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Testbericht

19. Oktober 2007

Es klickt nur ganz leise, wenn der Stability Control-Knopf gedrückt und das ESP ausgeschaltet wird. Nur die wenigen wahren Könner am Volant werden es auf der Rennstrecke klicken lassen, werden sich von 265 PS pro Hinterrad mit besonderer Leichtigkeit in die quietschende Welt des großen Driftwinkels treiben lassen. Wer nicht aufpasst, wird von dieser roten Auto-Faust schneller entmachtet als von jedem anderen Elfer, der derzeit zu erwerben ist.

Launch Assistant gibt Starthilfe

Die Elektronik hilft, den unbändigen Dampf zu zügeln. Den ersten Gang eingelegt, Kupplung und Gaspedal voll durchgedrückt, zuckt die Drehzahlnadel nach oben, regelt sich automatisch auf passenden Antrittsschlupf ein. Die schwäbische Armbrust vorgespannt, feuert ein nach oben zuckender Kupplungsfuß den roten Pfeil wenige Zentimeter über dem Asphalt ab. Launch Assistant nennt Porsche, was sich anfühlt, als sei man mit der Jacke an einem Voll-Tempo-ICE hängen geblieben.

Die 200-km/h-Marke soll in 11,2 Sekunden fallen, nur eine Zehntelsekunde langsamer als beim 650 PS starken Mercedes SLR 722. Jenseits von 250 km/h, dort, wo der Schub eines normalen Turbos langsam in den Ruhestand geht, wird der GT2 dann zum Herrscher der Autobahn. Jeweils ein PS wirft nur 2,7 kg nach vorne. Zum Vergleich: Der GT2 wiegt mit zwei Personen so viel wie ein Turbo ohne Besatzung. Erst bei 6.750/min und 329 Kilometer pro Stunde endet der beeindruckende Vortrieb.

Druck von hinten

Für Beifahrer mit geweiteten Augen zeigt die Tachonadel noch deutlich mehr an. Woher kommt die Kraft? Vor allem aus den zwei schon im Turbo rotierenden Ladern, deren variable Schaufeln ihre Fähnchen über ein besonders breites Drehzahlband optimal in den Luftzug stellen. 680 Newtonmeter liegen zwischen 2.200 und 4.500/min ständig an, ohne Boost und Gedöns, einfach so. Maximal 1,4 bar drücken sie in die sechs Hubräume des wilderen der beiden 3,6-Liter-Porsche-Boxermotoren - den mit echter Trockensumpfschmierung.

Doch wer nicht nur nach Zeiten und Höchsttempo sucht, sondern auch nach Emotionen, der wird sich weiterhin eher in den GT3 verlieben. Weil er höher dreht, packender aufs Gas reagiert, feinfühliger zu dosieren ist und vor allem schöner klingt. Auch wenn die Lader durch den ausgeräumten Fond jetzt eindringlicher pfeifen - so richtig euphorisiert einen der turbogedämpfte GT2-Ton nicht.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-10-19

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