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Testbericht

21. April 2008

Mit der Elektrifizierung des Autos - erst durch die Hybridisierung, neuerdings mit rein elektrischen Antriebsformen - sehen manche Auguren den Verbrennungsmotor schon aufs Abstellgleis gestellt. Aber Totgesagte leben bekanntlich länger, und trotz wachsender Antriebsvielfalt ist Insidern klar: Auch in den kommenden zwei bis drei Jahrzehnten wird der Verbrennungsmotor eine wichtige Rolle spielen.

Vermählung von Benziner und Diesel

Damit wächst der Zwang, ihn weiter zu optimieren. Das heißt, der Ottomotor muss sparsamer, der Diesel hingegen sauberer werden. Das Ziel ist also klar, die Wege dorthin allerdings ganz unterschiedlich. Nachdem die Forscher von VW und Mercedes jüngst mit dem CCS-Motor und dem Diesotto so etwas wie die Vermählung von Benziner- und Diesel-Brennverfahren in Aussicht stellten, kann Opel/GM inzwischen seine Interpretation eines neuen HCCI-Verbrennungsverfahrens in einem fahrbereiten 2,2-Liter-Vectra vorstellen.

HCCI steht für Homogeneous Charge Compression Ignition, eingedeutscht etwa "Selbstzündung eines homogenen Kraftstoff-Luft-Gemischs". Was wie ein Widerspruch klingt, soll tatsächlich die positiven Eigenschaften von Diesel- und Ottomotor vereinen. "Unser HCCI-Motor bleibt ein Ottomotor, der nur in Teilbereichen die Zündkerze nicht mehr verwendet und dann zur Selbstzündung übergeht", stellt Uwe Grebe, Chef der GM-Vorausentwicklung Antrieb, klar. "Und das Ziel war, dass er mit allen Ottokraftstoffen bis hin zu Ethanol (E85) funktioniert."

Bis zu 15 Prozent einsparen

Erste Probefahrten bestätigen: Spuren einer Dieselverbrennung sind weder zu hören noch zu spüren. Durchzugsstark bringt der HCCI-Motor den Vectra voran. Nur in wenigen Situationen künden dezente Ruckler vom Übergang in das andere Brennverfahren. Ansonsten - und das ist eine gute Nachricht - bleibt der Prototyp unauffällig. Nur im mittleren Drehzahl- und Lastbereich bis etwa 100 km/h wird der HCCI-Betrieb aktiviert, was laut Grebe in der Praxis Einsparungen bis 15 Prozent bringt. Erreicht wird das mit dem spezifischen, auf Saugmotoren abgestimmten GM-Verfahren, bei dem der Brennraumdruckzylinder genau gemessen wird und über Stellhebel wie zweistufige Einspritzung und Ventilerhebung sowie Phasenverstellung der Nockenwelle eingeschlossener Regelkreis entsteht.

HCCI ist keine Forschung mehr

Genauere Aussagen, wann das innovative Konzept in Serienmotoren einfließen soll, verweigert Uwe Grebe derzeit noch. Nur soviel verrät er: "HCCI ist bei uns keine Forschung mehr, sondern bereits in der Vorentwicklung."

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2008-04-21

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