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Testbericht

11. September 2008

Sein Sirren statt Nageln oder Brummen verrät den Zweisitzer als reinrassiges Elektroauto. Er ist kein echtes Serienmobil, sondern wurde in kleiner Stückzahl für den Großversuch gebaut, mit dem Smart respektive Mercedes Alltagserfahrungen im bisher unbekannten Terrain der Strom-Motoren sammeln möchte.
Wer dabei mitmachen will (nur Geschäftsleute und Verwaltungen sind erwünscht), muss tief in die Tasche greifen: 380 Pfund (480 Euro) kostet der Smart Leasing pro Monat, der Kauf ist nicht möglich. Ein schmerzhafter Preis, den die gesparten Gebühren aber lindern. Im Endeffekt ist so ein electric Fortwo nicht teurer als seine Verbrennungsbrüder. Nur eben leiser, umweltfreundlicher und besser.

Das E-Modell stammt aus Entwicklungsgründen noch aus der letzten Generation, aber beim Sprint von null auf 60 km/h (5,7 Sekunden) summt der 41-PS-Smart seinen neueren Verbrenner-Brüdern tüchtig um die Stummelschnauze. Das perfekte Stadtauto. Bei höherem Tempo klingt er zwar immer noch wie ein größenwahnsinniger Turbolader, aber der Vorwärtsdrang wird zäh. Die versprochenen 112 km/h Maximaltempo zu erreichen, dauert gefühlt so lange wie eine Fahrt vom Tower nach Heathrow.

Batterie-Exot: Natrium-Nickel-Chlorid-Akku

Seine Energie schöpft der Öko-Zwerg aus einer exotischen Batterie: Der Natrium-Nickel-Chlorid-Akku im Heck strotzt mit ähnlich hoher Energiedichte wie ein Lithium-Ionen-Akku, jedoch zu einem spürbar niedrigeren Preis. 15,5 nutzbare Kilowattstunden stecken in ihm - laut Smart genug für 115 Kilometer Reichweite.

Allerdings bereitet gerade die Reichweiten-Berechnung den Entwicklern noch Kopfzerbrechen. Die Menge der rekuperierten Bremsenergie oder der Einfluss der Klimaanlage (im E-Smart nicht vorhanden) lässt sich schwer abwägen.

Acht Stunden Ladedauer

Eines ist dafür klar: Acht Stunden dauert eine Vollladung der Batterie. Bei dem derzeitigen Strommix soll die komplette CO2-Bilanz des E-Smart bei sensationellen 48 Gramm pro Kilometer liegen. Utopische Werte für Verbrennungsmotoren, selbst ein Smart fortwo cdi schafft nur 88 g/km. Doch Projektleiter Tilo Schweers bremst zu hohe Erwartungen an das E-Auto: "Mittelfristig ersetzt es mit seinen Reichweiten- und Ladedauer-Nachteilen nicht den Standard-Pkw, sondern profiliert sich als Nischenauto." 2010 rollt die zweite Generation des Elektro-Smart an - mit Lithium-Ionen-Batterie.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2008-09-11

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