­baren Rücksitzbank erweitern - auf maximal 1.450 Liter. Da­mit überbietet der VW Golf Plus einen Audi A4 Avant um 20 Liter. Die aufgeschossene Statur sorgt neben dem besseren Platzangebot für einen höheren Schwerpunkt - und einen gesetzteren Charakter. Statt kur­vengierigem Handling konzen­triert sich der VW Golf Plus mit seiner beflissenen Federung und der niedrigen Geräuschkulisse auf guten Fahrkomfort.

Das Sie­bengang-Direktschaltgetriebe im VW Golf Plus trägt nicht zum Fahrkomfort bei Zu dem könnte auch das Sie­bengang-Direktschaltgetriebe für 1.800 Euro beitragen - tut es aber nicht. Im D-Modus misstraut das DSG den Kraft­reserven des doppelt aufgela­denen Vierzylinders. Obwohl der mit schon bei 1.500 U/min seine 200 Nm beisammen hat, schaltet es bei Autobahntempo bei kleinsten Gaspedalbewe­gungen zurück - mitunter gleich mehrere Stufen - statt einfach im großen Gang zu beschleunigen. Was sich sub­jektiv flotter anfühlen würde, denn trotz der schnellen Gang­wechsel dauert es lange, bis die Steuerung den richtigen Gang herausgefischt hat. Da­durch wirkt selbst der spar­same, an sich homogen und kraftvoll antretende TSI-Motor etwas träge. Im manuellen Mo­dus über die Lenkradtasten in den sieben Stufen selbst he­rumzuflippern, macht die Sa­che kaum besser, weil man sich leicht in den vielen Gän­gen verzettelt.

Der VW Golf Variant bietet die bessere Alternative Im Vergleich zur Limousine bietet der ausstattunsbereinigt 800 Euro teurere Plus außer der höheren Sitzposition sowie dem bequemeren Einstieg kaum Vorteile und nicht ent­scheidend mehr Raum. Wer den sucht, findet im VW Golf Vari­ant die bessere Alternative. Er kostet nur 100 Euro mehr als der VW Golf Plus und wurde von VW übrigens genauso subtil zur sechsten Generation umge­schminkt.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2009-08-22

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