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Testbericht

6. Juni 2014
Ein Vierzylinder-Sound, aber ein selbstbewusster, eigenständiger", sagt Peter Mertens und gibt noch etwas mehr Gas. Der kompressor- und turboaufgeladene Zweiliter-Benziner im Volvo XC 90-Prototyp brummt etwas kräftiger und schießt die breite Betonfahrbahn bergauf. Wir, der Volvo XC 90, Volvo-Entwicklungschef Peter Mertens und ich, befinden uns ein paar Kilometer nördlich des Polarkreises auf einem ziemlich geheimen Testgelände des schwedischen Herstellers. Über 40.000 Hektar umfasse das Gelände, sei etwa so groß wie Manhattan. Nur mit weniger Einwohnern. Und mehr Schnee.

Volvo XC 90 ist noch nicht ganz serienreif Die trockenen Betonpisten biegen sich wie gigantische Bobbahnen durch meterhohe Schneewände. Mertens dreht locker am Lenkrad, lässt den Volvo XC 90 über ein paar Eisbrocken und Fahrbahnfugen rollen. Gutes Anfedern und geschmeidiges Abrollen hätten ihm bei der Abstimmung besonders am Herzen gelegen. "Das ist zu 80 Prozent Serienstand", betont er. Und weiß dennoch, dass bis zum Marktstart Anfang 2015 noch viel Abstimmungsarbeit anliegt. Denn der neue XC 90 ist nicht irgendein Volvo. Er ist der erste Vertreter, der auf der sogenannten SPA-Plattform (steht für Scalable Product Architecture) basiert. Sie ist komplett neu und soll in Zukunft den technischen Unterbau für alle Volvo-Modelle oberhalb des V40 liefern.

Ein Basismotor für alle Baureihen Teil der Strategie ist die bereits viel diskutierte Hinwendung zu Vierzylinder-Triebwerken. Ein Basismotor soll für alle Baureihen reichen: Zweiliter-Vierzylinder decken das Spektrum zwischen 120 und 306PS für alle Modelle ab. Mit welchen Triebwerken genau der Volvo XC 90 auf den Markt kommen wird, will Peter Mertens noch nicht verraten. Nur so viel: Der Prototyp, mit dem wir über das Gelände fahren, wird vom 306PS starken Turbo-Kompressor-Motor angetrieben. Als Kraftübertragung kommt die neue Achtstufen-Wandlerautomatik zum Einsatz, eine Haldex-Kupplung neuester Bauart transportiert einen Teil der 400Nm Drehmoment an die Hinterachse. Der andere Prototyp, in den wir nach den Runden im Benziner einsteigen, ist ein Diesel. Ebenfalls ein Zweiliter, mit 225PS und 480Nm maximalem Drehmoment. Wer mehr Leistung will, erhält sie als Zusatz-Elektro-Power im Plug-in-Hybrid, rund 400PS sollen möglich sein. Nachdem die Antriebsfrage geklärt ist, erläutern Mertens und der Volvo XC 90-Programm-Manager Dennis Nobelius die neue Plattformstrategie. Zu technischen Details wie Radaufhängungen sowie genauen Maßen und Gewichten hüllen sie sich noch in Schweigen, schwärmen aber von der Variabilität des neuen Unterbaus.

Volvo XC 90 kommt mit neuem Interieur Der einzige gleich bleibende Teil der Plattform sei der neuralgische Bereich zwischen Vorderachse und Spritzwand. Er ist genau 593 Millimeter lang und beherbergt Motor und Getriebe sowie die vordere Radaufhängung. Alle anderen Maße wie Radstand oder vorderer und hinterer Überhang sind variabel. Was auch keine genaueren Rückschlüsse auf die Abmessungen des neuen Volvo XC 90 zulässt. Ein paar Millimeter länger als der Vorgänger, kaum breiter, nicht höher. Das Platzangebot scheint nach einer ersten Sitzprobe in allen drei Reihen luftig, jedoch nicht übertrieben üppig. Der Vergleich mit dem neuen BMW X5 drängt sich auf. Komplett neu ist auch das Interieur. Volvo-Traditionalisten könnten angesichts des großen Touchscreens als zentrale Steuereinheit in der Mittelkonsole etwas fremdeln. Extraknöpfe gibt es wenige, etwa für Lautstärke, Motor-Start oder Fahrmodus. Der funktioniert auch im Prototyp, per Walze geht es auf Eco, und der Vierzylinder brummt verhaltener – Ende der Ausfahrt.

Volvo XC 90 zeigt im Design klare Kante Wer die jüngst auf Messen gezeigten Volvo-Concepts kennt, wird beim Volvo XC 90 keine großen Überraschungen erleben. Das Design ist unaufgeregt und sehr klar strukturiert. Die Entwürfe stammen aus der Hand von Volvo-Designchef Thomas Ingenlath. Im Innenraum dominieren zwei Displays: die zentrale Anzeige hinter dem Lenkrad und das HMI (Human Machine Interface) in der Mittelkonsole. Ebenso neu: ein optionales großes Headup-Display für die wichtigsten Infos.
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Quelle: auto-motor-und-sport, 2014-06-06

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