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Testbericht

29. November 2012

Es tut sich was im Opel-Land. Der Opel Mokka ist da. Und wie Sie oben sehen: Er ist kaum zu übersehen. Mit dem Schiff aus dem fernen Korea angereist, parkt der 4,3 Meter lange SUV stolz und mächtig auf der Stuttgarter Königsstraße, markiert mit seiner Offroad-Optik selbstbewusst den potenten Alltagshelden und soll, muss, will Opel – zusammen mit dem Adam – zu neuem Schwung verhelfen. Türen auf, und siehe da: Am Wohlfühlfaktor des stimmig geformten Interieurs gibt es schon mal wenig zu kritisieren. Fahrer und Passagiere empfängt der Opel Mokka mit viel Platz rundherum, weichen Kunststoffen, hochwertigen und sorgfältig eingepassten Aluleisten sowie edel eingefassten Armaturen. Zwei Handschuhfächer, ausreichend große Ablagen in den vier Türen, zwischen den Vordersitzen und vor dem Schalthebel ermöglichen zudem das rutsch- und abflugfreie Lagern von Handy oder Wasserflaschen. Nur die tastenbelagerte Mittelkonsole und ein fehlender Bluetooth-Mediaplayer im optionalen Navi-Soundsystem (günstige 700 Euro) erntete in der Redaktion Kritik.

Ergonomie-Sitze im Opel Mokka begeistern Besonders begeisterten dagegen einmal mehr die optionalen Ergonomie-Sitze im Opel Mokka mit dem Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken e.V. (ab 390 Euro). Mit zahlreichen Verstellmöglichkeiten für Lendenwirbel, Sitzflächenneigung und Beinauflage bieten sie einen überzeugenden Sitzkomfort für Fahrer und Beifahrer. Zudem betört der Testwagen mit zartroter Ambiente-Beleuchtung, die unter den erwähnten Leisten hervorglimmt und das Wohlgefühl nochmals steigert. Schon mit fünf Passagieren überladen Deutlich konservativer gibt sich dagegen das Variabilitätskonzept des Opel Mokka. Mit einer verschiebbaren Rückbank oder Einzelsitzen wie die Konkurrenten Skoda Yeti oder Mini Countryman kann der Mokka nicht dienen. Er belässt es bei einem 356 Liter großen Kofferraum, einem nützlichen Fach im Unterboden sowie einer zweigeteilten Rückbank. Maximal nimmt der kleine SUV 1.372 Liter mit – immer vorausgesetzt, die viel zu geringe Zuladung von 335 Kilo wird nicht überschritten – schon mit fünf Passagieren ist er überladen. Wer seinen Opel Mokka 1.4 Turbo Innovation tatsächlich voll belädt, sollte es nicht eilig haben. Denn der 140 PS und 200 Newtonmeter starke Benziner hat schon mit dem leer immerhin 1,5 Tonnen schweren Testwagen mächtig zu kämpfen (0–100 km/h: 10,4 Sekunden) und wirkt auf der Autobahn schnell überanstrengt.

Maximalleistung erst bei nervig lauten 4.900 Touren Bereits harmlose Steigungen erfordern den Griff zum Schalthebel des präzise rastenden Getriebes, um den Motor auf Trab zu halten. Denn seine Maximalleistung generiert der Vierzylinder des Opel Mokka, der ohne Direkteinspritzung auskommen muss, erst bei nervig lauten 4.900 Touren. Erträglich reisen lässt es sich nur bis 4.000/min, was im sechsten Gang einem Tempo von rund 170 km/h entspricht. Reisegeschwindigkeiten darüber sind eher eine Zumutung und daher kaum zu halten. Abhilfe dürfte der neu entwickelte, bis zu 300 Nm starke 1,6-Liter-Turbobenziner mit Direkteinspritzung schaffen, der gegen Jahresende den Astra und Mitte 2013 sicher auch den Mokka antreiben wird. Immerhin ist der schwächliche Turbo trotz häufigen Ausdrehens noch genügsam. Im Testmittel konsumierte er 8,9 Liter pro 100 Kilometer, minimal waren es nur 6,7 Liter. Da beim Opel Mokka 1.4 Turbo stets serienmäßig ein 75-Kilo-Allradantrieb für eine verlässlich gute Traktion sorgte, gehen die Werte in Ordnung. Das 4x4-Konzept selbst ist altbekannt: Fehlt es an Grip an der Vorderachse, leitet eine elektromagnetische Lamellenkupplung bis zu 50 Prozent der Antriebskräfte an die Hinterachse. Zusätzlich spendiert Opel einen Anfahr- sowie einen auf Knopfdruck aktivierbaren Bergabfahrassistenten.

Opel Mokka 1.4 Turbo 4x4 mit straffem Fahrwerk Öfter gewünscht hätten wir uns hingegen einen Mehr-Komfort-Knopf im Opel Mokka. Denn das straffe Fahrwerk minimiert zwar die Seitenneigung und erlaubt zusammen mit den serienmäßigen 18-Zoll-Reifen flotte Fahrmanöver, lässt den Mokka aber über Querfugen mehr stolpern als rollen und verteilt besonders auf schnell überfahrenen, kurzen Wellen oftmals fiese Stöße. Wer darauf verzichten möchte, sollte lieber zur 16-Zoll-Basisbereifung mit höherem Querschnitt (205/70) greifen – das könnte den Fahrkomfort schon deutlich verbessern. 25.930 Euro kostet der Opel Mokka 1.4 Turbo 4x4 in der Topausführung Innovation laut Preisliste. Das sind über 6.000 Euro mehr, als für einen 115 PS starken Basis-Mokka zu zahlen wären, aber auch etwas weniger, als Skoda für den flotteren, jedoch deutlich schlechter ausgestatteten Yeti 1.8 TSI 4x4 Ambition (ab 26.650 Euro) verlangt. Neben einer Zwei-Zonen-Klimaautomatik, CD-Radio mit praktisch positioniertem USB-Anschluss und dringend notwendigen Parkpiepsern – das Heck ist sehr unübersichtlich – packt Opel sogar das sehr empfehlenswerte adaptive Fahrlicht AFL dazu. So sorgen Bi-Xenonscheinwerfer, die je nach Geschwindigkeit, Kurvengrad, Straßenbelag und Wetter variabel arbeiten, für eine exzellente Fahrbahnausleuchtung, die selbst nächtlichen Trips durch heftige Regenschauer den Schrecken nehmen. Nur der Sensor für die Scheibenwischer im Opel Mokka könnte etwas sensibler reagieren. Ungewöhnlich für die Klasse: Optional ist zudem ein 700 Euro teures Bündel an Assistenzsystemen inklusive Abstands- und Kollisionswarner. Ob Opel mit dem vielversprechenden Mokka den Abstand zu seinen Konkurrenten verkürzen kann, werden erst der Vergleichstest und die Absatzzahlen erweisen. 3,5 Sterne sind dem Opel Mokka jetzt schon gewiss.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2012-11-29

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