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Testbericht

2. Juni 2017
Große SUV – und mit 4,7 Metern Länge und zwei Kubikmetern maximalem Ladevolumen ist der Kodiaq einer – sind doch geradezu prädestiniert für stämmige Dieselantriebe, oder? Zumal dann, wenn als Benziner ein Downsizing- Turbo eingesetzt wird? In diesem Fall ist die Frage jedoch nicht so leicht zu beantworten, denn beide Motoren passen gut in den großen Skoda. Dass der Benziner nur 1,4 Liter Hubraum hat und bisweilen sogar als 0,7-Liter läuft, merkt man ihm auf Anhieb nicht an.Dabei steht das Kürzel ACT für „Active Cylinder Technology“ und bedeutet, dass das Triebwerk je nach Bedarf die Hälfte seiner Brennräume stilllegt. Es passiert so übergangslos, dass im Cockpit extra auf den Zweizylinderbetrieb hingewiesen wird. Dabei hilft natürlich, dass der TSI ein ausgesprochen kultivierter Vierzylinder ist, zudem einer, der gut am Gas hängt und sämig hochdreht. Wie die meisten Downsizing-Turbos leistet er sich kleine Durchzugsschwächen im Drehzahlkeller, die das sehr schnelle und ruckfrei schaltende Sechsgang-DSG jedoch sehr flockig überspielt. Mit Schaltgetriebe fiele diese Schwäche womöglich unangenehmer auf.

Nur bei Volllast säuft der TSI
Darüber hinaus erwies sich der TSI-Antrieb als sehr sparsam, der Verbrauchsvorteil des Diesel betrug bei den Testmessungen 0,7 bis 0,9 Liter je 100 km. Da kann man für die rund 2.700 Euro Minderpreis zum 2.0 TDI mit 150 PS ziemlich viel fahren. Bei 15.000 km pro Jahr dauert es 2,5 Jahre, bis der Diesel seinen höheren Neupreis herausgefahren hat. Nicht berücksichtigt sind in diesem Szenario allerdings die sonstigen Unterhaltskosten sowie der stark ansteigende Verbrauch des Benziners bei sehr schneller Autobahnfahrt.Denn auch das hat der Skoda-TSI mit anderen Downsizing-Turbobenzinern gemeinsam: das unmäßige Volllast-Trinken. Doch es gibt auch andere Gründe, dem Selbstzünder den Vorzug zu geben. Wer deutlich mehr als 30.000 km im Jahr fährt, ist natürlich mit dem TDI viel günstiger unterwegs. Und für häufigen Anhängerbetrieb ist der stämmige Diesel ebenfalls besser geeignet. Zudem mögen viele SUV-Freunde den etwas raubeinigeren und zupackenderen Charakter des Diesel. Womit sie freilich rechnen müssen: Wegen des doch ganz erheblichen Mehrgewichts von über 130 kg reagiert der Kodiaq TDI etwas träger auf Lenkbefehle und gibt sich insgesamt behäbiger, wie sich auch an den schlechteren Fahrleistungen ablesen lässt.
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Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2017-06-02

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